Zum Inhalt springen

Recht & Ethik · Begriff · Linup: KI sicher am Arbeitsplatz

Welche Angaben sind Personendaten in einem KI-Prompt?

Stand 10.10.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Personendaten sind alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person beziehen. Dazu zählen nicht nur Namen, sondern auch E-Mail-Adressen, Kundennummern und Kombinationen von Merkmalen, die auf eine Person schliessen lassen. Im Zweifel behandeln Sie eine Angabe wie Personendaten.

Definition

Personendaten (in der EU «personenbezogene Daten») sind nach dem Schweizer Datenschutzgesetz alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person beziehen. «Bestimmbar» heisst: Die Person ist zwar nicht ausdrücklich genannt, lässt sich aber mit vernünftigem Aufwand aus den Angaben oder durch Kombination mit anderen Informationen herausfinden. Juristische Personen wie eine AG sind im Schweizer Recht nicht erfasst, die Menschen dahinter schon.

Die DSGVO verwendet eine ähnliche, ausdrücklich weite Umschreibung und nennt Kennungen wie Namen, Kennnummern, Standortdaten und Online-Kennungen als Beispiele.

Einfach erklärt

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben in einen KI-Chat: «Die Kundin aus dem Nachbardorf, die am Dienstag das rote Velo reklamiert hat.» Kein Name steht dort. Trotzdem kann jemand im Betrieb sofort sagen, wer gemeint ist. Genau das heisst «bestimmbar».

Typische Personendaten in Prompts:

AngabePersonendaten?
Vor- und Nachnameja
E-Mail-Adresse, Telefonnummerja
Kundennummer, Vertragsnummerja, wenn sie sich einer Person zuordnen lässt
Foto, Stimme, Unterschriftja
Adresse, Wohnort in kleinem Dorfoft ja
IP-Adresse, Konto-IDoft ja
«Unsere einzige Hebamme im Ort»ja, durch den Zusammenhang
«Eine Kundin aus der Schweiz»in der Regel nein
Rein technische Daten ohne Personenbezugnein

Besondere Vorsicht verlangen besonders schützenswerte Angaben, etwa zu Gesundheit, Religion, Intimsphäre oder Sozialhilfe, siehe Sensible Daten und KI.

Beispiel

Ein Beispiel: Die Assistentin eines Treuhandbüros in Chur möchte eine Mail zusammenfassen lassen: «Herr [Name entfernt] aus Davos, Geschäftsführer der einzigen Sägerei im Tal, bittet um Fristerstreckung für Rechnung 4711.» Der Name fehlt, aber Ort, Funktion und Rechnungsnummer machen die Person leicht bestimmbar. Sie ersetzt zusätzlich die Angaben durch «[PERSON_A], Geschäftsführer eines Betriebs in der Region» und lässt die Rechnungsnummer weg. Wie das Ersetzen im Alltag funktioniert, steht unter Daten für KI anonymisieren und E-Mails anonymisieren.

Nicht verwechseln

Personendaten sind nicht dasselbe wie sensible Daten: Alle sensiblen Angaben sind Personendaten, aber nicht alle Personendaten sind sensibel. Ebenso ist «anonym» nicht dasselbe wie «ohne Namen»: Erst wenn niemand die Person mehr bestimmen kann, sind Daten anonym, siehe Anonymisieren oder pseudonymisieren. Und Daten über Firmen sind nicht automatisch ausgenommen, wenn sie Rückschlüsse auf Menschen erlauben, etwa bei Einzelfirmen. Für verbindliche Auskünfte im Einzelfall ziehen Sie eine Fachperson bei.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer im Betrieb Grundregeln für den KI-Alltag vermitteln möchte, findet bei Linup einen passenden Einstieg. Der Online-Kurs KI sicher am Arbeitsplatz behandelt laut Beschreibung den Umgang mit Daten, die Prüfung von KI-Ergebnissen und das Erkennen von Betrugsversuchen und stellt pro Person einen geordneten Schulungsnachweis aus. Ob das für Ihre rechtlichen Pflichten genügt, klären Sie im Einzelfall.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Massgeblich sind die geltenden Gesetzestexte.

Quellen

Weiterlesen in der Galaxie