KI im Coaching · Prompt Engineering
Coaching-Vereinbarungen: KI-Vorlage für nächste Schritte
Kurz gesagt
Eine Vereinbarung hält fest, was die Klientin bis wann ausprobieren möchte, und trennt das von offenen Entscheidungen. Eine leere KI-Vorlage mit Feldern wie Schritt, Termin, Unterstützung und Überprüfung hilft dabei. Inhalte und Verantwortung bleiben bei der Klientin, Sie dokumentieren nur, was sie selbst vereinbart hat.
Das Problem
Am Ende einer Coaching-Sitzung sagt die Klientin: «Ich werde mal schauen, wie ich das angehe.» Frau Berger nickt, und beide gehen auseinander. In der nächsten Sitzung ist unklar, was «schauen» heisst: Wurde etwas ausprobiert? War es der Klientin ernst? Ohne klare Vereinbarung bleibt vieles im Ungefähren, und die Verantwortung verschwimmt.
Gleichzeitig ist Vorsicht nötig. Coaching soll ergebnisoffen bleiben: Die Klientin bestimmt, was sie vorhat. Eine Vereinbarung ist keine Aufgabe von der Coachin, sondern ein Vorsatz der Klientin, den beide festhalten. Es lohnt sich auch, zwischen Vereinbartem und noch Offenem zu unterscheiden: Was will sie tun? Was muss sie noch entscheiden? Was braucht Unterstützung?
Eine einfache Vorlage hilft, dies sichtbar zu machen. KI kann eine leere Vorlage mit Feldern entwerfen. Sie braucht keine Inhalte. Die Einträge schreiben Klientin und Coachin gemeinsam, am besten von Hand oder in einem geschützten Dokument.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie den Zweck. Die Vorlage soll der Klientin helfen, ihre Vorsätze festzuhalten. Sie ist kein Kontrollinstrument.
- Lassen Sie ein Gerüst entwerfen. Bitten Sie die KI um eine einseitige Vorlage mit Feldern: Mein Vorsatz, bis wann, was ich dafür brauche, woran ich merke, dass es klappt, was noch offen ist, wann wir darüber sprechen.
- Trennen Sie Vereinbartes und Offenes. Sehen Sie zwei Bereiche vor: «Das habe ich vor» und «Das ist noch zu entscheiden». So bleibt klar, wo Entscheidungen fehlen.
- Verlangen Sie Platzhalter. Die Felder sollen leer oder mit [Platzhaltern] versehen sein. Es dürfen keine Beispielinhalte auftauchen, die wie echte Fälle wirken.
- Vereinfachen Sie die Sprache. Lassen Sie Formulierungen so schreiben, dass die Klientin sich nicht «benotet» fühlt, etwa «Mein Experiment» statt «Aufgabe».
- Füllen Sie die Vorlage gemeinsam aus. Am Ende der Sitzung schreibt die Klientin ihre Schritte selbst. Fragen Sie: Ist das machbar? Woran würden Sie merken, dass es klappt?
- Vereinbaren Sie die Überprüfung. Planen Sie, wann Sie in der Folgesitzung darüber sprechen, und signalisieren Sie, dass nicht erledigte Schritte kein Problem sind.
- Bewahren Sie die Vorlage geschützt auf. Sie enthält persönliche Vorsätze. Speichern Sie sie datensparsam, nicht in öffentlichen KI-Diensten.

| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Das habe ich vor | Ein konkreter, kleiner Schritt mit Termin |
| Das brauche ich dafür | Zeit, Information, Unterstützung |
| Daran merke ich es | Beobachtbares Zeichen |
| Noch offen | Entscheidungen, die noch fehlen |
| Besprechen wir am | Datum der nächsten Sitzung |
Achten Sie darauf, dass Vorsätze klein genug sind. Ein Schritt wie «Ich will selbstbewusster werden» lässt sich nicht überprüfen, «Ich sage in der Teamsitzung am Dienstag einmal meine Meinung zur Terminplanung» schon. Fragen Sie nach: Was genau tun Sie, wann und wo? Je konkreter und kleiner der Schritt, desto eher wird er umgesetzt, und desto leichter lässt sich in der Folgesitzung darüber sprechen.
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt erzeugt eine leere Vorlage. Keine Inhalte einfügen.
Erstelle eine leere, einseitige Vorlage für Coaching-Vereinbarungen auf Deutsch (Schweiz), die die Klientin selbst ausfüllt.
Felder mit [Platzhaltern]: Datum, Mein Vorsatz, Bis wann, Was ich dafür brauche, Woran ich merke, dass es klappt, Was noch offen ist / zu entscheiden, Wann wir darüber sprechen.
Teile die Vorlage in zwei Bereiche: «Das habe ich vor» und «Das ist noch zu entscheiden».
Formuliere in einfacher, nicht benotender Sprache (z. B. «Experiment» statt «Aufgabe»).
Füge keine Beispielinhalte und keine Ratschläge hinzu.Drucken Sie die Vorlage aus und lassen Sie die Klientin am Ende der Sitzung von Hand ausfüllen.
Worauf Sie achten müssen
- Vereinbarungen sind freiwillig. Eine Vorlage, die nach Pflicht klingt, kann Druck erzeugen.
- Geben Sie keine ausgefüllten Vereinbarungen oder Klientendaten in öffentliche KI-Dienste ein. Das revidierte Datenschutzgesetz gilt auch für Coaching-Praxen.
- Dokumentieren Sie nur, was die Klientin selbst formuliert hat. Fügen Sie keine eigenen Erwartungen hinzu.
- Bei Vorsätzen, die Gesundheit, Sucht oder Krisen betreffen, ist Coaching nicht der richtige Rahmen. Verweisen Sie auf Hausärztin, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (143).
- Kontrollieren Sie Vorsätze nicht. Fragen Sie in der Folgesitzung neugierig nach, was passiert ist.
- Wenn ein Arbeitgeber das Coaching bezahlt, klären Sie, ob und was von den Vereinbarungen berichtet wird.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Coach aus Rapperswil verwendet bisher mündliche Absprachen am Ende der Sitzung. Seine Klientin, eine Projektleiterin, sagt oft «Ich versuche es», ohne später zu wissen, was genau.
Er lässt mit KI eine leere Vorlage erstellen. Am Ende der Sitzung schreibt die Klientin: «Ich bitte bis Freitag meinen Kollegen um ein Gespräch über die Aufgabenverteilung. Ich merke, dass es klappt, wenn wir einen Termin haben. Offen: Wie ich das Thema ansprechen möchte.» In der nächsten Sitzung beginnt das Gespräch genau dort.
So hilft Ihnen Alpasana
Für einen ersten Entwurf einer Coaching-Vereinbarung kann KI hilfreich sein, sofern der Auftrag klar ist: Der Kurs Prompt Engineering behandelt Aufgabe, Kontext, Ausgabeformat, Datenschutz und Ergebnisprüfung.
Häufige Fragen
Soll ich Vereinbarungen immer schriftlich festhalten?
Nicht zwingend. Für viele Klientinnen hilft es, weil es Verbindlichkeit schafft. Fragen Sie, was ihr guttut.
Was, wenn die Klientin ihren Vorsatz nicht umsetzt?
Das ist Information, kein Versagen. Fragen Sie nach Gründen und passen Sie den Schritt an. Siehe auch Zwischenbilanz bei Stillstand.
Darf ich als Coach Vorschläge für Schritte machen?
Sie können Anregungen geben, aber die Klientin wählt. Vorsätze, die von aussen kommen, werden seltener umgesetzt.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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