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KI im Coaching · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Coaching tritt auf der Stelle: Zwischenbilanz mit KI planen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Wenn ein Coaching stockt, hilft eine gemeinsame Zwischenbilanz: Ziel prüfen, Arbeitsweise besprechen, Hindernisse benennen, Kurs anpassen oder beenden. KI kann eine Checkliste mit Fragen liefern, ohne Inhalte zu kennen. Die Einschätzung, woran es liegt, erarbeiten Coach und Klientin im Gespräch.

Das Problem

Die Sitzungen finden statt, die Gespräche sind angenehm, aber nach mehreren Terminen hat sich nichts bewegt. Die Klientin berichtet von denselben Schwierigkeiten, Vereinbarungen bleiben liegen, und das Gefühl, im Kreis zu gehen, wächst. Frau Berger spürt es, zögert aber, es anzusprechen. Sie fragt sich: Liegt es an mir, an der Methode, an der Klientin oder am Thema?

Stillstand im Coaching ist nicht selten und kein Zeichen von Versagen. Er kann viele Ursachen haben: Das Ziel hat sich verändert oder war unklar, das eigentliche Anliegen liegt woanders, die Klientin ist ambivalent gegenüber der Veränderung, die äusseren Umstände lassen wenig Spielraum oder die Methode passt nicht. Manchmal ist ein Thema ausserdem eher etwas für Therapie oder Beratung.

Eine Zwischenbilanz bringt das offen auf den Tisch. Sie ist ein vereinbartes Gespräch, in dem beide prüfen, ob das Coaching dem Ziel dient. KI kann bei der Vorbereitung helfen, ohne etwas über den Fall zu wissen. Die Analyse bleibt eine gemeinsame Arbeit von Menschen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beobachten Sie zuerst Ihre eigene Wahrnehmung. Was genau lässt Sie denken, dass der Prozess stockt? Schreiben Sie konkrete Beobachtungen auf: wiederkehrende Themen, nicht erledigte Experimente, ausweichende Antworten.
  1. Abstrahieren Sie für die KI. Beschreiben Sie das Muster allgemein, ohne Inhalte: «Seit vier Sitzungen kehrt das Gespräch zum selben Thema zurück, vereinbarte Schritte werden nicht umgesetzt.»
  1. Lassen Sie mögliche Ursachen sammeln. Bitten Sie die KI um eine Liste typischer Gründe für Stillstand im Coaching, als Fragen formuliert, die Sie prüfen können. Keine Diagnose der Klientin.
  1. Erstellen Sie eine Checkliste. Lassen Sie Prüffragen zu vier Feldern bündeln: Ziel (ist es noch aktuell?), Beziehung (fühlt sich die Klientin verstanden?), Methode (passen meine Fragen und Übungen?), Rahmen (Zeit, Häufigkeit, äussere Umstände).
  1. Laden Sie zur Zwischenbilanz ein. Kündigen Sie das Gespräch freundlich an: «Ich möchte mit Ihnen anschauen, wie das Coaching bisher läuft und ob wir etwas anpassen sollten.»
  1. Führen Sie das Gespräch offen. Fragen Sie die Klientin zuerst nach ihrer Sicht: Was hilft Ihnen, was fehlt? Benennen Sie dann Ihre Beobachtung vorsichtig als Beobachtung, nicht als Vorwurf.
  1. Vereinbaren Sie eine Kurskorrektur. Mögliche Wege: Ziel neu fassen, Fokus ändern, Methode wechseln, Pause einlegen, Coaching beenden oder an eine andere Fachperson verweisen.
  1. Halten Sie das Ergebnis fest. Notieren Sie knapp, was vereinbart wurde, und prüfen Sie nach zwei bis drei Sitzungen, ob sich etwas bewegt.
FeldFrage
ZielGilt das Anliegen von Anfang noch?
BeziehungFühlt sich die Klientin ernst genommen?
MethodePassen meine Fragen und Übungen zur Person?
RahmenIst der Zeitabstand und die Dauer passend?
GrenzeGehört das Thema in Coaching?

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt erstellt eine Checkliste für die Zwischenbilanz. Er enthält keine Klientendaten.

Ich bin Coach. In einem laufenden Coaching bemerke ich Stillstand: [allgemeine Beobachtung, ohne Inhalte, z. B. vereinbarte Schritte werden selten umgesetzt, das Gespräch kehrt zum selben Thema zurück].
1. Liste mögliche Gründe für Stillstand im Coaching als Prüffragen auf (Ziel, Beziehung, Methode, Rahmen, äussere Umstände, Grenzen von Coaching).
2. Erstelle eine Gesprächsgliederung für eine Zwischenbilanz von 45 Minuten.
3. Formuliere zehn offene Fragen für die Klientin und fünf Fragen an mich selbst.
4. Schlage drei Formulierungen vor, mit denen ich meine Beobachtung mitteile, ohne zu bewerten.
Stelle keine Diagnosen über die Klientin, mache keine Annahmen über ihre Motive und gib keine Heilversprechen.

Prüfen Sie jede Frage, ob sie zu Ihrer Haltung und Ihrem Fall passt, und streichen Sie, was nicht stimmt.

Worauf Sie achten müssen

  • KI kennt Ihre Klientin und den Prozess nicht. Ihre Ursachen sind nur Prüffragen, keine Erklärungen.
  • Geben Sie keine Gesprächsinhalte oder Personendaten in öffentliche KI-Dienste ein.
  • Wenn Hinweise auf psychische Erkrankungen, Krisen oder Suchtgefahr bestehen, ist Coaching nicht der richtige Rahmen. Verweisen Sie auf Hausärztin, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (143).
  • Verlängern Sie Coachings nicht aus Eigeninteresse. Wenn kein Nutzen erkennbar ist, beenden Sie ehrlich.
  • Prüfen Sie Ihre eigene Rolle: Haben Sie das Thema zu früh gelöst, zu viel geredet oder Ambivalenz übersehen? Supervision kann dabei helfen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Coachin aus St. Gallen begleitet einen Verkaufsleiter zum Thema Zeitmanagement. Nach sechs Sitzungen hat er keine der vereinbarten Routinen umgesetzt.

Mit KI bereitet sie eine Zwischenbilanz vor und fragt ihn: «Was hat Ihnen bisher geholfen, was nicht?» Er sagt, dass Zeitmanagement eigentlich nicht sein Hauptthema sei, sondern der Druck durch seinen Vorgesetzten. Sie vereinbaren, das Ziel neu zu fassen und an der Kommunikation mit dem Vorgesetzten zu arbeiten. Danach kommt Bewegung in den Prozess.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie als Klientin in einem Coaching nicht weiterkommen oder als Coach eine zweite Sicht suchen, bietet my-coach.ch Life Coaching und Mental Coaching mit Nataliya Fiechter an. Es gibt Einzeltermine sowie Dreier- und Sechserpakete, online schweizweit oder in Safenwil, mit kostenlosem Erstgespräch. In einem Erstgespräch lässt sich klären, ob ein Anliegen im Coaching gut aufgehoben ist.

Eine Supervision für Coaches ist dort nicht beschrieben.

Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz?

Am besten vorab vereinbart, zum Beispiel nach einigen Sitzungen. Sie können sie aber jederzeit ansetzen, wenn Sie Stillstand bemerken.

Wie sage ich der Klientin, dass es stockt?

Beschreiben Sie, was Sie beobachten, und fragen Sie nach ihrer Sicht. Vermeiden Sie Schuldzuweisungen, auch gegen sich selbst.

Was, wenn die Klientin nicht weitermachen will?

Das ist ihr gutes Recht. Würdigen Sie, was erreicht wurde, und bieten Sie, wenn sinnvoll, einen Abschluss an, siehe Abschlussgespräch.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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