Coaching verstehen · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching
Aufgaben zwischen Sitzungen: Mit KI passende Experimente planen
Kurz gesagt
Eine Aufgabe zwischen Coaching-Sitzungen ist ein freiwilliges, kleines Experiment im Alltag, das Neues ausprobieren lässt. Es muss zum Anliegen passen, machbar sein und gemeinsam vereinbart werden. KI kann Ideen und Formulierungen liefern, ob die Aufgabe passt, entscheiden Coach und Klientin im Gespräch.
Das Problem
Frau Berger kennt das Muster: In der Sitzung entstehen gute Einsichten, die Klientin nickt, ist motiviert. Zwei Wochen später sagt sie: «Ich bin leider nicht dazu gekommen.» Der Alltag hat das Gespräch überrollt, und der Transfer, also die Übertragung der Erkenntnisse in den Alltag, bleibt aus.
Viele Coaches reagieren darauf mit Aufgaben. Aber «Hausaufgaben» haben einen schalen Beigeschmack: Sie erinnern an Schule, setzen unter Druck und verschieben die Verantwortung. Wenn die Aufgabe nicht zu den Möglichkeiten der Klientin passt oder von aussen kommt, wird sie nicht erledigt, und beide fühlen sich unwohl.
Besser ist ein Experiment: Eine kleine, klar begrenzte Handlung, die ausprobiert wird, um etwas herauszufinden. Es gibt kein Bestehen oder Durchfallen, nur Erfahrungen. KI kann Coaches helfen, passende Ideen und klare Formulierungen vorzubereiten. Die Auswahl und die Vereinbarung geschehen im Gespräch mit der Klientin.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie das Anliegen und die Erkenntnis. Was war in der Sitzung der wichtigste Gedanke? Schreiben Sie ihn in einem Satz auf, ohne Namen und Details der Klientin.
- Fragen Sie, ob eine Aufgabe überhaupt gewünscht ist. Freiwilligkeit ist die Grundlage. Manche Klienten wollen zwischen den Sitzungen nichts tun. Das ist legitim.
- Lassen Sie Ideen sammeln. Beschreiben Sie der KI das Anliegen allgemein, etwa «jemand möchte im Beruf klarer Nein sagen», und bitten Sie um fünf mögliche Mini-Experimente in verschiedener Grösse.
- Prüfen Sie die Machbarkeit. Für jede Idee: Wie viel Zeit braucht sie? Ist sie im Alltag der Klientin realistisch? Was könnte dazwischenkommen? Streichen Sie, was zu gross ist.
- Wählen Sie gemeinsam. Legen Sie der Klientin zwei bis drei Möglichkeiten vor und lassen Sie sie wählen oder selbst eine vorschlagen. Das Experiment gehört ihr.
- Formulieren Sie es konkret. Ein gutes Experiment sagt: Was genau, wann, wie oft, woran merke ich etwas? Zum Beispiel: «Ich sage in dieser Woche einmal in einer Sitzung, dass ich eine Aufgabe nicht übernehmen kann, und notiere, wie es sich anfühlt.»
- Planen Sie die Auswertung. Besprechen Sie am Beginn der nächsten Sitzung, was passiert ist, ohne zu bewerten. Auch ein nicht durchgeführtes Experiment liefert Informationen.
- Passen Sie an. Wenn etwas nicht klappte, fragen Sie nach Gründen und passen das Experiment an, statt Druck aufzubauen.
| Aufgabe als Pflicht | Experiment |
|---|---|
| Vom Coach festgelegt | Gemeinsam vereinbart |
| Erfolg oder Misserfolg | Erfahrung und Beobachtung |
| Gross und umfassend | Klein und machbar |
| Wird kontrolliert | Wird besprochen |
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt sammelt Ideen für Experimente. Er enthält keine Klientendaten.
Ich bin Coach und bereite eine Sitzung vor. Das Anliegen (allgemein, ohne Namen): [Anliegen, z. B. klarer Nein sagen im Beruf].
Die Klientin hat sich in der Sitzung wahrscheinlich folgende Erkenntnis erarbeitet: [Erkenntnis].
1. Schlage fünf mögliche kleine Alltagsexperimente vor, die sie freiwillig zwischen den Sitzungen ausprobieren könnte (je 5–15 Minuten Aufwand).
2. Nenne zu jedem Experiment: Was könnte sie dabei beobachten? Was könnte ein Hindernis sein?
3. Formuliere zu jedem Experiment einen Satz, mit dem ich es als Einladung (nicht als Auftrag) vorschlagen kann.
4. Gib drei Reflexionsfragen für die nächste Sitzung.
Gib keine Ratschläge, keine Diagnosen und keine Erfolgsversprechen.Wählen Sie nur, was zur Klientin passt, und fragen Sie sie, was sie davon ausprobieren möchte.
Worauf Sie achten müssen
- KI kennt Ihre Klientin nicht. Vorschläge sind Ideen für Ihre Planung und keine Empfehlung für eine bestimmte Person.
- Aufgaben dürfen nicht überfordern oder belasten. Bei Themen wie Ängsten, Verlusten oder Krisen sind Experimente ohne fachliche Begleitung nicht geeignet. Verweisen Sie dann auf Hausarzt, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (Telefon 143).
- Vermeiden Sie Druck. Eine Aufgabe, die aus Pflichtgefühl erledigt wird, bringt wenig. Siehe auch Freiwilligkeit im Coaching.
- Geben Sie keine Informationen aus Sitzungen in öffentliche KI-Dienste ein. Arbeiten Sie mit allgemeinen Beschreibungen.
- Dokumentieren Sie vereinbarte Experimente knapp und ohne sensible Details.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Coachin aus dem Kanton Aargau begleitet einen Teamleiter, der Aufgaben schlecht abgeben kann. In der Sitzung erkennt er, dass er Angst hat, die Kontrolle zu verlieren.
Die Coachin lässt sich mit KI allgemeine Mini-Experimente zum Thema Abgeben auflisten und legt ihm drei vor. Er wählt: «Ich gebe diese Woche eine kleine Aufgabe ab und frage am Freitag nur einmal nach dem Stand.» In der nächsten Sitzung erzählt er, dass es besser lief als erwartet, aber dass er sich zweimal beherrschen musste. Daraus entsteht das nächste Thema.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie als Klientin Coaching ausprobieren möchten, bietet my-coach.ch Life Coaching und Mental Coaching mit Nataliya Fiechter an. Es gibt Einzeltermine sowie Dreier- und Sechserpakete, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil, und ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch. Ob und welche Aufgaben zwischen den Sitzungen sinnvoll sind, klärt sich im Gespräch.
Als Coach finden Sie bei Alpasana kein Aufgabenwerkzeug, aber die Ideen in diesem Beitrag lassen sich in Ihre eigene Praxis übernehmen.
Häufige Fragen
Muss jede Sitzung mit einer Aufgabe enden?
Nein. Manchmal braucht es Zeit zum Nachwirken. Fragen Sie, was die Klientin braucht, und akzeptieren Sie, wenn sie lieber nichts vereinbart.
Was, wenn die Aufgabe nicht gemacht wurde?
Fragen Sie neugierig nach: Was hat dazwischengekommen? War die Aufgabe zu gross oder nicht passend? Das gibt wertvolle Hinweise für das weitere Vorgehen.
Darf KI die Aufgaben für Klienten schreiben?
Als Entwurf für Ihre Vorbereitung ja. Im Gespräch sollten die Experimente gemeinsam entstehen. KI-Texte ohne Bezug zur Person wirken schnell beliebig.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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