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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Präsentieren mit KI üben: Tempo und Verständlichkeit prüfen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Nehmen Sie Ihren Probevortrag mit dem Handy auf, lassen Sie ihn in Text umwandeln und von einer KI auf Tempo, Füllwörter, lange Sätze und Fachbegriffe prüfen. Das ersetzt keine Rückmeldung von Menschen, zeigt aber messbare Schwächen und hilft Ihnen, gezielt zu üben.

Das Problem

In einer Woche halten Sie einen Vortrag, und Sie sind nervös. Sie haben die Folien und Notizen, aber Sie wissen nicht, wie Sie wirken: Sprechen Sie zu schnell? Zu leise? Erklären Sie Fachbegriffe? Wie viele «äh» und «sozusagen» sind es? Und passt der Vortrag in die Zeit?

Eine Kollegin als Publikum ist ideal, aber nicht immer verfügbar. Allein vor dem Spiegel üben fühlt sich merkwürdig an und gibt kaum Rückmeldung. Hier kann KI eine Hilfe sein: Sie hört nichts, aber sie kann Ihren aufgenommenen und abgeschriebenen Vortrag auswerten und messbare Punkte zurückmelden.

Sie bekommen ein Spiegelbild der Sprache, nicht der Wirkung. Für den Ausdruck brauchen Sie weiterhin Menschen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Probevortrag aufnehmen. Stellen Sie das Handy auf und nehmen Sie Ihren Vortrag laut und in normalem Tempo auf, mit Stoppuhr. Sprechen Sie, als hätten Sie Publikum.
  1. Dauer notieren. Prüfen Sie, ob Sie in der Zeit bleiben. Notieren Sie, bei welcher Folie Sie wie viele Minuten brauchen.
  1. Aufnahme in Text umwandeln. Nutzen Sie eine Transkriptionsfunktion Ihres Handys oder ein freigegebenes Werkzeug. Siehe Audio transkribieren. Bei vertraulichen Inhalten prüfen Sie zuerst den Datenschutz, siehe Werkzeug für vertrauliche Aufnahmen.
  1. KI auswerten lassen. Fügen Sie das Transkript (ohne Vertrauliches) in die Vorlage unten ein. Lassen Sie Füllwörter, Satzlängen, Fachbegriffe, Wiederholungen und Verständlichkeit zählen und bewerten.
  1. Tempo einschätzen. Teilen Sie die Wortzahl durch die Minuten. Als grobe Orientierung gilt: Rund 120 bis 150 Wörter pro Minute sind für viele Zuhörende angenehm. Das ist eine Faustregel, kein Gesetz.
  1. Schwächen gezielt üben. Wählen Sie ein bis zwei Punkte, an denen Sie arbeiten: kürzere Sätze, weniger Füllwörter, Pausen nach wichtigen Aussagen, Fachbegriffe erklären.
  1. Fragen durchspielen. Lassen Sie die KI als Publikum auftreten und fünf Fragen stellen, die Sie beantworten. Üben Sie die Antworten laut.
  1. Mit einem Menschen üben. Halten Sie den Vortrag mindestens einmal vor einer Person und bitten Sie um Rückmeldung zu Verständlichkeit, Haltung und Blickkontakt.

Vorlage zum Kopieren

Du bist eine erfahrene Rhetoriktrainerin. Ich habe einen Probevortrag aufgenommen und abschreiben lassen. Werte den Text aus und gib mir konkretes, freundliches Feedback zu Sprache und Verständlichkeit. Beurteile nicht meine Stimme oder Wirkung, die kannst du aus dem Text nicht erkennen.

Anlass und Publikum: [z. B. Elternabend, 25 Personen, keine Fachkenntnisse]
Geplante Dauer: [Minuten], tatsächliche Dauer: [Minuten]
Transkript (ohne Vertrauliches): [Text einfügen]

Aufgabe:
1. Nenne die häufigsten Füllwörter und Wiederholungen mit Anzahl.
2. Nenne die längsten und kompliziertesten Sätze und schlage kürzere Fassungen vor.
3. Liste Fachbegriffe auf, die das Publikum vermutlich nicht kennt, und schlage Erklärungen vor.
4. Schätze das Sprechtempo anhand von Wortzahl und Dauer.
5. Stelle fünf Fragen, die das Publikum stellen könnte.
6. Nenne drei Dinge, die gut sind, und zwei, an denen ich üben sollte.
Regeln: Zähle nur, was im Text steht. Erfinde nichts. Weise darauf hin, was du aus Text nicht beurteilen kannst.

Je mehr Sie über Publikum und Anlass angeben, desto besser passt das Feedback. Die Zahlen der KI prüfen Sie stichprobenartig im Transkript.

Was die KI sieht und was nicht

Kann die KI aus dem Text beurteilenKann sie nicht beurteilen
Satzlänge, Verständlichkeit, FüllwörterStimme, Betonung, Pausen
Fachbegriffe ohne ErklärungKörpersprache, Blickkontakt
Wiederholungen, AufbauWirkung auf das Publikum
Ungefähres Tempo (Wörter pro Minute)Tatsächlicher Redefluss, Nervosität

Worauf Sie achten müssen

  • Datenschutz: Aufnahmen und Transkripte können Vertrauliches enthalten. Verwenden Sie nur freigegebene Werkzeuge oder üben Sie mit unkritischen Beispielen.
  • Nicht alles glauben: Die KI zählt nicht immer genau und kann Füllwörter falsch erkennen. Prüfen Sie Stichproben.
  • Eigener Stil bleibt: Streichen Sie nicht alles Persönliche. Ein Vortrag darf nach Ihnen klingen.
  • Fehler der Spracherkennung: Falsch erkannte Wörter im Transkript führen zu falschen Rückmeldungen. Lesen Sie das Transkript durch. Siehe Namen und Fachwörter korrigieren.
  • Nervosität ist normal: Die KI bewertet nur Sprache. Mit Atmen, Pausen und Üben können Sie Nervosität begegnen.
  • Mehrfach üben: Ein Durchgang reicht nicht. Wiederholen Sie die Aufnahme nach den Verbesserungen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Imhasly, 56, Leiterin eines Pflegeheims im Oberwallis, stellt am Angehörigenabend das neue Betreuungskonzept vor. Vorher: Sie ist unsicher, ob sie zu fachlich spricht, und niemand im Team hat Zeit zum Zuhören.

Sie nimmt den Probevortrag auf, lässt ihn transkribieren und von der KI prüfen. Die Auswertung zeigt: Sätze mit durchschnittlich 28 Wörtern, mehrere Fachbegriffe ohne Erklärung, 14-mal «sozusagen». Nachher: Sie kürzt Sätze, erklärt drei Begriffe, und ihre Tochter hört sich die zweite Fassung an. Am Abend spricht sie ruhiger, und die Angehörigen stellen offene Fragen.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie lernen möchten, KI für Vorbereitung und Üben im Berufsalltag zu nutzen, bietet Alpasana die Kurse KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben an. Beschrieben sind Bürokommunikation mit E-Mails, Meetings und Präsentationen sowie Podcast- und Voiceover-Vorbereitung, jeweils mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss.

Ein persönliches Rhetoriktraining ist nicht beschrieben. Rückmeldungen von Menschen bleiben unverzichtbar.

Häufige Fragen

Kann die KI meine Stimme beurteilen?

Aus dem Text nicht. Manche Werkzeuge analysieren Tempo und Pausen aus der Aufnahme. Prüfen Sie Datenschutz und Nutzen. Für Stimme und Wirkung fragen Sie besser eine Person.

Wie oft sollte ich üben?

Mehrmals, am besten an verschiedenen Tagen. Laut zu üben ist wichtiger als nur still zu lesen. Planen Sie mindestens zwei komplette Durchgänge ein.

Was tun gegen Lampenfieber?

KI kann es nicht nehmen, aber gute Vorbereitung hilft: Gliederung klar, Notizen in Stichworten, Anfang auswendig, Einstieg üben. Siehe Sprechernotizen mit KI erstellen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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