Schule & Unterricht · KI-Weiterbildung für Unternehmen
KI-Kompetenzen über die Schuljahre hinweg abstimmen
Kurz gesagt
Stimmen Sie KI-Kompetenzen jahrgangsübergreifend mit einem Raster ab, das pro Stufe festhält, was Lernende verstehen, anwenden, prüfen und verantworten sollen. So baut jedes Schuljahr auf dem vorigen auf. Der Lehrplanbezug wird aus dem Lehrplan des Kantons gewählt, KI hilft nur beim Entwurf des Rasters.
Das Problem
An Frau Kellers Schule thematisieren mehrere Lehrpersonen KI in verschiedenen Klassen. Die Siebtklässler berichten, in der 5. Klasse hätten sie schon «was ist KI» gehabt, in der 6. wieder, und nun wieder. Die Lehrpersonen der 8. Klasse wiederum wissen nicht, was ihre Lernenden schon können, und beginnen bei den Grundlagen.
Ohne Abstimmung entstehen Wiederholungen und Lücken. Manche Themen werden mehrfach behandelt, andere gar nicht, etwa die Prüfung von KI-Ergebnissen oder Fragen von Datenschutz und Fairness. Lernende verlieren Zeit und Motivation. Ein Kompetenzaufbau über mehrere Schuljahre verhindert das.
Das Prinzip heisst Lernprogression oder Spiralcurriculum: Themen kehren in jedem Jahr wieder, aber auf höherer Stufe und mit mehr Tiefe. Dafür braucht es ein gemeinsames Raster, das die Jahrgangsteams abstimmen. Der Stand ist Oktober 2026; der Lehrplan 21 wird in den Kantonen unterschiedlich umgesetzt, und das Modul Medien und Informatik hat in der Stundentafel verschiedene Gewichtung.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie Ausgangslage und Ziel. Was wird heute zu KI unterrichtet, in welchen Fächern und Jahrgängen? Fragen Sie die Teams kurz ab. Ziel ist ein Raster, das alle Jahrgänge abdeckt.
- Wählen Sie Kompetenzdimensionen. Hilfreich sind vier Fragen: Verstehen (Was ist KI, wie funktioniert sie grob?), Anwenden (Wie nutze ich sie sinnvoll?), Prüfen (Wie beurteile ich Ergebnisse?), Verantworten (Welche Folgen und Regeln gibt es?).
- Verbinden Sie mit dem Lehrplan. Ordnen Sie die Dimensionen dem Lehrplan Ihres Kantons zu, besonders dem Modul Medien und Informatik und den überfachlichen Kompetenzen. Siehe Lehrplan-21-Kompetenzen und KI zuordnen. Wählen Sie die Bezüge selbst und lassen Sie keine Codes von der KI erzeugen.
- Erstellen Sie ein Raster pro Stufe. Beschreiben Sie je Zyklus oder Jahrgang in einem Satz, was Lernende können sollen. Die Tabelle unten zeigt ein Beispiel für eine Dimension.
- Lassen Sie die KI einen Entwurf vorbereiten. Mit der Vorlage unten erhalten Sie einen Rasterentwurf. Besprechen Sie ihn in den Jahrgangsteams und passen Sie ihn an die Realität an.
- Klären Sie Übergänge. Legen Sie fest, was am Ende der Primarstufe bekannt sein soll und was die Sekundarstufe voraussetzen darf. Planen Sie dafür einen Austausch zwischen den Stufen.
- Verankern Sie das Raster in der Jahresplanung. Jedes Team trägt ein, wo und wann die Kompetenzen geübt werden. Ein Blick auf Medien und Informatik: KI in der Jahresplanung hilft.
- Überprüfen Sie jährlich. Nach einem Jahr zeigt sich, was funktioniert. Passen Sie das Raster an, auch weil sich KI-Werkzeuge ändern.
Beispielraster für die Dimension «Prüfen»
| Stufe | Beispielziel | Typische Aktivität |
|---|---|---|
| Zyklus 1 | Merken, dass nicht alles stimmen muss, was ein Computer sagt | Gemeinsam eine falsche Antwort entdecken |
| Zyklus 2 | Eine Aussage mit einer zweiten Quelle vergleichen | Antwort mit Sachbuch abgleichen |
| Zyklus 3 | Fehler, Verzerrungen und fehlende Belege erkennen und begründen | Texte auf Fehler prüfen, Prüfkriterien anwenden |
Vorlage zum Kopieren
Ein Prompt ist ein schriftlicher Auftrag an die KI. Diese Vorlage enthält keine Angaben zu Lernenden. Den Lehrplanbezug ergänzen Sie selbst.
Entwirf ein Raster zum Aufbau von KI-Kompetenzen über die Schuljahre an
einer Schule in der Schweiz (Kindergarten bis Ende Sekundarstufe I).
Dimensionen: Verstehen, Anwenden, Prüfen, Verantworten.
Beschreibe pro Dimension und pro Zyklus (Zyklus 1, 2, 3) in je einem
Satz ein erreichbares Lernziel in einfachen Worten, gib ein Beispiel
für eine Unterrichtsaktivität an und kennzeichne, welche Aktivitäten
ohne Bildschirm möglich sind.
Erfinde keine Lehrplancodes und keine kantonalen Vorgaben, sondern
schreibe «Lehrplanbezug im kantonalen Lehrplan prüfen». Weise darauf
hin, dass Alter und Nutzungsbedingungen von Werkzeugen zu klären sind.Besprechen Sie den Entwurf mit den Jahrgangsteams. Streichen Sie Ziele, die nicht zu Ihrer Stundentafel und Ihrem Kanton passen.
Worauf Sie achten müssen
- Lehrplanbezug nicht automatisieren. Kompetenzcodes aus der KI sind oft ungenau oder erfunden. Wählen Sie die Bezüge aus dem Lehrplan Ihres Kantons. Die Grundlagen finden Sie über lehrplan21.ch.
- Kantone unterscheiden sich. Gewichtung, Stundentafel und Umsetzung des Moduls Medien und Informatik sind verschieden. Verlassen Sie sich auf die Vorgaben Ihres Kantons.
- Alter und Werkzeuge. Viele KI-Dienste haben Altersgrenzen. Nicht jede Stufe soll mit KI-Werkzeugen arbeiten; vieles lässt sich ohne Bildschirm erarbeiten, wie in KI in der Primarschule ohne Bildschirm.
- Datenschutz. Auch bei der Planung gilt: keine Daten von Lernenden in öffentliche KI-Dienste. Orientierung bietet das Educa-Dossier zum schulischen Datenschutz.
- Nicht überfrachten. KI ist ein Thema unter vielen. Das Raster soll in bestehende Fächer passen, nicht zusätzliche Stunden verlangen.
- Bildungsgerechtigkeit. Setzen Sie nicht voraus, dass Kinder zu Hause KI nutzen. Aufbau und Übung gehören in die Schule.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel aus einer Schule im Kanton Luzern mit Primar- und Sekundarstufe: Frau Keller leitet eine kleine Arbeitsgruppe, die klären soll, wer wann was zu KI unterrichtet. Eine Umfrage im Kollegium ergibt: In der 5. und 6. Klasse wird je ein Einführungsmodul angeboten, in der Sekundarstufe beginnt man meist von vorn.
Vorher erleben Lernende dreimal dieselbe Einführung, und die Prüfung von KI-Ergebnissen wird kaum geübt. Mit dem Raster legt die Gruppe fest: In der Primarstufe liegt der Schwerpunkt auf Verstehen und einfachem Prüfen, in der 7. Klasse auf Anwenden und Prüfen mit Quellen, in der 8. und 9. Klasse auf Verantworten und Fairness. Die Lehrplanbezüge ergänzt das Team aus dem kantonalen Lehrplan.
Nachher beginnen die Lehrpersonen der 7. Klasse mit einer kurzen Standortbestimmung statt mit der Einführung. Die Abstimmung zwischen Primar- und Sekundarstufe findet einmal pro Jahr statt. Das Team pflegt das Raster in der Ablage der Schule.
So hilft Ihnen Alpasana
Für Lehrpersonen, die selbst strukturiert in KI einsteigen oder sich vertiefen möchten, bietet absofort die KI-Weiterbildung für Unternehmen. Sie ist online, reicht von Grundlagen bis zum Executive-Diplomlehrgang und behandelt unter anderem Datenschutz, den Umgang mit Unternehmensdaten und die Prüfung von KI-Ergebnissen. Es gibt verifizierbare Abschlüsse, und für Teambuchungen besteht eine Kontaktmöglichkeit.
Das Angebot ist für Unternehmen beschrieben und nicht auf Lehrplan und Unterricht zugeschnitten. Für Schulen entscheiden Kanton, Schulträger und Schulleitung, welche Weiterbildung anerkannt und finanziert wird. Der Kompetenzaufbau für Lernende bleibt Aufgabe des Unterrichts.
Häufige Fragen
Brauchen wir ein eigenes Fach «KI»?
In vielen Kantonen ist das nicht vorgesehen. KI lässt sich im Modul Medien und Informatik und in Fächern wie Deutsch oder Mathematik behandeln. Klären Sie die Vorgaben Ihres Kantons.
Wie detailliert soll das Raster sein?
So einfach wie möglich: Ein Satz pro Dimension und Zyklus genügt zu Beginn. Details ergänzen die Teams in der Planung.
Was, wenn Lehrpersonen unterschiedlich viel Erfahrung haben?
Ein gemeinsames Raster hilft, ersetzt aber nicht die Weiterbildung. Ein Blick in Lernbedarf im Kollegium erheben zeigt, wie Sie den Stand klären.
Wie vermeiden wir Wiederholungen bei Schulwechseln?
Mit einer kurzen Standortbestimmung zu Beginn und einem Austausch zwischen abgebender und aufnehmender Stufe. Neu zugezogene Kinder haben vielleicht andere Vorerfahrungen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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