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Schule & Unterricht · Prompt Engineering

Beste KI für Lehrer: So wählen Sie passend aus

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Die beste KI für Lehrer ist das Werkzeug, das zu Ihrer Aufgabe passt und das Ihre Schule datenschutzrechtlich zulässt. Entscheiden Sie anhand von Kriterien wie Datenhaltung, Kosten, Sprachqualität und Bedienbarkeit, und testen Sie mit eigenen, nicht personenbezogenen Aufgaben.

Das Problem

Frau Keller unterrichtet an einer Sekundarschule und hört im Lehrerzimmer fünf verschiedene Empfehlungen. Eine Kollegin schwört auf den einen Chatbot, ein Kollege auf einen anderen, und im Internet finden sich Ranglisten mit der angeblich besten KI für Lehrer. Sie möchte nicht raten, sondern begründet entscheiden.

Eine einzige beste KI gibt es nicht. Die Werkzeuge verändern sich laufend, und was für das Planen von Unterrichtsreihen taugt, muss für das Formulieren von Elternbriefen nicht ebenso gut sein. Zudem hängt die Eignung von Ihrer Schule ab: Welche Werkzeuge ein Kanton oder eine Schulgemeinde erlaubt, ist nicht überall gleich geregelt.

Deshalb lohnt sich eine kleine Entscheidungshilfe. Mit sieben Kriterien und einem kurzen Test mit eigenen Aufgaben wählen Sie ein Werkzeug, das zu Ihrem Alltag passt, und können Ihre Wahl gegenüber Schulleitung und Eltern erklären.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Den Zweck festlegen. Notieren Sie in einem Satz, wofür Sie KI brauchen, zum Beispiel «Arbeitsblätter differenzieren» oder «Rückmeldungen zu Texten vorformulieren». Ohne klaren Zweck lässt sich kein Werkzeug sinnvoll vergleichen.
  1. Die Vorgaben Ihrer Schule klären. Fragen Sie Schulleitung oder zuständige Fachstelle, ob es eine Liste zugelassener Werkzeuge gibt. Für öffentliche Schulen gelten kantonale Datenschutzvorgaben; ein privat angelegtes Konto kann trotzdem unzulässig sein, wenn Sie Daten von Lernenden verwenden.
  1. Die Datenschutzerklärung lesen. Achten Sie auf drei Punkte: Wo werden Eingaben gespeichert, werden sie zum Training der Modelle verwendet, und lassen sich Chats löschen? Wenn Sie die Antworten nicht finden, ist das bereits ein Befund.
  1. Eine Testaufgabe vorbereiten. Wählen Sie eine echte Aufgabe aus Ihrem Alltag, die keine Personendaten enthält, etwa eine Lektionsplanung zu einem Thema aus dem Lehrplan 21. Geben Sie jedem Werkzeug denselben Auftrag.
  1. Die Ergebnisse nach Kriterien bewerten. Prüfen Sie fachliche Richtigkeit, Sprachqualität (Schweizer Schreibweise ohne Eszett), Altersangemessenheit und ob das Ergebnis ohne grossen Umbau verwendbar ist. Streichen Sie, was Sie nachbessern mussten.
  1. Kosten und Konten prüfen. Klären Sie, was die kostenlose Variante kann, ab wann ein Abonnement nötig wird und wer es bezahlt. Bei mehreren Lehrpersonen ist ein gemeinsamer, von der Schule verwalteter Zugang oft sauberer als viele Privatkonten.
  1. Entscheid dokumentieren. Halten Sie auf einer halben Seite fest, was Sie getestet haben und warum Sie sich entschieden haben. Das hilft bei Rückfragen und beim späteren Neubewerten.
Ablaufgrafik in 7 Schritten: 1. Den Zweck festlegen; 2. Die Vorgaben Ihrer Schule klären; 3. Die Datenschutzerklärung lesen; 4. Eine Testaufgabe vorbereiten; 5. Die Ergebnisse nach Kriterien bewerten; 6. Kosten und Konten prüfen; 7. Entscheid dokumentieren.
Der Weg im Überblick: Beste KI für Lehrer: So wählen Sie passend aus
KriteriumLeitfrageWarum es zählt
DatenhaltungWo und wie lange werden Eingaben gespeichert?Schülerdaten dürfen nicht in öffentliche Dienste
KostenWas ist gratis, was kostet es dauerhaft?Abhängigkeit und Folgekosten vermeiden
SprachqualitätStimmen Deutsch und Schweizer Schreibweise?Weniger Korrekturaufwand
QuellenhinweiseZeigt das Werkzeug, woher Aussagen stammen?Fehler sind leichter prüfbar
BedienbarkeitKommen Sie ohne Einführung zurecht?Alltagstauglichkeit im Kollegium
AltersregelnAb welchem Alter dürfen Konten genutzt werden?Relevant, wenn Lernende selbst arbeiten
TransparenzSind Anbieter, Preise und Bedingungen klar?Verlässliche Planung

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Auftrag testen Sie jedes Werkzeug gleich. Öffnen Sie dafür ein neues Gespräch und verwenden Sie nur Material ohne Personendaten.

Sie unterstützen mich als Lehrperson an einer Schule in der Schweiz.
Aufgabe: Plane eine Doppellektion (90 Minuten) zum Thema [Thema] für [Klasse/Stufe].
Grundlage: Kompetenzen aus dem Lehrplan 21, Fachbereich [Fachbereich].
Gib aus: 1. Lernziele (beobachtbar), 2. Ablauf in Phasen mit Zeitangaben,
3. zwei Aufgaben in je zwei Schwierigkeitsstufen, 4. Hinweise, wo ich deine Angaben prüfen muss.
Schreibe in Schweizer Rechtschreibung (ohne Eszett) und kennzeichne Unsicheres ausdrücklich.

Passen Sie Thema, Stufe und Fachbereich an und lassen Sie jedes Werkzeug exakt denselben Text bearbeiten, damit der Vergleich fair bleibt.

Worauf Sie achten müssen

  • Geben Sie keine Namen, Noten, Beobachtungen oder Fotos von Lernenden in öffentlich zugängliche KI-Dienste ein. Auch Elterndaten gehören nicht hinein.
  • KI-Antworten können falsch oder erfunden sein (sogenannte Halluzinationen). Prüfen Sie Fakten, Jahreszahlen und Lehrplanbezüge selbst.
  • Werbeversprechen und Ranglisten sind keine Prüfung. Achten Sie darauf, ob eine Vergleichsseite vom Anbieter oder von unabhängiger Stelle stammt.
  • Eine kostenlose Nutzung kann bedeuten, dass Eingaben für Entwicklungszwecke genutzt werden. Lesen Sie die aktuellen Bedingungen und klären Sie rechtliche Fragen im Einzelfall mit der zuständigen Stelle Ihrer Schule.
  • Pädagogisch bleibt die Verantwortung bei Ihnen: KI kann Entwürfe liefern, aber nicht Beziehung, Beurteilung oder Verantwortung für die Lernenden übernehmen.

Orientierung zu Datenschutz in Schulen bieten die Fachagentur educa.ch und die Konferenz der Datenschutzbeauftragten privatim. Rechtsgrundlage auf Bundesebene ist das revidierte Datenschutzgesetz; für öffentliche Schulen sind meist die kantonalen Gesetze massgeblich.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Im Schulhaus einer Gemeinde im Kanton Aargau wollen drei Lehrpersonen eine KI einführen. Ursprünglich stehen zwei Favoriten fest, weil sie «alle nutzen». Frau Keller schlägt vor, nach Kriterien zu prüfen.

Das Team vergleicht beide Werkzeuge mit derselben Testaufgabe und liest die Datenschutzerklärungen. Es zeigt sich, dass eines der Werkzeuge Eingaben standardmässig zum Training nutzt, solange man dies nicht abschaltet, und dass die Schulleitung für das andere bereits eine Regelung hat. Das Team nimmt das Werkzeug mit der klareren Regelung, hält die Einstellungen schriftlich fest und prüft nach einem Semester erneut.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie mehrere KI-Werkzeuge fair vergleichen möchten, hilft der Kurs Prompt Engineering von absofort, einen einheitlichen Auftrag zu formulieren und Antworten systematisch zu prüfen. Welche Dienste Lehrpersonen einsetzen dürfen, legt Ihre Schule fest.

Häufige Fragen

Soll ich das Werkzeug nehmen, das die meisten Kolleginnen und Kollegen nutzen?

Verbreitung ist ein Argument für gegenseitige Hilfe, aber keines für Datenschutz oder Eignung. Prüfen Sie die Kriterien und klären Sie, ob Ihre Schule das Werkzeug zulässt.

Reicht die kostenlose Version aus?

Für erste Versuche oft ja, für den dauerhaften Einsatz mit einem Kollegium eher nicht. Beachten Sie Nutzungsgrenzen, Funktionsumfang und die Frage, wie mit Ihren Eingaben umgegangen wird.

Wie oft sollte ich meine Wahl überprüfen?

Mindestens einmal pro Schuljahr, bei grösseren Änderungen der Bedingungen früher. Wiederholen Sie dann denselben Test mit derselben Aufgabe.

Weitere Hilfen finden Sie in der Übersicht über KI-Werkzeuge für Lehrpersonen, im Vergleich von KI-Programmen für Lehrer und in den Hinweisen zur Beschaffung von KI-Werkzeugen an Schulen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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