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Gute KI für die Schule: Kriterien zur Auswahl
Kurz gesagt
Eine gute KI für die Schule erfüllt einen klaren pädagogischen Zweck, ist für das Alter der Lernenden geeignet und geht transparent mit Daten um. Prüfen Sie diese fünf Punkte vor jeder Empfehlung: Zweck, Alter, Datenschutz, Fehlerkontrolle und Aufwand für das Kollegium.
Das Problem
Frau Keller wurde von der Schulleitung gebeten, dem Kollegium ein KI-Werkzeug zu empfehlen. Sie weiss, dass es nicht reicht, einfach das bekannteste zu nennen. Eine falsche Empfehlung kann Datenschutzprobleme schaffen, Eltern verunsichern oder im Unterricht schlicht nichts bringen.
Die Frage «Was ist die beste KI für die Schule?» führt deshalb in die Irre. Besser ist die Frage: «Wann ist ein Werkzeug für diesen Zweck, diese Altersgruppe und diese Schule geeignet?» Darauf lässt sich mit einer klaren Prüfreihenfolge antworten.
Eine gute Empfehlung besteht aus Kriterien, die Sie offenlegen. Dann können Kollegium, Schulleitung und Eltern nachvollziehen, warum ein Werkzeug gewählt oder abgelehnt wurde, und die Entscheidung bei Änderungen erneut prüfen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Den pädagogischen Zweck benennen. Formulieren Sie, welches Lernziel oder welche Entlastung erreicht werden soll, zum Beispiel «Lernende üben Argumentieren» oder «Lehrpersonen planen schneller». Ein Werkzeug ohne klaren Zweck ist eine Spielerei.
- Die Zielgruppe festlegen. Unterscheiden Sie, ob nur Lehrpersonen das Werkzeug nutzen oder auch Lernende. Sobald Kinder Konten anlegen, gelten strengere Anforderungen an Alter, Einwilligung und Datenschutz.
- Das Alter prüfen. Lesen Sie in den Nutzungsbedingungen die Mindestaltersgrenze und die Regeln zur Zustimmung der Eltern. Prüfen Sie ausserdem, ob die Inhalte altersgerecht sind.
- Den Datenfluss nachzeichnen. Skizzieren Sie, welche Daten wohin gelangen: Eingaben, Konten, Verläufe, Dateien. Klären Sie, ob Eingaben zum Training verwendet werden und wie sich Daten löschen lassen.
- Die Fehlerkontrolle sicherstellen. Legen Sie fest, wer Ergebnisse prüft, bevor sie im Unterricht verwendet werden. Ein geeignetes Werkzeug lässt Korrekturen zu und zeigt Unsicherheit oder Quellen an.
- Den Aufwand für das Kollegium abschätzen. Fragen Sie, ob das Werkzeug ohne lange Schulung bedienbar ist und wer bei Problemen hilft. Ein Werkzeug, das niemand versteht, bleibt ungenutzt.
- Eine befristete Erprobung vereinbaren. Starten Sie mit einer kleinen Gruppe und einem festen Zeitraum, etwa einem Semester. Halten Sie vorab fest, woran Sie Erfolg und Abbruch erkennen.
- Entscheid und Regeln schriftlich festhalten. Notieren Sie erlaubte Einsatzzwecke, verbotene Eingaben und Ansprechpersonen. Das ist die Grundlage für Gespräche mit Eltern.

| Prüffeld | Frage | Ampelhinweis |
|---|---|---|
| Zweck | Dient es einem klaren Lernziel oder einer Entlastung? | Rot, wenn nur «es ist neu» |
| Alter | Sind Bedingungen und Inhalte für die Stufe geeignet? | Rot, wenn Kinder unter der Grenze Konten brauchen |
| Datenschutz | Ist klar, was mit Eingaben geschieht? | Rot, wenn die Antwort fehlt |
| Kontrolle | Können Ergebnisse geprüft und korrigiert werden? | Gelb, wenn keine Quellen angegeben sind |
| Aufwand | Ist die Einführung realistisch? | Gelb, wenn Schulung fehlt |
Vorlage zum Kopieren
Mit diesem Prompt lassen Sie Ihre eigene Empfehlung auf Lücken prüfen. Setzen Sie nur Ihre Notizen ein, keine Daten von Lernenden.
Ich bin Lehrperson an einer Schule in der Schweiz und bereite eine Empfehlung für ein KI-Werkzeug vor.
Hier meine Notizen zu Zweck, Zielgruppe, Alter, Datenschutz und Aufwand: [Notizen].
Prüfe die Notizen auf Lücken und Widersprüche.
Gib mir eine Liste mit offenen Fragen, die ich bei Anbieter, Schulleitung oder Datenschutzstelle klären muss.
Beurteile das Werkzeug nicht selbst und erfinde keine Angaben zu Produkten.Passen Sie die Notizen an Ihr Vorhaben an. Die Antworten auf die offenen Fragen holen Sie bei den zuständigen Stellen ein.
Worauf Sie achten müssen
- Nennen Sie in Empfehlungen keine Eignung, die Sie nicht geprüft haben. Formulieren Sie vorsichtig: «Für Lehrpersonen zur Planung geeignet, für Lernende noch nicht geprüft».
- Verlangen Sie keine privaten Konten bei Anbietern ohne Freigabe und gleichwertige Alternative. Klären Sie Zuständigkeit und Rechtslage mit der Schule oder der zuständigen kantonalen Stelle.
- Auch ein geeignetes Werkzeug liefert gelegentlich Falsches. Pädagogisch wichtig bleibt, dass Lernende prüfen lernen und eigene Gedanken entwickeln.
- Bildungsgerechtigkeit: Nicht alle Kinder haben zu Hause gleichen Zugang. Verlangen Sie keine Hausaufgaben, die ein bestimmtes Werkzeug voraussetzen.
- Zuständigkeit und Zulässigkeit unterscheiden sich je nach Kanton. Klären Sie Einzelfragen mit der Schulleitung und der Datenschutzstelle.
Orientierung bieten educa.ch, die Konferenz privatim und der Lehrplan 21 mit dem Modul Medien und Informatik.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein erfundenes Beispiel: Die Schulleiterin einer Primarschule in Winterthur bittet das Team um eine Empfehlung. Zuerst steht die Idee im Raum, den Lernenden der 5. Klasse einen Chatbot für Hausaufgaben zu geben.
Frau Keller geht die Tabelle durch: Für Kinder dieses Alters fehlt eine klare Regelung zu Konto und Einwilligung, und der Zweck bleibt unscharf. Das Team entscheidet, dass Lehrpersonen KI zunächst für Planung und Materialvarianten nutzen. Für die Lernenden wird in Medien und Informatik eine angeleitete Vorführung ohne eigene Konten geplant. Nach einem Semester wird erneut entschieden.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Ihr Kollegium nach gemeinsamen Kriterien für den KI-Einsatz sucht, vermittelt die KI-Weiterbildung von absofort für Unternehmen Grundlagen zu KI in Kommunikation, Analyse und Textarbeit sowie zum Datenschutz. Ob die Inhalte zum Schulteam passen, klären Sie anhand des Angebots; schulische Entscheide bleiben bei Ihrer Schule.
Häufige Fragen
Muss die Schulleitung jede KI zulassen?
Das regeln Schulen und Kantone unterschiedlich. Fragen Sie nach, ob es eine Regelung gibt, bevor Sie ein Werkzeug im Unterricht oder mit Schuldaten einsetzen.
Genügt es, wenn ein Anbieter «datenschutzkonform» schreibt?
Nein. Die Bezeichnung ist keine Prüfung. Sie sollten Datenfluss, Standort, Verwendung der Eingaben und Löschmöglichkeiten selbst nachvollziehen oder durch die zuständige Stelle bestätigen lassen.
Ab welchem Alter dürfen Kinder KI-Werkzeuge nutzen?
Das legen die Nutzungsbedingungen der Anbieter und die Vorgaben der Schule fest. Viele Anbieter setzen Altersgrenzen und verlangen unter einem bestimmten Alter die Zustimmung der Eltern. Sehen Sie in den aktuellen Bedingungen nach.
Vertiefen können Sie das mit den Auswahlkriterien für Lehrpersonen, den Hinweisen zur Beschaffung und der Klärung der Verantwortlichkeiten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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