Schule & Unterricht · Prompt Engineering
KI-Tools für Lehrer: Überblick und Auswahl
Kurz gesagt
KI-Tools für Lehrer lassen sich in wenige Arten einteilen: Chatbots, Bildungsplattformen, Bild- und Folienwerkzeuge, Übersetzung und Spracherkennung, Recherchehilfen sowie KI-Funktionen in Büroprogrammen. Wählen Sie zuerst Ihre Aufgabe, dann die passende Art, und klären Sie vor dem Ausprobieren, welche Daten Sie eingeben dürfen.
Das Problem
Wer nach KI-Tools für Lehrer sucht, findet eine unübersichtliche Mischung: grosse Chatbots, kleine Apps mit Namen wie «Lehrer-Assistent», Plattformen für Schulen, Zusatzfunktionen in Textprogrammen. Frau Keller fragt sich, wo sie anfangen soll und was davon überhaupt für eine Schule in der Schweiz gedacht ist.
Das Durcheinander hat einen Grund: Der Begriff «KI» bezeichnet sehr verschiedene Dinge. Ein Chatbot, der Texte schreibt, funktioniert anders als ein Programm, das gesprochene Sprache in Text umwandelt, und stellt andere Datenschutzfragen.
Dieser Überblick ordnet die Werkzeuge nach ihrer Art und Aufgabe. Er nennt bewusst keine Rangliste, weil sich Angebote rasch ändern. Er hilft Ihnen, ein einzelnes Werkzeug einzuordnen, bevor Sie es ausprobieren.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Ihre Aufgaben auflisten. Schreiben Sie fünf bis zehn Tätigkeiten auf, die Sie viel Zeit kosten: Unterrichtsplanung, Arbeitsblätter, Elternbriefe, Rückmeldungen, Material für verschiedene Niveaus. Nicht jede Tätigkeit braucht KI.
- Die passende Werkzeugart bestimmen. Ordnen Sie jede Aufgabe einer Art zu (siehe Tabelle unten). Für Texte und Ideen eignet sich ein Chatbot, für Fremdsprachliches ein Übersetzungswerkzeug, für Gestaltung ein Bildwerkzeug.
- Zuerst die Schulvorgaben klären. Prüfen Sie, ob Ihr Kanton, Ihre Gemeinde oder Ihre Schulleitung Werkzeuge vorgibt oder ausschliesst. Fragen Sie nach, bevor Sie ein Konto mit Schuldaten verbinden.
- Mit unkritischen Inhalten beginnen. Starten Sie mit Aufgaben ohne Personendaten, etwa einer Lektionsidee oder einer Erklärung für ein Thema. Verwenden Sie Beispiele, die Sie selbst erfunden haben.
- Zwei bis drei Werkzeuge im Alltag testen. Geben Sie denselben Auftrag in zwei Werkzeuge der gleichen Art und vergleichen Sie Qualität und Aufwand. Mehr braucht es für einen ersten Eindruck nicht.
- Ergebnisse immer fachlich prüfen. Kontrollieren Sie Fakten, Aufgabenlösungen und Lehrplanbezüge. Übernehmen Sie nichts ungeprüft in den Unterricht.
- Erfahrungen im Team festhalten. Notieren Sie, was gut funktionierte, was nicht und welche Einstellungen Sie gewählt haben. So muss nicht jede Lehrperson bei null beginnen.

| Werkzeugart | Wofür gedacht | Typische Grenze |
|---|---|---|
| Allgemeine Chatbots | Ideen, Texte, Erklärungen, Planungsentwürfe | Können Falsches behaupten; Datenschutz prüfen |
| Bildungsplattformen mit KI | Material und Feedback in einer Umgebung für Schulen | Funktionsumfang und Preis sehr unterschiedlich |
| Bild- und Foliengeneratoren | Illustrationen, Präsentationen | Urheberrecht und Bildqualität prüfen |
| Übersetzung und Spracherkennung | Elternmitteilungen, Wortschatz, Sprache zu Text | Fachbegriffe, Namen und Vertraulichkeit |
| Recherchehilfen mit Quellen | Überblick verschaffen, Quellen finden | Quellen selbst öffnen und lesen |
| KI in Büroprogrammen | Zusammenfassen, Umformulieren im gewohnten Programm | Lizenz- und Datenschutzbedingungen der Schule |
Vorlage zum Kopieren
Mit diesem Auftrag lässt Sie ein Chatbot Ihre Aufgaben ordnen. Beschreiben Sie nur Tätigkeiten, keine Personen.
Ich bin Lehrperson an der [Stufe] in der Schweiz und möchte KI gezielt einsetzen.
Hier sind meine zeitaufwendigsten Aufgaben: [Aufgabe 1], [Aufgabe 2], [Aufgabe 3].
Ordne jede Aufgabe einer Werkzeugart zu (Chatbot, Bildungsplattform, Bild- oder Folienwerkzeug,
Übersetzung/Spracherkennung, Recherchehilfe, KI im Büroprogramm).
Gib je Aufgabe an: Nutzen (hoch/mittel/gering), Hauptrisiko und worauf ich vor dem Einsatz achten muss.
Nenne keine konkreten Produkte und erfinde keine Funktionen.Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre eigenen Aufgaben; je konkreter, desto brauchbarer die Einordnung.
Worauf Sie achten müssen
- Personenbezogene Daten von Lernenden und Eltern gehören nicht in öffentliche KI-Dienste. Das gilt auch für Texte, in denen sich Kinder erkennen lassen.
- Viele Apps mit Bezeichnungen wie «KI-Lehrer» sind nicht für Schweizer Schulen gebaut. Prüfen Sie Anbieter, Impressum, Standort und Datenschutzerklärung.
- Hersteller ändern Funktionen, Preise und Bedingungen. Was heute kostenlos ist, kann es morgen nicht mehr sein.
- Pädagogische Grenze: Ein Werkzeug ersetzt weder Ihre Beurteilung noch die Beziehung zu den Lernenden. Es kann Entwürfe liefern, mehr nicht.
- Kantone regeln den Einsatz unterschiedlich. Verlassen Sie sich auf die Vorgaben Ihres Kantons und Ihrer Schule und lassen Sie unklare Fälle im Einzelfall klären.
Informationen zu digitalen Angeboten im Bildungswesen finden Sie bei educa.ch. Den Lehrplanbezug prüfen Sie am besten in der Fassung Ihres Kantons.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein erfundenes Beispiel: Eine Lehrerin an einer Primarschule im Thurgau notiert ihre Aufgaben. Am meisten Zeit verbraucht sie für Elternbriefe in einfacher Sprache und für Übungsblätter in zwei Niveaus.
Vorher probierte sie wahllos verschiedene Apps und war frustriert. Nachher ordnet sie die Elternbriefe der Werkzeugart «Chatbot mit Übersetzung» zu und die Übungsblätter einem Chatbot mit klar formuliertem Auftrag. Sie lässt Entwürfe von der Schulleitung freigeben, bevor sie sie verwendet, und verzichtet auf Werkzeuge, die ein Konto mit Namen der Kinder verlangen.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie ein KI-Werkzeug im Unterricht gezielt einsetzen möchten, unterstützt ein klarer Prompt dabei, passende und überprüfbare Antworten zu erhalten. Der Prompt-Engineering-Kurs von absofort behandelt Aufgaben, Kontext, Beispiele und das Überarbeiten von Ergebnissen; die Werkzeugfreigabe entscheidet Ihre Schule.
Häufige Fragen
Brauche ich für jede Aufgabe ein eigenes Werkzeug?
Nein. Ein allgemeiner Chatbot deckt viele Textaufgaben ab. Zusätzliche Werkzeuge lohnen sich erst, wenn eine Aufgabe regelmässig anfällt und der Chatbot sie nicht gut löst.
Sind Tools speziell für Lehrpersonen besser als allgemeine?
Nicht automatisch. Sie können Bedienung und Datenschutzvorgaben erleichtern, aber Qualität und Bedingungen unterscheiden sich stark. Prüfen Sie sie mit denselben Kriterien wie jedes andere Werkzeug.
Wo erfahre ich, was meine Schule erlaubt?
Fragen Sie Ihre Schulleitung oder die zuständige Stelle Ihrer Gemeinde oder Ihres Kantons. Bitten Sie um eine schriftliche Auskunft, damit Sie und Ihr Team darauf zurückgreifen können.
Weiterführend sind die Auswahlkriterien für die beste KI für Lehrpersonen, der Vergleich von KI-Programmen für Lehrer und die Beispiel-Prompts für Lehrpersonen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
Weiterlesen in der Galaxie
- Beste KI für Lehrer: So wählen Sie passend ausDie beste KI für Lehrer hängt von Aufgabe und Schulvorgaben ab. Prüfen Sie Datenschutz, Kosten, Sprachqualität und Bedienbarkeit mit eigenen Aufgaben.
- KI-Tools für Schulen auswählen: Pädagogik und Betrieb prüfenKI Tools Schule auswählen: Prüfen Sie Lernnutzen, Alter, Barrierefreiheit und Betrieb mit Kriterien, bevor Sie ein Werkzeug für Ihre Schule beschaffen.
- Welche KI-Tools gibt es? Ein Überblick nach AufgabenartWelche KI Tools gibt es? Ein Überblick nach Aufgabenart statt Rangliste: Text, Recherche, Übersetzen, Bild, Audio, Daten und Lernen, mit Prüfkriterien.
- KI-Tools zum Lernen: Welche Arten helfen bei welchem Lernziel?KI-Tools zum Lernen im Überblick: Chat-Assistenten, Lern-Apps, Übersetzer und Karteikarten-Werkzeuge nach Lernziel und Lernform geordnet, mit Prüffragen.
- KI-Tools für Hausarbeiten: Einsatz klärenKI Tools für Hausarbeiten auswählen: Prüfen Sie mögliche Aufgaben, Risiken und Regeln Ihrer Hochschule, bevor Sie KI für die Arbeit einsetzen.
- KI für Lehrer kostenlos: Chancen und GrenzenKI für Lehrer kostenlos: Erfahren Sie, was Gratis-Versionen leisten und wo Grenzen liegen. Eine Checkliste hilft, Daten zu schützen und Angebote zu prüfen.