KI im Coaching · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching
Was kann ich beeinflussen? Coaching-Übung mit KI vorbereiten
Kurz gesagt
Bei der Einflussbereich-Übung sortiert der Coachee Anliegen in drei Kreise: das, was er selbst beeinflussen kann, wo er Einfluss nehmen kann, und was er nicht beeinflussen kann. Mit KI bereiten Sie erfundene Beispiele und Leitfragen vor, damit die Übung im Coaching schnell verständlich wird.
Das Problem
Ein Klient sagt: «Mein Chef ändert ständig die Prioritäten, die Firma baut Stellen ab, und der Markt ist schwierig. Ich weiss nicht, was ich tun soll.» Alles scheint gleichzeitig wichtig und unveränderlich. Frau Berger spürt, dass der Klient sich ohnmächtig fühlt, obwohl es Dinge gibt, die er gestalten könnte.
Eine bewährte Übung dafür ist die Einflussbereich-Karte. Sie geht auf die Idee zurück, Anliegen nach dem eigenen Einfluss zu ordnen: Was liegt vollständig in meiner Hand? Wo kann ich mitwirken, ohne zu bestimmen? Was kann ich nicht ändern und muss lernen, damit umzugehen? Diese Unterscheidung entlastet, weil Energie auf das gelenkt wird, was sich bewegen lässt.
Die Übung wirkt am besten, wenn sie an einem klaren Beispiel erklärt wird. KI kann Ihnen helfen, solche Beispiele und passende Fragen zu entwerfen, die nichts mit Ihrem Coachee zu tun haben.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie, wofür die Übung dient. Sie hilft, Ohnmacht zu verringern und Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen. Sie ersetzt keine Analyse von Rahmenbedingungen oder Rechten.
- Zeichnen Sie drei Kreise. Innen: «Ich entscheide». Mitte: «Ich kann beeinflussen». Aussen: «Ich kann nicht ändern». Verwenden Sie Papier, ein Whiteboard oder eine Vorlage.
- Lassen Sie die KI erfundene Beispiele liefern. Sie erstellt fünf kurze Alltagssituationen, die Sie dem Coachee zur Demonstration geben, etwa ein Umzug, Stress im Team oder eine unklare Zuständigkeit.
- Zeigen Sie das Sortieren an einem Beispiel. Gehen Sie ein fiktives Beispiel gemeinsam durch. Fragen Sie: «In welchen Kreis gehört dieser Punkt, und warum?»
- Lassen Sie den Coachee sein eigenes Thema sortieren. Er notiert Punkte auf Karten und ordnet sie. Die KI wird dabei nicht gebraucht.
- Fragen Sie nach Handlungsmöglichkeiten. Für jeden Punkt im inneren und mittleren Kreis: «Was wäre ein erster kleiner Schritt?» Für Punkte im äusseren Kreis: «Wie möchten Sie damit umgehen?»
- Vereinbaren Sie einen Schritt. Der Coachee wählt einen Punkt und formuliert konkret, was er bis zur nächsten Sitzung tut. Wie das in einen Plan übergeht, zeigt Wenn-dann-Pläne mit KI.
Vorlage zum Kopieren
Ich bin Coach und bereite eine Übung zum Einflussbereich vor.
Erstelle fünf erfundene Alltagssituationen aus Arbeit und Privatleben (je drei bis vier Sätze,
ohne reale Personen), in denen mehrere Punkte vorkommen, die teils beeinflussbar,
teils nicht beeinflussbar sind.
Sortiere die Punkte jeder Situation in drei Kreise:
«Ich entscheide», «Ich kann beeinflussen», «Ich kann nicht ändern».
Gib zu jedem Kreis eine offene Frage für das Coaching-Gespräch.
Ergänze drei Hinweise, woran man erkennt, dass jemand Punkte falsch einordnet
(z. B. alles als nicht beeinflussbar). Keine Diagnosen, keine Ratschläge.Verwenden Sie erfundene Situationen. Eigene Fälle und Klientendaten gehören nicht in die Eingabe.
Drei Kreise im Überblick
| Kreis | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Ich entscheide | Was liegt allein bei mir? | Wie ich mich vorbereite |
| Ich kann beeinflussen | Wo kann ich mitwirken? | Ein Gespräch mit der Vorgesetzten führen |
| Ich kann nicht ändern | Was liegt ausserhalb meiner Macht? | Marktlage, Entscheidungen anderer |
Worauf Sie achten müssen
- Keine Schuldumkehr. Die Übung darf nicht bedeuten: «Sie sind selbst verantwortlich für Ihre Lage.» Äussere Ursachen, etwa Mobbing oder strukturelle Probleme, sind real. Nehmen Sie das ernst.
- Einschätzungen sind subjektiv. Was jemand als nicht veränderbar sieht, kann sich bei näherem Hinsehen als beeinflussbar zeigen, oder umgekehrt. Fragen Sie nach Gründen.
- Keine Klientendaten in KI-Dienste. Verwenden Sie ausschliesslich erfundene Beispiele.
- Nicht jedes Thema eignet sich. Bei Gewalt, Diskriminierung oder Bedrohung geht es nicht um Einflusskreise, sondern um Schutz. Verweisen Sie an die zuständigen Stellen.
- Coaching ist keine Therapie. Anhaltende Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit oder Gedanken an Selbstverletzung gehören in fachliche Hände. In akuten Krisen erreicht man die Dargebotene Hand unter 143.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein fiktives Beispiel: Ein Coach aus Luzern begleitet eine Pflegefachfrau, die sich über Personalmangel und Schichtpläne ärgert. Sie fühlt sich ausgeliefert.
Zur Vorbereitung lässt er sich von der KI fünf Beispielsituationen erzeugen und wählt eine zu «Stress im Team» aus. In der Sitzung sortieren beide den Beispielfall gemeinsam. Danach ordnet die Klientin ihre eigene Situation: Das Personalbudget liegt im äusseren Kreis. Im mittleren Kreis steht ein Gespräch mit der Stationsleitung über Schichtwünsche. Im inneren Kreis steht, wie sie ihre Pausen gestaltet.
Vorher bestand das Thema aus einem grossen Frust. Nachher gibt es drei kleine Handlungsmöglichkeiten. Sie nimmt sich vor, vor der nächsten Planung ihre Wünsche schriftlich einzureichen. Eine Vertiefung zur Zielarbeit finden Sie in Einflussbereich und Ziele im Coaching.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie Ihre eigene Situation in Ruhe sortieren möchten, bietet my-coach.ch mit Nataliya Fiechter Life Coaching und Mental Coaching an. Veröffentlichte Themen sind unter anderem berufliche Neuorientierung, Stress, Resilienz, Grenzen, Konflikte und Work-Life-Balance. Es gibt Einzeltermine sowie Dreier- und Sechserpakete, online schweizweit oder in Safenwil. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Ob die Einflussbereich-Übung in einem Coaching eingesetzt wird, entscheidet die Coachin je nach Anliegen. Eine bestimmte Methode ist in der Angebotsbeschreibung nicht zugesichert.
Häufige Fragen
Funktioniert die Übung auch allein?
Ja, als Selbstreflexion mit Papier und Stift. Mit einem Coach lassen sich Einschätzungen hinterfragen, allein geht es schneller. Wählen Sie, was zu Ihnen passt.
Was, wenn fast alles im äusseren Kreis landet?
Das ist ein Hinweis, nicht unbedingt ein Fehler. Fragen Sie, welche Punkte wirklich ausserhalb der eigenen Macht liegen und wie Sie mit ihnen umgehen möchten. Manchmal ist das Annehmen der erste Schritt.
Soll ich als Coach die Kreise vorgeben?
Besser nicht. Ihr Coachee sortiert selbst. Sie begleiten mit Fragen und lassen Zuordnungen begründen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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