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Gefragte Berufe · ICT-Fachassessment

Fachkräftemangel in der IT: Bedarf einordnen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

In der IT fehlen vor allem erfahrene Fachleute für bestimmte Rollen wie Datensicherheit, Cloud oder Software-Entwicklung. Für Einsteigende ist der Weg nicht automatisch leicht, weil Betriebe oft Erfahrung verlangen. Ob KI Einstiegsstellen verändert, ist offen. Prüfen Sie Rollen, Region und Ihr Profil.

Das Problem

Sie hören seit Jahren, dass in der IT Fachkräfte fehlen. Sie überlegen, ob sich ein Einstieg lohnt, vielleicht als Quereinsteigerin aus dem Büro, als Berufsmann nach einem Stellenverlust oder als junge Person bei der Berufswahl. Gleichzeitig lesen Sie von Entlassungen in der Tech-Branche und davon, dass KI Programmieraufgaben übernehme. Was stimmt?

Beides kann zutreffen. IT ist kein einheitlicher Beruf, sondern ein Sammelbegriff für sehr verschiedene Rollen: Software-Entwicklung, Systembetrieb, Netzwerk, Datensicherheit, Daten und KI, Cloud, Benutzeroberflächen, Projektleitung, Beratung. Bei manchen Rollen suchen Betriebe seit langem. Bei anderen, besonders auf Einsteigerniveau, ist der Wettbewerb grösser.

Dazu kommt, dass Betriebe oft Personen mit Erfahrung suchen. Wer neu einsteigt, braucht Betriebe, die ausbilden und Zeit geben. Der Mangel an erfahrenen Fachleuten ist also nicht dasselbe wie ein einfacher Zugang für Einsteigende.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

KI kann Ihnen helfen, Rollen zu verstehen und Fragen zu sammeln. Den Bedarf selbst prüfen Sie bei amtlichen Stellen und in der Praxis.

  1. Rollen kennenlernen: Lassen Sie sich mit der Vorlage die wichtigsten IT-Rollen in einfacher Sprache erklären, mit typischen Aufgaben.
  2. Eigene Neigungen prüfen: Mögen Sie eher Technik, Daten, Menschen oder Gestaltung? Notieren Sie, welche Aufgaben Sie anziehen.
  3. Bedarf prüfen: Schauen Sie bei SECO und BFS nach Angaben zu IT-Berufen, und lesen Sie Stellenanzeigen in Ihrer Region. Welche Rollen und Erfahrung werden verlangt?
  4. Wege vergleichen: Berufslehre (zum Beispiel Informatiker/in EFZ, auch für Erwachsene möglich), Weiterbildungen, Fachhochschule, Umschulung. Siehe Informatiker EFZ als Erwachsene.
  5. Grundlagen ausprobieren: Testen Sie mit kostenlosen Lernangeboten oder einem Kurs, ob Ihnen die Arbeit liegt, bevor Sie viel Zeit und Geld investieren.
  6. Mit KI Lernplan entwerfen: Lassen Sie einen Plan für drei Monate vorschlagen und passen Sie ihn an Ihre Zeit an.
  7. Austausch suchen: Sprechen Sie mit Personen, die schon in der Rolle arbeiten, und fragen Sie nach Einstieg, Alltag und Belastung.
Rolle (Beispiele)Einordnung des BedarfsHinweis für Einsteigende
Datensicherheit (Cybersecurity)mögliches Prüffeld; aktuellen Bedarf prüfenGrundlagen und Zertifikate nötig, oft Berufserfahrung gewünscht
Systembetrieb und Cloudmögliches Prüffeld; aktuellen Bedarf prüfenPraktische Erfahrung zählt
Software-EntwicklungBedarf und Wettbewerb regional prüfenEinstieg je nach Betrieb schwieriger
Daten und KIRollen noch im Fluss; Bedarf offenAnforderungen ändern sich schnell
Support und Anwenderbetreuungje nach BetriebEinstieg möglich, Aufgaben können sich durch KI verändern
Projekt und Beratunggefragt bei Verbindung von Technik und FachwissenBranchenerfahrung hilft

Die Einordnung ist eine Einschätzung, keine Prognose. Wie KI Einstiegsstellen verändert, ist offen.

Vorlage zum Kopieren

Ich überlege, in die IT einzusteigen. Mein Hintergrund: [bisheriger Beruf,
Stichworte]. Meine Interessen: [Technik/Daten/Menschen/Gestaltung].
Verfügbare Zeit zum Lernen: [Stunden pro Woche].

Aufgaben:
1. Erkläre mir sechs IT-Rollen in je drei Sätzen (Aufgaben, typischer Alltag,
   welche Vorkenntnisse helfen).
2. Sage, welche Rollen zu meinem Hintergrund passen könnten, und begründe
   knapp. Kennzeichne es als Vermutung.
3. Schlage einen Lernplan für drei Monate vor, um eine Rolle auszuprobieren.
4. Nenne fünf Fragen, die ich einer Person im Beruf stellen sollte.
Nenne keine Löhne, Prozentzahlen oder Stellenzahlen und behaupte nicht,
dass der Einstieg sicher gelingt. Antworte auf Deutsch (Schweiz).

Passen Sie Hintergrund und Zeit an. Verwenden Sie keine personenbezogenen Daten.

Worauf Sie achten müssen

  • Mangel an Erfahrenen, nicht an Einsteigenden: Betriebe suchen oft Personen, die sofort einsetzbar sind. Planen Sie Zeit für Praktika, Projekte oder eine Lehrstelle ein.
  • Versprechen hinterfragen: Werbung für schnelle IT-Umschulungen verspricht manchmal viel. Prüfen Sie Inhalte, Dauer, Abschluss und Referenzen. Siehe Umschulung zur IT-Fachkraft.
  • KI verändert Aufgaben: KI kann Teile von Routine-Programmierung und Support übernehmen. Wahrscheinlich ändern sich Aufgaben stärker als ganze Berufe, wie stark und wie schnell, ist offen.
  • Datenschutz im Lernen: Geben Sie keine Firmendaten oder Quellcode Ihres Arbeitgebers in öffentliche KI-Dienste ein.
  • Eigene Eignung ehrlich prüfen: IT verlangt oft Geduld, logisches Denken und die Bereitschaft, ständig zu lernen.
  • Regionale Unterschiede: Der Bedarf unterscheidet sich nach Region und Branche. Prüfen Sie ihn vor Ort.
  • Belastung: Wenn Unsicherheit oder Druck Sie belasten, sprechen Sie mit einer Vertrauensperson oder Fachstelle. In einer akuten Krise erreichen Sie in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine kaufmännische Angestellte aus Luzern, 39, ist neugierig auf IT. Sie liest, dass Fachleute fehlen, und möchte wissen, ob sie als Quereinsteigerin Chancen hat.

Vorher: Sie hat von einem Bootcamp gehört, das «Jobgarantie» verspricht, und überlegt, dafür ihre Ersparnisse zu verwenden.

Nachher: Sie lässt sich die Rollen erklären und merkt, dass sie Prozesse und Daten mag, aber weniger gern programmiert. Sie lernt drei Monate Grundlagen in Datenanalyse und Tabellenkalkulation und prüft Stellen mit Mischprofil, etwa Business-Analyse oder Anwenderbetreuung in ihrer eigenen Branche. Bei der Laufbahnberatung klärt sie, welche Weiterbildung anerkannt ist. Das Bootcamp lässt sie vorerst aus und spricht stattdessen mit zwei Personen aus der Praxis.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie bei der Fachkräftelage in der IT Ihre eigene Passung zu ICT-Rollen einschätzen möchten, ordnet das ICT-Fachassessment Ihr Profil 45 Rollen und mehreren Kompetenzdimensionen zu. Es zeigt Stärken und Entwicklungsfelder, aber nicht die Lage am Stellenmarkt.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein IT-Einstieg trotz KI?

Das ist offen. Wahrscheinlich bleiben Rollen mit Verantwortung, Sicherheit und Verbindung zu Fachbereichen gefragt. Wie KI Einstiegsaufgaben verändert, lässt sich noch nicht sicher sagen. Siehe Berufe der Zukunft in der IT.

Brauche ich einen Abschluss in Informatik?

Nicht in jedem Fall. Es gibt Wege über Berufslehre, Weiterbildung, Hochschule und Praxis. Für manche Rollen zählen Nachweise und Erfahrung, für andere ein Abschluss. Klären Sie es für Ihre Zielrolle.

Wie finde ich eine Einstiegsstelle?

Über Praktika, Projekte, Netzwerk, Temporärarbeit oder Stellen mit Mischprofil. Zeigen Sie konkrete Arbeitsproben und Lernbereitschaft.

Ist ein IT-Quereinstieg mit 50 möglich?

Möglich ist es, aber nicht automatisch leicht. Erfahrung aus dem bisherigen Beruf kann ein Vorteil sein, wenn sie mit IT verbunden wird. Siehe Neuer Beruf mit 50.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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