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Gefragte Berufe · Swiss Jobrollen Check

In welchen Berufen gibt es Fachkräftemangel?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Gesundheit und Pflege, Bau und Handwerk, Technik und Energie, IT sowie Bildung und Betreuung sind Berufsfelder, deren Bedarf Sie näher prüfen können. Wie stark ein einzelner Beruf gefragt ist, hängt von Region und Qualifikation ab. Prüfen Sie Ihren Beruf bei amtlichen Stellen, statt einer Liste zu vertrauen.

Das Problem

Sie möchten wissen, in welchen Berufen es Fachkräftemangel gibt, weil Sie vor einer Entscheidung stehen: Berufswahl, Umschulung, Weiterbildung oder Wiedereinstieg. Im Internet finden Sie Listen mit «den gefragtesten Berufen», die sich widersprechen. Manche stammen von Stellenportalen, manche von Beratungsfirmen, manche sind Jahre alt.

Das Missverständnis, das dahintersteckt: Fachkräftemangel betrifft nicht «eine Branche» gleichmässig. Es fehlen bestimmte Qualifikationen an bestimmten Orten. In der Pflege kann ein Spital in einem Kanton händeringend suchen, während ein anderes Haus genug Personal findet. Bei der IT fehlen oft bestimmte Rollen, während für Einsteigende die Stellen knapp sein können.

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick. Diese Seite nennt Berufsfelder, deren Bedarf Sie für Ihre Region und Qualifikation prüfen können, und zeigt, wie Sie Ihren eigenen Beruf einordnen. Eine amtliche Rangliste gibt es nicht, und diese Seite erstellt auch keine.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

KI hilft Ihnen, Fragen zu ordnen und Recherchen zu strukturieren. Die Fakten holen Sie bei den amtlichen Stellen.

  1. Interessen und Stärken notieren: Schreiben Sie auf, welche Tätigkeiten Sie gern ausüben und welche Sie gut können. Der Bedarf nützt wenig, wenn der Beruf nicht passt.
  2. Zwei bis drei Berufsfelder wählen: Orientieren Sie sich an der Tabelle unten und an Ihren Interessen.
  3. Bedarf prüfen: Suchen Sie bei SECO und auf arbeit.swiss Angaben zu offenen Stellen und Arbeitslosigkeit für Ihre Berufe. Die Berufsberatung nennt Ausbildungswege.
  4. Region berücksichtigen: Fragen Sie, wie die Lage in Ihrem Kanton und in der Pendeldistanz ist. Siehe Wo gibt es Fachkräftemangel? Regionen.
  5. Mit KI Gegenfragen sammeln: Nutzen Sie die Vorlage, um Fragen für ein Gespräch mit einer Berufsberaterin oder einem Praktiker aus dem Berufsfeld zu erhalten.
  6. Praxis testen: Schnuppern, Praktikum oder ein Gespräch mit Berufsleuten zeigen mehr als jede Liste.
  7. Entscheiden und Plan festhalten: Notieren Sie Ihren nächsten Schritt mit Datum, etwa ein Beratungstermin oder ein Schnuppertag.
BerufsfeldWarum der Bedarf beschrieben wirdEinordnung
Gesundheit und PflegeAlterung der Bevölkerung, Personalbedarf im Einzelfall prüfenBedarf nach Beruf und Region prüfen
Bau und HandwerkBauvorhaben, Pensionierungen, GebäudetechnikBedarf nach Beruf und Region prüfen
Energie und TechnikEnergiewende, Netzausbau, InstallationEntwicklung beobachten und Bedarf prüfen
IT und DatensicherheitDigitalisierung, CybersicherheitBedarf einzelner Rollen und Zugang für Einsteigende prüfen
Bildung und BetreuungSchulen, Kitas, BerufsbildungBedarf je nach Kanton und Qualifikation prüfen
Gastronomie und TourismusSaisonarbeit, Arbeitsbedingungenje nach Region und Saison

Die Tabelle beschreibt Felder, nicht Einzelberufe. Wie sich der Bedarf in zehn Jahren entwickelt, ist offen.

Vorlage zum Kopieren

Ich überlege, in ein Berufsfeld zu wechseln, in dem Fachleute gesucht werden.
Meine Interessen: [Stichworte]. Meine bisherige Erfahrung: [Stichworte].
Meine Region: [Kanton]. Ich interessiere mich für: [Berufsfeld 1], [Berufsfeld 2].

Aufgaben:
1. Stelle mir zehn Fragen, die ich mir selbst vor der Wahl stellen sollte
   (Alltag, Arbeitszeiten, Ausbildung, Belastung).
2. Nenne mir, welche amtlichen Stellen ich zum Bedarf und zu Ausbildungen
   befragen kann.
3. Schlage fünf Fragen vor, die ich bei einem Gespräch mit einer Fachperson
   im Berufsfeld stellen kann.
Nenne keine Zahlen, Löhne oder Ranglisten und behaupte nichts als sicher.
Antworte auf Deutsch (Schweiz).

Setzen Sie Ihre Stichworte ein. Geben Sie keine persönlichen Daten wie Arbeitgeber oder Wohnadresse an.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Ranglisten übernehmen: Listen mit «Top 10» sind selten belegt. Fragen Sie nach Quelle, Datum und Region.
  • Nicht nur dem Bedarf folgen: Ein Beruf, der nicht zu Ihnen passt, wird auch bei grosser Nachfrage anstrengend. Prüfen Sie Belastung, Arbeitszeiten und Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Einstieg ist nicht gleich Bedarf: Wo erfahrene Personen fehlen, brauchen Einsteigende manchmal länger für eine Stelle. Das gilt besonders in der IT.
  • KI-Antworten prüfen: Sprachmodelle nennen gern plausible, aber unbelegte Listen. Nutzen Sie sie für Fragen, nicht als Quelle.
  • Zukunft ist unsicher: Technik, Wirtschaftslage und Politik können den Bedarf verändern. Planen Sie mit Szenarien und halten Sie sich Alternativen offen.
  • Ausbildung und Zulassung: Viele Berufe, etwa in der Pflege, setzen bestimmte Abschlüsse voraus. Klären Sie Wege und Anerkennung bei der Berufsberatung.
  • Belastung: Wenn Sie Druck bei der Entscheidung spüren, holen Sie Hilfe. In einer akuten Krise erreichen Sie in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Familienvater aus Winterthur, 38, arbeitet im Verkauf und will etwas ändern. Seine Schwester sagt: «Geh in die Pflege, dort fehlen alle.»

Vorher: Er hat keine Vorstellung, was der Alltag in der Pflege verlangt, und weiss nicht, welche Ausbildung möglich wäre.

Nachher: Er notiert seine Stärken und beantwortet die Fragen aus der Vorlage. Dabei merkt er, dass er Technik und Handwerk mag und mit Schichtarbeit Mühe hätte. Mit der Berufsberatung prüft er Gebäudetechnik und das Elektrofach. Der Swiss Jobrollen Check gibt ihm eine erste Orientierung, welche Berufe zu seinen Interessen passen könnten. Er vereinbart zwei Schnuppertage und entscheidet erst danach.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie angesichts fehlender Fachkräfte in einer Branche prüfen möchten, welche Berufe zu Ihren Interessen passen, ordnet der Swiss Jobrollen Check diese passenden Schweizer Berufen und Bildungswegen zu. Den aktuellen Arbeitskräftebedarf zeigen amtliche Stellen.

Häufige Fragen

Gibt es eine offizielle Liste der gefragten Berufe?

Nicht als Rangliste. Das SECO veröffentlicht Arbeitsmarktdaten, und die Stellenmeldepflicht bezeichnet Berufsarten mit besonders tiefer Arbeitslosigkeit. Das sind Hinweise, keine Prognosen.

Lohnt sich eine Umschulung in einen gefragten Beruf?

Das hängt von Ihren Interessen, Ihrer Situation und den Wegen ab. Prüfen Sie Dauer, Kosten und Finanzierung, siehe Umschulung in der Schweiz: Wege und Finanzierung.

Fehlen auch Fachkräfte ohne Lehre?

Für Berufe ohne Ausbildung gibt es Stellen, aber die Bedingungen unterscheiden sich stark. Siehe Berufe ohne Ausbildung: gefragte Jobs.

Wie aktuell sind solche Übersichten?

Der Arbeitsmarkt ändert sich laufend. Prüfen Sie Datum und Quelle jeder Angabe und vergleichen Sie mit den neuesten Daten der amtlichen Stellen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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