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Arbeitsmarkt Schweiz · Swiss Jobrollen Check

Fachkräftemangel: In welchen Branchen der Schweiz?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Fachkräftemangel wird in der Schweiz vor allem in Gesundheit und Pflege, Bau und Handwerk, IT und Bildung genannt, dazu oft in Technik, Gastgewerbe und weiteren Bereichen. Wie stark er ist, unterscheidet sich nach Beruf und Region. Prüfen Sie immer, wer die Aussage macht und worauf sie beruht.

Das Problem

Frau Weber, 42, berät ihren Sohn Noah, 16, bei der Berufswahl. Er sagt: «Ich nehme einen Beruf, in dem es Fachkräftemangel gibt, dann finde ich immer Arbeit.» Frau Weber ist unsicher. Sie fragt: Fachkräftemangel in welchen Branchen gibt es eigentlich wirklich, und kann man sich darauf verlassen?

Im Internet finden sich Listen mit Berufen, die «gesucht» seien. Oft fehlt die Quelle, das Datum oder die Definition. Manche Listen stammen von Personaldienstleistern, andere von Verbänden, wieder andere von Behörden. Alle haben unterschiedliche Absichten und Methoden.

Das Risiko ist doppelt: Wer nach einer Liste wählt, übersieht Interessen und Eignung. Wer Aussagen zum Mangel ganz verwirft, verpasst echte Chancen. Eine Einordnung hilft, Branchen zu vergleichen, ohne Listen blind zu glauben.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

Die KI hilft, Aussagen zu sortieren und Fragen zu stellen. Die Zahlen und aktuellen Listen holen Sie bei offiziellen Stellen.

  1. Legen Sie Ihr Ziel fest. Berufswahl, Weiterbildung oder Wechsel? Das bestimmt, welche Branchen Sie anschauen.
  2. Notieren Sie drei bis fünf Branchen, die Sie interessieren. Das verhindert, dass Sie sich von einer Liste leiten lassen, die nicht zu Ihnen passt.
  3. Sammeln Sie Quellen. Für die Schweiz bieten das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), das Bundesamt für Statistik (BFS), das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und die Berufsberatung offizielle Informationen. Verbände und Personaldienstleister ergänzen.
  4. Lassen Sie die KI Aussagen einordnen. Mit der Vorlage unten trennen Sie, welche Behauptungen breit belegt sind und welche nur von einer Quelle stammen.
  5. Prüfen Sie Region und Beruf. Mangel kann in einer Region gross sein und in einer anderen klein. Beachten Sie Kantone und Sprachregionen.
  6. Fragen Sie nach Arbeitsbedingungen. Ein Mangel entsteht auch, wenn Arbeitszeiten, Lohn oder Belastung unattraktiv sind. Fragen Sie Berufsleute nach dem Alltag.
  7. Sprechen Sie mit der Berufsberatung. Dort erhalten Sie aktuelle, regionale Einschätzungen und Eignungsabklärungen. Das Angebot unterscheidet sich je nach Kanton.

Vorlage zum Kopieren

Ich überlege mich für [Berufswahl / Weiterbildung / Berufswechsel] und habe
gelesen, dass es in diesen Branchen Fachkräftemangel gibt: [Branchen aus
dem Artikel, mit Quelle und Datum].
Meine Interessen: [drei bis fünf Stichworte]
Meine Region: [Kanton]

Ordne die Aussagen ein: Was gilt als breit belegt, was wird von wenigen
Quellen behauptet, was ist umstritten? Nenne keine Zahlen, Prozente oder
Ranglisten. Zeige, bei welcher Stelle ich die aktuellen Daten prüfen kann,
und welche Arbeitsbedingungen in diesen Branchen typisch sind. Formuliere
am Schluss fünf Fragen an die Berufsberatung.

Ersetzen Sie die Platzhalter und bitten Sie die KI danach, Ihre Interessen mit den Branchen abzugleichen.

Worauf Sie achten müssen

  • Listen veralten: Der Bedarf ändert sich mit Konjunktur, Technik und Politik. Eine Liste, die zwei Jahre alt ist, kann irreführen.
  • Quellen prüfen: Wer eine Liste veröffentlicht, hat eine Absicht, etwa Fachkräfte zu gewinnen. Das ist legitim, aber verlangt Gegenprüfung.
  • Keine Garantie: Auch in Branchen mit Mangel gibt es Berufe oder Regionen ohne Bedarf. Mangel heisst nicht, dass jede Person eine Stelle findet.
  • KI nennt keine verlässlichen Ranglisten: Fragen Sie nie nach «Top 10» ohne Quelle. Sprachmodelle können plausibel klingende, aber falsche Listen erzeugen.
  • Eignung nicht vergessen: Ein gefragter Beruf, der Ihnen nicht liegt, macht auf Dauer nicht zufrieden. Gleichen Sie Branchen mit Ihren Stärken ab, zum Beispiel mit einem Berufs-Check.
BereichHäufig genannt als Mangel, weilEinordnung
Gesundheit und PflegeAlterung der Bevölkerung, hoher Bedarf an Betreuungwahrscheinlich anhaltend
Bau und HandwerkPensionierungen, Nachfrage nach Bau, Sanierung und Energiewahrscheinlich anhaltend
IT und InformationssicherheitDigitalisierung in allen Branchenmöglich; Berufseinstieg kann schwieriger sein
Bildung (Lehrpersonen)Pensionierungen, steigende Schülerzahlen in einzelnen Regionenregional unterschiedlich
Technik und IndustrieSpezialisierte Profile, Nachwuchsje nach Beruf unterschiedlich
Gastgewerbe und TourismusArbeitszeiten, Saisonarbeitschwankend und regional

Welche Aussagen sind breit belegt?

Gut belegt sind der wachsende Bedarf in Pflege und Gesundheit, in Bau und Handwerk und im Bildungsbereich, vor allem wegen der Alterung der Bevölkerung und anstehender Pensionierungen. Das ist nicht neu, und mehrere Quellen bestätigen es. Der Hintergrund steht unter Fachkräftemangel in der Schweiz: Ursachen.

Wo sind Aussagen vorsichtig zu lesen?

Bei der IT zeigen sich unterschiedliche Befunde: Hochspezialisierte Profile sind gesucht, der Einstieg kann aber schwieriger sein. Mehr dazu auf der Seite zur IT-Branche. Im Gastgewerbe und in der Industrie variiert die Lage nach Region und Saison.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Noah, 16, will «irgendwas mit Mangel» lernen. Vorher notiert er einen Beruf aus einer Online-Liste, ohne die Quelle zu kennen.

Frau Weber nutzt mit ihm die Vorlage. Sie stellen fest, dass die Liste von einem Personaldienstleister stammt und kein Datum nennt. Dann prüfen sie Pflege, Bau und IT anhand der Berufsberatung und sprechen mit zwei Berufsleuten. Noah merkt, dass ihm handwerkliche Arbeit liegt.

Nachher hat er zwei Schnupperlehren im Kalender, eine im Bau, eine in der Haustechnik, und den Termin bei der Berufsberatung. Der Mangel war ein Argument unter mehreren, nicht der Auslöser. Weitere Orientierung bietet Berufsverzeichnis Schweiz richtig nutzen.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie aus dem Branchenvergleich passende berufliche Möglichkeiten ableiten möchten, gleicht der Swiss Jobrollen Check Ihre Interessen und Stärken mit über 1800 Schweizer Berufen ab. Er bezieht Bildungswege von EBA bis FH ein. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine Stellenstatistik oder Berufsberatung.

Häufige Fragen

Welche Branche hat den grössten Fachkräftemangel?

Eine allgemeingültige Rangfolge gibt es nicht, weil Definition, Zeitraum und Region die Antwort verändern. Häufig genannt werden Gesundheit und Pflege, Bau und Handwerk, IT und Bildung. Prüfen Sie aktuelle Daten bei SECO und BFS.

Ist ein Beruf mit Fachkräftemangel automatisch sicher?

Nein. Auch in solchen Berufen verändern sich Aufgaben, etwa durch Digitalisierung und KI. Zudem kann die Lage regional verschieden sein. Mehr zur Veränderung von Aufgaben bietet Berufe, die sich durch KI verändern.

Woher stammen die Aussagen zum Mangel?

Aus Behördenstatistiken, Branchenverbänden, Personaldienstleistern und Medien. Je nach Herausgeber ändern Methode und Interesse. Achten Sie auf Datum, Definition und Region.

Wie finde ich aktuelle Informationen für meinen Kanton?

Fragen Sie die kantonale Berufsberatung und das RAV. Kantone unterscheiden sich in Branchen und Angeboten, siehe auch Fachkräftemangel in den Regionen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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