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Lösungsfokussiertes Coaching: Mit KI den Ansatz verstehen
Kurz gesagt
Lösungsfokussiertes Coaching richtet die Aufmerksamkeit auf Ziele, Ressourcen und Ausnahmen, statt Probleme ausführlich zu analysieren. Das heisst nicht, Probleme zu ignorieren. Mit KI-Beispielen können Sie den Ansatz verstehen und üben, er bleibt aber ein Handwerk, das man im Gespräch lernt.
Das Problem
Wer sich mit Coaching beschäftigt, stösst früh auf den Begriff «lösungsfokussiert». Er klingt einleuchtend und wird oft verkürzt erklärt: «Nicht über Probleme reden, sondern über Lösungen.» Das führt zu Missverständnissen. Manche Coaches nehmen Probleme dann zu wenig ernst, andere wenden Fragen wie die Wunderfrage mechanisch an, ohne zu verstehen, wofür sie gedacht sind.
Der lösungsfokussierte Ansatz wurde ab den 1970er- und 1980er-Jahren von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg und ihrem Team in Milwaukee in den USA in der Kurzzeittherapie entwickelt und später in Coaching, Beratung und Führung übertragen. Seine Grundidee: Menschen verfügen bereits über Fähigkeiten und Erfahrungen, die helfen können. Wer darauf achtet, was schon funktioniert und wie die Zukunft aussehen soll, kommt oft schneller zu Schritten, als wer lange die Ursachen analysiert.
Diese Seite erklärt den Ansatz einfach und zeigt, wie Sie mit KI-Beispielen verschiedene Fragen kennenlernen können. KI ersetzt keine Ausbildung. Üben Sie mit erfundenen Situationen und geben Sie keine Gesprächsinhalte von Klientinnen in öffentliche KI-Dienste ein.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Grundlagen lesen: Lesen Sie den Abschnitt «Einfach erklärt» weiter unten und notieren Sie, was Ihnen neu ist.
- Fragen kennenlernen: Lassen Sie sich mit dem Beispiel-Prompt unten je ein erfundenes Beispiel zu den vier Fragetypen zeigen.
- Fachliche Quelle prüfen: Vergleichen Sie die Darstellung mit einem Fachbuch oder dem Material Ihrer Ausbildung. Achten Sie auf Abweichungen.
- Eigene Beispiele erfinden: Schreiben Sie zu einem typischen Anliegen eigene Fragen auf, zum Beispiel für das Thema «Konflikte im Team».
- Rollenspiel üben: Lassen Sie die KI eine Klientin spielen, die ausführlich über Probleme spricht. Üben Sie, zuzuhören und dann zu einer lösungsfokussierten Frage überzuleiten.
- Grenzen erkennen: Fragen Sie die KI (und Ihre Fachliteratur), wann der Ansatz weniger passt, etwa bei Verlust oder akuter Belastung.
- In der Praxis erproben: Wenden Sie eine Frage in einem Gespräch an und beobachten Sie die Wirkung.
- Austausch suchen: Besprechen Sie Erfahrungen in Intervision oder Supervision.
Einfach erklärt
Der Ansatz stützt sich auf einige Grundhaltungen:
- Ziel vor Problem: Was möchte die Person stattdessen? Wie sähe die Zukunft aus, wenn das Anliegen gelöst wäre?
- Ressourcen: Was kann die Person schon, wer unterstützt sie, was hat früher geholfen?
- Ausnahmen: Wann tritt das Problem nicht oder weniger stark auf? Was ist da anders?
- Kleine Schritte: Wenn etwas besser wird, hilft es, mehr davon zu tun. Eine kleine Veränderung kann weitere auslösen.
- Die Klientin als Expertin: Sie weiss, was zu ihr passt. Der Coach fragt, statt zu raten.
Typische Fragen sind die Wunderfrage («Angenommen, über Nacht wäre das Problem gelöst: Woran würden Sie es morgen bemerken?»), die Ausnahmefrage («Wann war es schon einmal besser?»), die Skalierungsfrage («Auf einer Skala von 0 bis 10, wo stehen Sie?») und die Bewältigungsfrage («Wie schaffen Sie es trotzdem?»).
Wichtig: Der Ansatz verneint Probleme nicht. Er nimmt sie ernst und hört zu, wählt aber den Schwerpunkt auf das Gewünschte. Bei Trauer, Verlust oder akuter Not braucht es zuerst Raum für das Erlebte.
Ein Beispiel-Prompt zum Kennenlernen:
Erkläre mir den lösungsfokussierten Coaching-Ansatz in einfachen Worten. Nenne die Grundhaltungen und je eine typische Frage (Wunderfrage, Ausnahmefrage, Skalierungsfrage, Bewältigungsfrage) mit einem erfundenen Beispiel aus dem Berufsalltag. Nenne auch Grenzen des Ansatzes und Situationen, in denen er nicht passt. Erfinde keine Studien oder Zahlen. Sprache: Deutsch (Schweiz), Anrede «Sie».Der Prompt braucht keine persönlichen Angaben. KI-Texte zu Methoden können Fehler enthalten; prüfen Sie sie anhand von Fachliteratur und Ihrer Ausbildung.
Worauf Sie achten müssen
- Keine Klientendaten: Verwenden Sie erfundene Beispiele. Berufsgeheimnis, Datenschutz und Einwilligung bleiben im Einzelfall zu prüfen.
- KI kann Methoden falsch darstellen: Prüfen Sie Aussagen zu Herkunft, Begriffen und Wirkung an Fachliteratur. Erfundene Studien oder Wirksamkeitsangaben sind nicht belegbar.
- Nicht dogmatisch: Der Ansatz ist eine Methode unter mehreren. Manche Anliegen brauchen Raum für Gefühle und Verlust.
- Keine Therapie: Coaching ist keine Therapie. Psychische Erkrankungen gehören in fachärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
- Technikfalle: Die blosse Anwendung von Fragen ersetzt die Haltung nicht. Fragen ohne echtes Interesse wirken mechanisch.
- Krisen: Bei Hinweisen auf Hoffnungslosigkeit oder Selbstgefährdung verweisen Sie an Hausarzt, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (Telefon 143).
| Problemorientiert | Lösungsfokussiert |
|---|---|
| «Seit wann haben Sie das Problem?» | «Was soll stattdessen sein?» |
| «Woher kommt das?» | «Wann war es schon einmal besser?» |
| «Was ist schiefgelaufen?» | «Was hat bisher geholfen?» |
| «Wie schlimm ist es?» | «Wo stehen Sie auf der Skala, und was ist schon da?» |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Nicole, 43, angehende Coachin aus Lenzburg, lernt den lösungsfokussierten Ansatz in ihrer Ausbildung kennen. Sie fragt in Übungsgesprächen vor allem «Wie fühlt sich das an?» und verliert sich in langen Problemschilderungen.
Vorher: Sie ist unsicher, ob sie Probleme «überspringen» darf, und wendet die Wunderfrage in einer Übungssitzung zu früh an. Die Übungspartnerin fühlt sich übergangen.
Nachher: Sie lässt sich mit KI-Beispielen den Ansatz erklären, prüft die Aussagen im Skript ihrer Ausbildung und übt Überleitungen: erst zuhören, würdigen, dann «Was möchten Sie stattdessen?» In der nächsten Übung funktioniert das Gespräch deutlich besser, und sie bespricht ihre Erfahrungen in der Intervisionsgruppe.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie den Ansatz aus Klientensicht erleben oder ein eigenes Anliegen klären möchten, begleitet Nataliya Fiechter bei my-coach.ch im Life Coaching und Mental Coaching, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Welche Methoden eingesetzt werden, klären Sie im Erstgespräch.
Häufige Fragen
Ist lösungsfokussiertes Coaching wissenschaftlich belegt?
Es gibt Forschung zu lösungsfokussierten Ansätzen, die Ergebnisse sind uneinheitlich und hängen vom Anwendungsfeld ab. Seriös lässt sich sagen, dass der Ansatz weit verbreitet ist. Pauschale Wirksamkeitsversprechen sind nicht angebracht.
Wann passt der Ansatz nicht?
Wenn jemand Raum für Trauer oder Verlust braucht oder in akuter Not ist. Dann steht zuerst das Zuhören im Vordergrund. Siehe auch Strukturelle Grenzen im Lösungsfokus.
Wie gehe ich mit langen Problemschilderungen um?
Würdigen Sie sie und leiten Sie behutsam über. Mehr dazu auf der Seite Problemrede im Lösungsfokus.
Welche Frage ist ein guter Einstieg?
Oft die Frage nach dem Ziel: «Was soll nach unserem Gespräch anders sein?» Danach folgen je nach Situation Ausnahmen, Skalen oder Ressourcen, zum Beispiel Ausnahmefragen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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