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Coaching verstehen · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Kleine Fortschritte bemerken: KI-Vorlage für Lösungsfokus

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Kleine Fortschritte gehen im Alltag leicht unter, weil das Ziel noch fern erscheint. Eine einfache Vorlage hilft Klienten, Veränderungen zwischen den Sitzungen festzuhalten. KI kann Ihnen die Vorlage entwerfen; die Einträge machen die Klientinnen selbst und privat.

Das Problem

Zwei Wochen nach der letzten Sitzung fragt die Coachin: «Was hat sich seit unserem Gespräch verändert?» Der Klient überlegt und sagt: «Eigentlich nichts.» Beim Nachfragen zeigt sich, dass er dreimal den Mut hatte, in einer Sitzung das Wort zu ergreifen, und einmal ein klärendes Telefonat geführt hat. Das hatte er nicht als Fortschritt gewertet, weil das grosse Ziel noch nicht erreicht ist.

Dieses Muster ist häufig: Wer ein grosses Ziel vor Augen hat, nimmt kleine Schritte kaum wahr. Dabei sind sie wichtig. Im lösungsfokussierten Ansatz gilt das Bemerken kleiner Veränderungen als zentrale Technik: Was bereits besser läuft, zeigt, was funktioniert, und stärkt die Überzeugung, selbst etwas bewirken zu können.

Hilfreich ist ein einfaches Instrument, mit dem Klientinnen zwischen den Sitzungen festhalten, was besser läuft oder was sie anders gemacht haben. KI kann eine solche Vorlage entwerfen. Die Einträge gehören der Klientin und bleiben privat. Verwenden Sie für die Entwicklung der Vorlage keine echten Gesprächsinhalte.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Zweck klären: Überlegen Sie, wann die Vorlage eingesetzt wird: zwischen Sitzungen oder als Einstieg in die Folgesitzung. Legen Sie fest, wie viel Aufwand zumutbar ist, höchstens zwei Minuten.
  2. Vorlage entwerfen lassen: Nutzen Sie die Vorlage unten und lassen Sie sich ein Formular mit drei bis fünf Fragen entwerfen. Geben Sie keine Klientendaten ein.
  3. Fragen prüfen: Streichen Sie Fragen, die Druck erzeugen («Was haben Sie erreicht?»). Besser sind Fragen wie «Was ist mir diese Woche etwas leichter gefallen?»
  4. Vorlage erklären: Besprechen Sie mit der Klientin, wozu das Formular dient. Betonen Sie, dass es kein Test ist und leere Felder erlaubt sind.
  5. Ausfüllen lassen: Die Klientin füllt privat aus, auf Papier oder im eigenen Dokument. Es besteht keine Pflicht zur Vorlage in der Sitzung.
  6. In der Sitzung nutzen: Fragen Sie: «Was möchten Sie aus Ihren Notizen mit mir teilen?» Würdigen Sie, ohne zu überhöhen.
  7. Details erkunden: Fragen Sie bei einem Fortschritt: «Wie ist Ihnen das gelungen? Was hat dabei geholfen?»
  8. Nächsten Schritt ableiten: Fragen Sie, was davon die Klientin gern häufiger erleben möchte.

Vorlage zum Kopieren

Ich bin Coach und möchte ein kurzes Formular entwerfen, mit dem Klientinnen kleine Fortschritte zwischen Sitzungen festhalten können (lösungsfokussiert).

Das Formular soll:
1. höchstens fünf Fragen enthalten und in zwei Minuten ausfüllbar sein,
2. Fragen stellen wie «Was ist mir etwas leichter gefallen?», «Was habe ich anders gemacht?», «Was hat dabei geholfen?», «Was möchte ich mehr davon?»,
3. leere Felder ausdrücklich erlauben und keinen Leistungsdruck erzeugen,
4. keine Bewertung und keine Skalen mit Normwerten enthalten.
Gib zusätzlich zwei Formulierungen, mit denen ich die Klientin zur Nutzung einlade, ohne Pflicht auszuüben.
Keine Diagnosen, keine realen Daten, keine Wirksamkeitsversprechen. Sprache: Deutsch (Schweiz), Anrede «Sie».

Passen Sie Länge und Fragen an Ihre Klientengruppe an. Wenn sie lieber mündlich arbeiten, nutzen Sie dieselben Fragen im Gespräch.

Worauf Sie achten müssen

  • Datenschutz: Die Einträge der Klientinnen bleiben bei ihnen. Verlangen Sie keine Abgabe und geben Sie keine Inhalte in öffentliche KI-Dienste ein. Berufsgeheimnis, Datenschutz und Einwilligung bleiben im Einzelfall zu prüfen.
  • Kein Pflichtprogramm: Wer das Formular nicht ausfüllt, ist nicht «widerständig». Fragen Sie nach, was besser passen würde.
  • Nicht überhöhen: Würdigen Sie Fortschritte, ohne zu übertreiben. Ein Lob, das nicht zur Erfahrung passt, wirkt hohl.
  • Rückschritte zulassen: Wenn nichts besser ist, ist auch das eine Information. Fragen Sie nach, was in der Zeit war.
  • Realistische Erwartungen: Fortschritte sind nicht linear. Vermeiden Sie Erfolgsversprechen.
  • Krisen: Wenn die Einträge Hoffnungslosigkeit oder Selbstgefährdung erkennen lassen, verweisen Sie an Hausarzt, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (Telefon 143).
Frage im FormularZweck
«Was ist mir diese Woche etwas leichter gefallen?»Fortschritt bemerken
«Was habe ich dabei anders gemacht?»eigene Beiträge erkennen
«Was hat mir geholfen?»Ressourcen sichtbar machen
«Was möchte ich davon öfter erleben?»nächsten Schritt ableiten

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Peter, 55, Coach in Baden, begleitet einen Kundenberater, der seine Präsenz in Meetings stärken möchte. Nach der zweiten Sitzung sagt der Klient: «Es hat sich nichts verändert.»

Vorher: Peter hat keine Hinweise auf kleine Veränderungen und fühlt sich ebenfalls unsicher.

Nachher: Er bietet dem Klienten ein kurzes Formular mit vier Fragen an, das er zuvor mit KI-Hilfe entworfen hat. In der nächsten Sitzung berichtet der Klient: «Ich habe zweimal eine Frage gestellt, einmal unaufgefordert.» Auf «Was hat dabei geholfen?» sagt er: «Ich habe vorher einen Satz notiert.» Das wird zum nächsten Schritt.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie selbst Ihre kleinen Fortschritte bei einem Anliegen sichtbar machen möchten, begleitet Nataliya Fiechter bei my-coach.ch im Life Coaching und Mental Coaching, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wie dort gearbeitet wird, klären Sie im Erstgespräch.

Häufige Fragen

Wie oft soll das Formular ausgefüllt werden?

Einmal pro Woche reicht oft. Wichtig ist, dass der Aufwand klein bleibt. Eine Orientierung geben kleine Fortschritte im Coaching.

Was, wenn die Klientin keine Fortschritte sieht?

Fragen Sie nach Ausnahmen und Abstufungen, siehe Ausnahmefragen. Prüfen Sie ausserdem, ob das Ziel noch passt.

Darf ich die Einträge verwenden?

Nur, wenn die Klientin sie freiwillig teilt. Verlangen Sie keinen Einblick.

Passt das auch für Gruppen?

Ja, in angepasster Form. Dabei stellt sich die Frage der Vertraulichkeit, die Sie vorab klären sollten.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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