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GROW Will: Mit KI einen tragfähigen Handlungsschritt prüfen
Kurz gesagt
In der Will-Phase des GROW-Modells legt die Klientin fest, was sie konkret tut. Ein tragfähiger Schritt ist konkret, machbar, selbst gewählt und mit einer realistischen Zuversicht versehen. Mit KI können Sie eine Prüf-Checkliste vorbereiten; über den Schritt entscheidet die Klientin.
Das Problem
Am Ende der Sitzung sagt die Klientin: «Ich werde mal schauen, ob ich mit meinem Chef spreche.» Der Coach nickt und ist zufrieden, weil ein Schritt benannt wurde. Zwei Wochen später: nichts geschehen. Die Absicht war da, aber sie war zu vage, zu gross oder gar nicht ernst gemeint.
In der vierten Phase des GROW-Modells, genannt Will oder Way Forward, geht es darum, aus der besten Option einen konkreten Schritt zu machen. Typische Fragen sind: «Was genau werden Sie tun?», «Bis wann?», «Was könnte Sie davon abhalten?», «Wie sicher sind Sie, dass Sie es tun?» Ziel ist, dass die Person den Schritt selbst gewählt hat und realistisch umsetzen kann.
Ob ein Schritt tragfähig ist, lässt sich mit einer Checkliste prüfen: Ist er konkret? Ist er klein genug? Liegt er im eigenen Einflussbereich? Ist die Zuversicht ausreichend? Gibt es einen Plan für Hindernisse? KI kann bei der Vorbereitung helfen, indem sie Prüfkriterien und Fragen entwirft. Arbeiten Sie dazu mit erfundenen Beispielen. Echte Gesprächsinhalte gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Schritt formulieren lassen: Im Gespräch beschreibt die Klientin den Schritt in ihren Worten. Fassen Sie ihn zusammen, ohne ihn umzuformulieren.
- Checkliste vorbereiten: Erstellen Sie vorab mit der KI eine Prüfliste für Handlungsschritte, ohne persönliche Daten. Die Vorlage unten hilft dabei.
- Konkretheit prüfen: Fragen Sie: «Was genau tun Sie, wann, wo, mit wem?» Aus «mit dem Chef sprechen» wird «Am Dienstag um 10 Uhr bitte ich meinen Chef um 15 Minuten».
- Grösse prüfen: Ist der Schritt in der vereinbarten Zeit realistisch? Wenn nicht, halbieren Sie ihn.
- Zuversicht erfragen: Fragen Sie: «Auf einer Skala von 0 bis 10, wie sicher sind Sie, dass Sie es tun?» Liegt der Wert unter etwa 7, fragen Sie, was ihn erhöhen würde.
- Hindernisse klären: Fragen Sie nach möglichen Hindernissen und einer Wenn-dann-Antwort: «Wenn der Termin ausfällt, dann …»
- Unterstützung klären: Wer oder was könnte helfen? Möchte die Klientin Erinnerung oder Rückmeldung?
- Nachfassen vereinbaren: Klären Sie, wie und wann das Ergebnis besprochen wird, ohne Kontrolle oder Druck.
Vorlage zum Kopieren
Ich bin Coach und bereite die Will-Phase des GROW-Modells vor. Wir arbeiten mit einem erfundenen Beispiel.
Erfundener Handlungsschritt der Klientin: [z. B. «Ich werde mal schauen, ob ich mit meinem Chef spreche.»]
Aufgabe:
1. Erstelle eine Prüfliste mit sechs Fragen, mit denen ich beurteilen kann, ob ein Handlungsschritt tragfähig ist (konkret, klein genug, im eigenen Einflussbereich, selbst gewählt, mit Hindernisplan, mit Zuversichtseinschätzung).
2. Zeige am erfundenen Beispiel, wie ich den Schritt durch offene Fragen konkretisieren kann, ohne ihn selbst zu formulieren.
3. Formuliere drei Fragen zur Zuversicht und drei Fragen zu möglichen Hindernissen.
4. Spiele die Klientin, die zunächst vage bleibt, und gib mir danach Feedback, ob ich ihr den Schritt vorgegeben habe.
Keine Empfehlungen zu inhaltlichen Lösungen, keine Diagnosen, keine realen Daten. Sprache: Deutsch (Schweiz), Anrede «Sie».Ersetzen Sie den Beispielschritt durch einen anderen erfundenen. Nutzen Sie die Checkliste anschliessend als eigene Gesprächshilfe.
Worauf Sie achten müssen
- Keine Klientendaten: Verwenden Sie erfundene Beispiele. Berufsgeheimnis, Datenschutz und Einwilligung gelten, mehr dazu unter Coaching-Notizen und Datenschutz.
- Kein Zwang: Verbindlichkeit heisst nicht Verpflichtung gegenüber dem Coach. Die Person darf sich auch gegen einen Schritt entscheiden.
- Nicht zu viel verlangen: Zu grosse Schritte scheitern. Beginnen Sie klein, auch wenn es Ihnen banal erscheint.
- Nicht kontrollieren: Wenn der Schritt nicht gemacht wurde, fragen Sie nach Erkenntnissen, nicht nach Schuld. Siehe Hausaufgabe nicht gemacht.
- Grenzen von Coaching: Wenn Schritte an gesundheitlichen, rechtlichen oder finanziellen Fragen hängen, sind Fachpersonen zuständig.
- Krisen: Bei Hinweisen auf Hoffnungslosigkeit oder Selbstgefährdung verweisen Sie an Hausarzt, Psychotherapie oder die Dargebotene Hand (Telefon 143).
| Kriterium | Prüffrage |
|---|---|
| Konkret | Was, wann, wo, mit wem? |
| Klein genug | Ist es in der vereinbarten Zeit machbar? |
| Eigener Einfluss | Liegt es in meiner Hand? |
| Selbst gewählt | Habe ich mich dafür entschieden? |
| Zuversicht | Wie sicher bin ich (0 bis 10)? |
| Hindernisse | Was könnte dazwischenkommen, was tue ich dann? |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Judith, 46, Coachin in Aarau, begleitet eine Klientin, die ihre Arbeitszeit mit der Vorgesetzten besprechen möchte. Die Klientin sagt am Schluss: «Ich versuche es mal.»
Vorher: Judith hat früher an dieser Stelle den Termin als erledigt betrachtet und nicht nachgefragt.
Nachher: Mit ihrer Checkliste fragt sie: «Wann genau, und wie beginnen Sie das Gespräch?» Die Klientin entscheidet sich für Donnerstagmorgen und einen Einstiegssatz. Auf die Frage nach der Zuversicht sagt sie «5». Auf «Was würde eine 7 daraus machen?» antwortet sie: «Wenn ich den Satz vorher einer Kollegin vorgelesen habe.» Beides wird Teil des Schritts.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie selbst einen eigenen Schritt klären und verbindlich machen möchten, begleitet Nataliya Fiechter bei my-coach.ch im Life Coaching bei Orientierung, Entscheidungen und beruflicher Neuorientierung, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Das Vorgehen im Detail klären Sie im Erstgespräch.
Häufige Fragen
Muss jede Sitzung mit einem Schritt enden?
Nein. Manchmal ist Klarheit das Ergebnis. Erzwingen Sie keinen Schritt, wenn die Person noch nicht so weit ist. Mehr dazu auf der Seite Transferaufgaben vereinbaren.
Was, wenn die Zuversicht niedrig ist?
Fragen Sie, was sie erhöhen würde, oder verkleinern Sie den Schritt. Bei sehr niedriger Zuversicht lohnt es, das Ziel erneut zu klären.
Welche Rolle spielt der Wenn-dann-Plan?
Er verbindet einen Auslöser mit einer Handlung und kann helfen, Hindernisse vorwegzunehmen. Eine Anleitung bietet Wenn-dann-Pläne.
Soll der Coach nachfassen?
Nur, wenn es vereinbart ist, und ohne Kontrollcharakter. Die Verantwortung liegt bei der Klientin.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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