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AGB für Coaches: Mit KI offene Regelungsfragen sammeln
Kurz gesagt
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen für viele Kundinnen. KI kann Ihren Entwurf auf Lücken und unverständliche Stellen durchsehen und eine Prüfliste für die Fachperson liefern. Ob die AGB gültig und rechtssicher sind, kann nur eine juristische Prüfung klären.
Das Problem
Wer mehrere Klientinnen betreut, möchte nicht jedes Mal alles neu verhandeln. Deshalb nutzen viele Coaches Allgemeine Geschäftsbedingungen, kurz AGB: ein Text mit Regeln, die für alle Verträge gelten sollen, zum Beispiel zu Absagen, Zahlung, Haftung und Datenschutz. Häufig werden sie aus dem Internet kopiert oder von Kolleginnen übernommen.
Das birgt Risiken. Kopierte AGB passen oft nicht zum eigenen Angebot, stammen aus einem anderen Land oder enthalten Klauseln, die in der Schweiz unwirksam sein können. In der Schweiz gelten für AGB besondere Grundsätze: Ungewöhnliche Klauseln, mit denen eine Kundin nicht rechnen muss, werden nach der Rechtsprechung unter Umständen nicht Vertragsbestandteil, und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb enthält Regeln zu missbräuchlichen Geschäftsbedingungen gegenüber Konsumenten.
Eine rechtssichere Fassung kann KI nicht liefern. Sie kann aber helfen, Lücken und unklare Stellen zu finden und eine Fragenliste für die Fachperson zu erstellen. So wird die juristische Prüfung effizienter und günstiger.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie zuerst, ob Sie AGB brauchen. Bei wenigen Klienten kann ein individueller Vertrag reichen. AGB lohnen sich, wenn Sie viele ähnliche Verträge abschliessen. Siehe auch Coaching-Vertrag: Prüffassung.
- Sammeln Sie Ihre Regelungsfragen. Notieren Sie, was geregelt sein soll: Leistungsumfang, Absagen, Zahlungsfristen, Vertraulichkeit, Datenschutz, Haftung, Urheberrechte an Arbeitsblättern, Online-Durchführung, Beendigung.
- Schreiben Sie einen verständlichen Entwurf. Verwenden Sie einfache Sätze und Beispiele. Lassen Sie die KI helfen, Juristendeutsch zu vermeiden, aber keine neuen Klauseln zu erfinden.
- Lassen Sie den Entwurf auf Lücken prüfen. Bitten Sie die KI, fehlende Themen und unklare Formulierungen zu markieren. Die Antworten sind Fragen, keine Rechtsauskünfte.
- Prüfen Sie Verständlichkeit. Lassen Sie eine Person ohne Rechtskenntnisse den Text lesen und fragen Sie, was unklar ist. Passen Sie die Sprache an.
- Schärfen Sie kritische Klauseln. Achten Sie auf Absage- und Zahlungsregeln, Haftungsbeschränkungen und die Zustimmung zur Datenbearbeitung. Notieren Sie diese Punkte für die Fachperson.
- Holen Sie eine juristische Prüfung ein. Legen Sie den Entwurf zusammen mit der Prüfliste einer Anwältin oder einer Beratungsstelle vor. Kommunizieren Sie, wie die AGB in den Vertrag einbezogen werden sollen.
- Binden Sie die AGB sichtbar ein. Verweisen Sie im Vertrag und auf der Website auf die AGB und lassen Sie die Kundin deren Kenntnisnahme bestätigen. Bewahren Sie die gültige Fassung mit Datum auf.
| Thema | Typische Frage an die Fachperson |
|---|---|
| Absagen | Welche Regel ist zulässig und verständlich? |
| Haftung | Wie weit kann ich sie beschränken? |
| Datenschutz | Was muss ich Klienten mitteilen? |
| Online | Was gilt für Verträge im Fernabsatz? |
| Änderungen | Wie ändere ich AGB gültig? |
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt erzeugt eine Prüfliste. Fügen Sie Ihren eigenen Entwurf ein, nicht den Text einer fremden Quelle.
Ich bin Coach in der Schweiz und habe einen Entwurf für Allgemeine Geschäftsbedingungen:
[Entwurf]
1. Markiere Themen, die im Entwurf fehlen könnten (z. B. Absagen, Zahlung, Vertraulichkeit, Datenschutz, Haftung, Online-Durchführung, Beendigung).
2. Markiere Sätze, die unklar oder schwer verständlich sind, und schlage einfachere Formulierungen vor.
3. Erstelle eine Liste von Fragen, die eine Juristin für Schweizer Recht prüfen sollte.
4. Weise darauf hin, dass dies keine Rechtsberatung ist.
Ergänze keine neuen rechtlichen Regeln und zitiere keine Gesetzesartikel.Geben Sie keine Klientendaten und keine vertraulichen Verträge Dritter ein. Nehmen Sie die Liste zur Beratung mit.
Worauf Sie achten müssen
- KI kann Klauseln aus anderen Rechtsordnungen übernehmen, zum Beispiel aus Deutschland, wo andere AGB-Regeln gelten. Verwenden Sie keine Klauseln ungeprüft. Für Schweizer Recht ist Fedlex die amtliche Quelle.
- Gegenüber Privatpersonen (Konsumenten) sind missbräuchliche Klauseln besonders heikel. Zu strenge Absage- oder Haftungsregeln können unwirksam sein.
- AGB müssen vor Vertragsschluss erkennbar und zugänglich sein. Sonst gelten sie nicht.
- Beachten Sie das revidierte Datenschutzgesetz (DSG) und informieren Sie über die Bearbeitung von Personendaten. Siehe Datenschutz auf der Website.
- Coaching ist keine Therapie. Halten Sie fest, dass bei Krisen auf Fachstellen verwiesen wird (in der Schweiz Dargebotene Hand, 143).
- Für Verbandsmitglieder können zusätzliche Berufsregeln gelten.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Coach in Luzern hat AGB von einer Website übernommen, die auf deutsche Gesetze verweisen. Er lässt sie mit KI auf Lücken prüfen und stellt fest, dass sie weder Online-Sitzungen noch Datenschutz regeln.
Er erstellt eine Liste mit zwölf Fragen und legt sie einer Anwältin vor. Sie rät, die Absageregel zu vereinfachen, Haftung zurückhaltend zu formulieren und einen eigenen Datenschutzhinweis zu verfassen. Der Coach schreibt die AGB neu, in einfacher Sprache, und lässt die Endfassung prüfen.
So hilft Ihnen Alpasana
Für die Strukturierung von Dokumenten bietet absofort Praxiskurse an, darunter die nicht-juristische Strukturierung von Vertragsdokumenten, Bürokommunikation und Qualitätsprüfung von KI-Ergebnissen. Ein KI-Lerncoach begleitet die Praxisaufgaben.
Die Kurse sind ausdrücklich keine Rechtsberatung. Die Gültigkeit Ihrer AGB beurteilt eine Fachperson.
Häufige Fragen
Sind AGB für einen Einzelcoach nötig?
Nicht zwingend. Wenn Sie wenige, individuelle Verträge haben, genügt oft ein Vertrag. AGB lohnen sich bei vielen gleichartigen Verträgen.
Muss ich die AGB auf der Website zeigen?
Wenn Sie Verträge über die Website abschliessen, sollten die AGB dort einsehbar sein. Klären Sie die genaue Einbindung mit einer Fachperson.
Darf ich AGB einer Kollegin übernehmen?
Fremde Texte können urheberrechtlich geschützt sein und passen selten zu Ihrem Angebot. Besser ist, eigene AGB zu schreiben und prüfen zu lassen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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