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Coaching-Vertrag: Mit KI eine Prüffassung vorbereiten
Kurz gesagt
Ein Coaching-Vertrag regelt Leistung, Dauer, Honorar, Vertraulichkeit, Absagen und Grenzen des Coachings. KI kann Inhalte ordnen und eine Prüffassung mit Platzhaltern entwerfen, sie ist aber kein Ersatz für eine juristische Prüfung. Verwenden Sie keinen KI-Entwurf ungeprüft.
Das Problem
Sie beginnen mit Ihrer ersten bezahlten Klientin und merken: Es braucht eine schriftliche Vereinbarung. Was gilt, wenn jemand kurzfristig absagt? Wie lange dauert eine Sitzung? Wer trägt Verantwortung für Entscheidungen? Was passiert mit den Informationen, die jemand Ihnen anvertraut?
Ein Coaching-Vertrag schafft Klarheit für beide Seiten. Er beschreibt, was Sie leisten und was nicht, und schützt vor Missverständnissen. Rechtlich fällt Coaching meist unter die Regeln zum Auftrag im Obligationenrecht (Art. 394 ff. OR). Ein wichtiger Grundsatz: Ein Auftrag kann von beiden Seiten grundsätzlich jederzeit gekündigt werden (Art. 404 OR). Das hat Folgen für Regeln zu Paketen und Absagen und sollte bei der Vertragsgestaltung bedacht werden.
KI kann einen Vertrag nicht rechtlich sicher formulieren. Sie kann aber helfen, Inhalte zu sammeln und in verständlicher Sprache zu ordnen. Dann prüft eine Fachperson den Entwurf.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Sammeln Sie, was geregelt werden soll. Notieren Sie Fragen aus Ihrem Alltag: Dauer und Ort der Sitzungen, Honorar, Zahlung, Absagen, Vertraulichkeit, Datenschutz, Kommunikation zwischen den Sitzungen, Grenzen des Coachings, Beendigung.
- Beschreiben Sie Ihr Angebot. Schreiben Sie auf, was Sie leisten, und was nicht, etwa «Coaching ist keine Therapie, keine Rechtsberatung und keine Finanzberatung».
- Lassen Sie eine Gliederung entwerfen. Bitten Sie die KI um eine Struktur mit Abschnitten und Platzhaltern wie [Honorar], [Absagefrist], [Ort].
- Füllen Sie die Platzhalter selbst. Entscheiden Sie Honorar, Fristen und Regeln, und halten Sie sie ein. Setzen Sie nur Beträge ein, die Sie kalkuliert haben.
- Bitten Sie um verständliche Sprache. Lassen Sie Formulierungen vereinfachen, damit Klienten den Vertrag ohne Rechtsberatung verstehen.
- Lassen Sie Lücken prüfen. Fragen Sie die KI, welche Punkte unklar oder lückenhaft sind. Behandeln Sie die Hinweise als Fragen für die Fachperson, nicht als Antworten.
- Holen Sie eine juristische Prüfung ein. Legen Sie den Entwurf einer Anwältin oder einem Berufsverband vor, bevor Sie ihn verwenden. Das ist besonders wichtig bei Paketpreisen, Vorauszahlungen und Haftungsregeln.
- Bewahren Sie Verträge sorgfältig auf. Vereinbaren Sie, wie sie unterzeichnet werden, und speichern Sie sie datenschutzkonform.
| Bestandteil | Beispiel für Frage |
|---|---|
| Leistung | Was umfasst eine Sitzung, was nicht? |
| Honorar und Zahlung | Wann ist die Rechnung fällig? |
| Absagen | Bis wann ist eine Absage kostenlos möglich? |
| Vertraulichkeit | Was bleibt vertraulich, wann gibt es Ausnahmen? |
| Beendigung | Wie kann jede Seite das Coaching beenden? |
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt erstellt eine Prüffassung mit Platzhaltern. Er enthält keine Klientendaten.
Ich bin selbständiger Coach in der Schweiz und brauche eine Vorlage für eine Coaching-Vereinbarung als Prüffassung.
Mein Angebot: [Angebot]. Sitzungen: [Dauer, Ort, Format]. Honorar: [Honorar]. Absagefrist: [Frist].
1. Gliedere die Vereinbarung in Abschnitte: Parteien, Leistung, Dauer, Honorar und Zahlung, Absagen, Vertraulichkeit und Datenschutz, Grenzen des Coachings, Beendigung, Schlussbestimmungen.
2. Verwende klare, einfache Sprache und Platzhalter in eckigen Klammern.
3. Liste am Ende Punkte auf, die eine Juristin prüfen sollte (z. B. Absageregel, Vorauszahlung, Haftung, Datenschutz).
4. Weise darauf hin, dass der Text nicht rechtsverbindlich geprüft ist.
Erfinde keine Gesetzesartikel und gib keine Rechtsauskunft.Verwenden Sie den Entwurf nur als Grundlage für das Gespräch mit einer Fachperson und fügen Sie keine echten Klientendaten ein.
Worauf Sie achten müssen
- KI kann Gesetze falsch zitieren oder Regeln aus anderen Ländern nennen. Verwenden Sie keinen ungeprüften Vertragstext. Für Schweizer Recht ist Fedlex die amtliche Quelle.
- Klauseln zu Absagen und Vorauszahlungen sind im Auftragsrecht heikel. Lassen Sie sie prüfen, besonders bei Paketen.
- Vertraulichkeit müssen Sie ausdrücklich vereinbaren. Coaches unterstehen in der Regel nicht dem gesetzlichen Berufsgeheimnis wie Ärztinnen oder Anwälte; Einzelfälle sind fachlich zu klären.
- Datenschutz: Das revidierte Datenschutzgesetz (DSG) verlangt unter anderem Information über die Datenbearbeitung. Lassen Sie Ihre Praxis dafür prüfen.
- Coaching ist keine Therapie. Halten Sie im Vertrag fest, dass bei Krisen auf Fachstellen verwiesen wird; in der Schweiz erreicht man die Dargebotene Hand unter 143.
- Geben Sie keine Informationen von Klienten in öffentliche KI-Dienste ein.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Coachin aus Zürich verwendet bisher eine Vorlage, die sie von einer Kollegin kopiert hat. Sie stellt fest, dass sie zu Absagen, Daten und Beendigung nichts regelt.
Mit KI sammelt sie die Themen und erstellt eine Prüffassung mit Platzhaltern. Sie füllt Honorar und Fristen selbst aus und legt den Text einer Anwältin vor. Diese ändert zwei Klauseln zur Absagefrist und zur Vorauszahlung und ergänzt einen Hinweis zum Datenschutz. Danach verwendet die Coachin die Fassung mit gutem Gefühl.
So hilft Ihnen Alpasana
Für die Strukturierung von Dokumenten bietet absofort Praxiskurse an, darunter die nicht-juristische Strukturierung von Vertragsdokumenten, Bürokommunikation und Qualitätsprüfung von KI-Ergebnissen. Praxisaufgaben und ein KI-Lerncoach begleiten das Lernen.
Wichtig: Die Kurse beschreiben die Strukturierung ausdrücklich als nicht-juristisch. Eine Rechtsprüfung Ihres Vertrags leisten sie nicht.
Häufige Fragen
Brauche ich überhaupt einen schriftlichen Vertrag?
Ein Vertrag kann auch mündlich zustande kommen. Schriftlich ist er aber klarer und im Streitfall nützlicher. Für Coaching empfiehlt sich eine schriftliche Vereinbarung.
Darf ich Absagen kostenpflichtig machen?
Das hängt von der Ausgestaltung ab und sollte juristisch geprüft werden. Siehe auch Stornoregelung.
Kann ich einen Vertrag aus dem Internet übernehmen?
Fremde Verträge passen oft nicht zu Ihrem Angebot oder zum Schweizer Recht. Nutzen Sie sie höchstens als Anregung und lassen Sie Ihre Fassung prüfen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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