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Branchen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Redaktionsplan für einen Kulturbetrieb mit KI erstellen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Redaktionsplan legt fest, wann welcher Beitrag zu welchem Programmpunkt erscheint. Eine KI hilft, aus Ihrem Programm Themen, Formate und Terminvorschläge abzuleiten und Texte vorzubereiten. Fakten zu Veranstaltungen und Bildrechte prüfen Sie selbst, bevor etwas veröffentlicht wird.

Das Problem

Ein kleines Theater, ein Kulturzentrum oder ein Museum hat ein volles Programm und wenig Personal. Social Media soll das Publikum erreichen, aber es bleibt liegen. Mal gibt es drei Beiträge an einem Tag, dann zwei Wochen nichts. Immer wieder erscheint derselbe Text: «Wir freuen uns auf Euren Besuch.»

Das Publikum merkt das. Es sieht weder Vielfalt noch Vorfreude und scrollt weiter. Dabei gibt es im Kulturalltag viel zu erzählen: Proben, Hinter-den-Kulissen, Künstlerinnen, Geschichten zu Werken, Tipps zum Besuch.

Ein Redaktionsplan hilft: Er zeigt auf einen Blick, wann was erscheint und welche Idee dahintersteckt. Eine KI kann daraus Vorschläge ableiten, aber sie kennt Ihr Haus und Ihr Publikum nicht. Sie braucht Ihr Programm und Ihre Haltung, und was erscheint, entscheiden Sie.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Ziele festlegen. Was soll Social Media bewirken: Tickets verkaufen, Bekanntheit erhöhen, Gemeinschaft aufbauen? Zwei Ziele reichen.
  1. Kanäle und Kapazität klären. Welche Plattformen nutzen Sie wirklich? Wie viel Zeit hat Ihr Team pro Woche? Planen Sie lieber weniger, dafür regelmässig.
  1. Programm sammeln. Notieren Sie die Veranstaltungen der nächsten drei Monate mit Datum, Ort, Besetzung, Vorverkaufsstart, Besonderheiten.
  1. Themenpfeiler bilden. Wählen Sie drei bis fünf wiederkehrende Rubriken: zum Beispiel «Vorfreude», «Hinter den Kulissen», «Werk der Woche», «Praktisch (Anreise, Tipps)», «Stimmen des Publikums».
  1. Plan entwerfen lassen. Geben Sie Programm, Ziele und Rubriken in die Vorlage unten und lassen Sie einen Plan für vier Wochen entwerfen.
  1. Realistisch machen. Streichen Sie, was Ihr Team nicht leisten kann, und ergänzen Sie, was nur Sie wissen: etwa spontane Momente, Proben, Backstage-Fotos.
  1. Texte vorbereiten. Lassen Sie sich Entwürfe für einzelne Beiträge schreiben und passen Sie Ton und Fakten an. Prüfen Sie Datum, Ort, Preise und Namen.
  1. Auswerten und anpassen. Schauen Sie nach vier Wochen, welche Beiträge Reaktionen auslösten, und passen Sie den Plan an.

Vorlage zum Kopieren

Du unterstützt einen kleinen Schweizer Kulturbetrieb bei der Erstellung eines Redaktionsplans für Social Media. Du erfindest keine Veranstaltungsangaben, Preise, Namen oder Zitate.

Haus: [Art, Ort, Zielpublikum]
Ziele: [z. B. Vorverkauf steigern, regionale Sichtbarkeit]
Kanäle: [z. B. Instagram, Facebook]
Kapazität: [z. B. 3 Beiträge pro Woche, 1 Person]
Programm der nächsten 4 Wochen: [Datum, Titel, Ort, Besonderheit]
Rubriken: [z. B. Vorfreude, Hinter den Kulissen, Praktisches]
Ton: [z. B. warm, neugierig, nicht werblich]

Aufgabe:
1. Erstelle einen Plan als Tabelle: Woche | Tag | Kanal | Rubrik | Idee in einem Satz | Material, das wir brauchen (Foto/Video/Text).
2. Verteile Rubriken abwechselnd, vermeide Wiederholungen.
3. Schlage für zwei Beiträge je einen Textentwurf (höchstens 60 Wörter) vor, mit Platzhaltern für Angaben, die ich bestätige.
4. Weise auf Beiträge hin, bei denen Rechte (Fotos von Personen, Musik, Werke) geklärt werden müssen.

Passen Sie Haus, Kapazität und Programm an; wenn der Plan zu voll ist, bitten Sie um «halbe Anzahl Beiträge».

RubrikBeispielideeAufwand
VorfreudeKurzer Teaser zur PremiereGering
Hinter den KulissenFoto der ProbeMittel
PraktischesAnreise mit dem ÖVGering
StimmenZitat aus Besucherrückmeldung (mit Erlaubnis)Mittel

Worauf Sie achten müssen

  • Richtige Angaben: Datum, Uhrzeit, Preise und Besetzung müssen stimmen. Prüfen Sie jeden Beitrag gegen das Programm.
  • Rechte an Bildern und Musik: Fotos von Personen, Werken oder Aufführungen und Musik brauchen die Erlaubnis der Berechtigten. Siehe KI-Bilder für Kulturplakate.
  • Eigene Stimme: Nicht jeder KI-Text passt zu Ihrem Haus. Passen Sie ihn an. Ein persönlicher Ton ist glaubwürdiger.
  • Datenschutz: Namen und Bilder von Besuchenden veröffentlichen Sie nur mit Einverständnis. Siehe Welche Daten gehören nicht in eine KI?.
  • Keine erfundenen Zitate: Aussagen von Künstlerinnen oder Publikum dürfen nicht von der KI erfunden werden.
  • Kennzeichnung: Überlegen Sie, wie Sie mit KI-erzeugten Bildern umgehen. Transparenz schafft Vertrauen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Kleintheater in Baden spielt jeden Monat drei bis vier Produktionen. Die Mitarbeiterin, die Social Media nebenbei betreut, hat wenig Zeit. Sie gibt der KI das Programm für November, die Rubriken und ihre Kapazität von drei Beiträgen pro Woche.

Der Plan zeigt eine Abfolge: Montag Vorfreude, Mittwoch Hinter den Kulissen, Freitag Praktisches. Der Vorschlag «Interview mit dem Regisseur» streicht sie, weil keine Zeit ist, und ersetzt ihn durch ein Probenfoto. Zwei Textentwürfe passt sie an und prüft Datum und Preise.

Nach vier Wochen merkt sie: Beiträge mit Probenfotos kommen am besten an. Sie plant mehr davon ein. Vorher war Social Media Zufall, nachher hat sie einen Rhythmus. Für die Kommunikation der Bibliothek lohnt ein Blick auf Veranstaltungstexte für Bibliotheken.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Beiträge nicht nur planen, sondern gemeinsam mit Ihrem Team entwerfen, prüfen und freigeben möchten, bietet Alpasana den Alpasana Social Media Creator an. Beschrieben sind ein gemeinsam eingerichtetes Markenprofil, KI-Entwürfe für LinkedIn, Instagram und Facebook in mehreren Fassungen, ein Redaktionskalender sowie Kommentare, Rückgaben und Freigaben mit Berechtigungen. Der Zugang erfolgt auf Anfrage.

Für Ihr Haus entscheiden Sie selbst, ob ein solches Werkzeug nötig ist. Für den Start genügt oft ein Plan in einer Tabelle.

Häufige Fragen

Wie oft soll ich posten?

So oft, wie Sie dauerhaft durchhalten können. Zwei bis drei gute Beiträge pro Woche sind besser als ein täglicher Beitrag, der nach einem Monat versiegt.

Soll ich Beiträge mit KI-Bildern gestalten?

Das ist möglich, aber heikel bei Rechten und Wirkung. Für Kulturhäuser mit eigener Handschrift passen eigene Fotos meist besser. Prüfen Sie Rechtsfragen vor der Verwendung.

Wie finde ich Ideen für Beiträge?

Fragen Sie Ihr Team, was hinter den Kulissen passiert, und notieren Sie es laufend. Die KI kann Ideen sortieren und erweitern, aber die besten Geschichten kennen Sie selbst.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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