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Branchen · Prompt Engineering

Einarbeitungsplan für die Praxisassistenz mit KI erstellen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein guter Einarbeitungsplan gliedert die ersten Wochen in Lernziele, Aufgaben, Ansprechpersonen und kurze Rückmeldegespräche. Mit einem klaren Prompt erstellt die KI einen Entwurf aus Ihren Stichworten. Sie passen ihn an Ihre Praxis an, ergänzen fachliche Inhalte und prüfen alles mit der Praxisleitung.

Das Problem

Am Montag beginnt eine neue Praxisassistentin. Sie bringt eine gute Ausbildung mit, kennt aber Ihre Praxis, Ihre Software, Ihr Team und Ihre Abläufe nicht. Die erfahrene Kollegin soll sie einarbeiten, hat aber selbst volle Tage. Vieles wird «nebenbei» erklärt: Wo liegt das Material, wie funktioniert die Terminvergabe, was gilt am Telefon? Nach drei Wochen merkt jemand, dass Wichtiges nie besprochen wurde.

Eine strukturierte Einarbeitung zahlt sich aus. Neue Mitarbeitende fühlen sich sicherer, machen weniger Fehler und bleiben länger. Für die Praxis bedeutet das weniger Rückfragen und Konflikte. Ohne Plan hängt der Erfolg von Zufall und Tagesform ab.

Das Erstellen eines Plans kostet allerdings Zeit, die in der Praxis knapp ist. KI kann den Rohentwurf liefern: eine Gliederung nach Wochen, eine Liste typischer Themen, Vorschläge für Lernziele und Gespräche. Fachliche Inhalte, Schweigepflicht und praxisinterne Regeln müssen Sie selbst einbringen und prüfen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Rahmen klären: Wer wird eingearbeitet (Berufsbild, Erfahrung), in welchem Pensum, ab wann? Wer ist verantwortlich, wer Ansprechperson im Alltag? Wie lange dauert die Einarbeitung (zum Beispiel vier bis zwölf Wochen)?
  2. Themen sammeln: Notieren Sie, was die neue Person können muss: Empfang und Telefon, Terminplanung, Praxissoftware, Anmeldung und Abrechnungsgrundlagen, Vorbereitung von Untersuchungen, Material und Bestellungen, Hygiene, Notfälle, Datenschutz und Schweigepflicht. Fragen Sie die Kolleginnen nach ihren Erfahrungen.
  3. Prompt schreiben: Nutzen Sie die Vorlage unten mit den fünf Bausteinen. Je genauer Sie die Praxis beschreiben, desto brauchbarer der Entwurf.
  4. Entwurf prüfen und anpassen: Streichen Sie, was nicht passt, und ergänzen Sie Praxisspezifisches. Prüfen Sie, ob die Reihenfolge sinnvoll ist: zuerst Orientierung und Sicherheit, dann Routinen, dann Verantwortung.
  5. Schweigepflicht und Datenschutz früh einplanen: In der ersten Woche gehört die Unterweisung zu Schweigepflicht, Datenschutz und zum Umgang mit Patientendaten dazu, einschliesslich des Verbots, Patientendaten in unbewilligte Werkzeuge einzugeben. Siehe Berufsgeheimnis und KI.
  6. Hygiene und Sicherheit: Fachliche Inhalte kommen von der Praxisleitung und den Verantwortlichen. Siehe Hygieneplan durchsehen.
  7. Ansprechpersonen und Rückmeldungen festlegen: Wer beantwortet Fragen, wann gibt es Gespräche (nach einer Woche, nach vier Wochen, vor Ende der Probezeit)? Plan und Gespräche gehören zusammen.
  8. Lernziele formulieren: Pro Woche zwei bis drei konkrete Ziele («Termine selbstständig vergeben», «Rezeptanfragen korrekt aufnehmen»), nicht «Praxis kennenlernen».
  9. Plan abgeben und besprechen: Erklären Sie der neuen Person den Plan am ersten Tag. Sie darf Fragen stellen und Wünsche äussern.
  10. Auswerten und verbessern: Nach der Einarbeitung fragen Sie, was gefehlt hat, und ergänzen den Plan für das nächste Mal. Siehe Onboarding-Plan mit KI.

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt folgt den Bausteinen Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel, Format. Verwenden Sie keine Namen und keine Patientendaten:

AUFGABE: Erstelle einen Einarbeitungsplan für eine neue Praxisassistentin (MPA).
ROLLE: Du bist eine erfahrene Praxismanagerin in einer Schweizer [Hausarztpraxis/Gruppenpraxis/Fachpraxis, Anzahl Mitarbeitende].
KONTEXT: Die neue Mitarbeiterin hat [Erfahrung: frisch ausgelernt / X Jahre Berufserfahrung] und startet am [Datum] mit [Pensum]. Unsere Abläufe: [Stichworte: Empfang und Telefon, Terminplanung mit [Software], Laborproben, Vorbereitung Untersuchungsräume, Material, Abrechnungsgrundlagen, Hygiene, Notfälle]. Ansprechpersonen (Rollen): [z. B. leitende MPA, Praxismanagerin, Ärztin].
ZIEL: Die Person ist nach [Zahl] Wochen in den Routineaufgaben sicher, kennt Schweigepflicht und Datenschutz, weiss, an wen sie sich wenden kann, und erhält regelmässig Rückmeldung.
FORMAT: Wochenplan als Tabelle (Woche | Schwerpunkt | Aufgaben | Lernziele | Ansprechperson | Rückmeldung). Danach eine Liste der Gespräche (Zeitpunkt, Leitfragen) und eine Checkliste für Tag 1. Kurze Sätze, Schweizer Schreibweise (ss). Füge keine medizinischen oder hygienischen Fachanweisungen ein, sondern nur Verweise «gemäss Praxisplan».

Passen Sie Kontext und Abläufe an. Ergänzen Sie fachliche Inhalte und die Schulung zu Schweigepflicht selbst.

Worauf Sie achten müssen

PhaseSchwerpunktTypische Fehler
Woche 1Orientierung, Sicherheit, Schweigepflichtzu viel auf einmal
Wochen 2 bis 4Routineaufgaben unter Begleitungzu wenig Rückmeldung
Wochen 5 bis 8selbstständiges ArbeitenÜberforderung bei Spitzen
DanachVertiefung, Spezialthemenfehlende Gespräche
  • Fachliche Verantwortung: Medizinische und hygienische Inhalte gehören der Praxisleitung. Die KI darf keine fachlichen Anweisungen liefern.
  • Schweigepflicht: Neue Mitarbeitende werden auf das Berufsgeheimnis verpflichtet und über den Umgang mit Patientendaten informiert. Das gehört in die erste Woche.
  • KI-Regeln: Klären Sie früh, ob und wie KI in der Praxis genutzt wird und was nie eingegeben werden darf. Siehe KI-Schulung fürs Praxisteam.
  • Nicht überfrachten: Weniger ist mehr. Lieber wenige Themen gründlich als alles oberflächlich.
  • Individuelle Anpassung: Erfahrene Personen brauchen anderen Plan als frisch Ausgelernte. Passen Sie den Plan an.
  • Probezeit: Die Einarbeitung und das Probezeitgespräch hängen zusammen. Siehe Probezeitgespräch vorbereiten.
  • Datenschutz: Der Plan enthält keine Patientendaten. Geben Sie in KI-Werkzeuge keine Namen von Mitarbeitenden ein.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Hausarztpraxis in Langenthal mit acht Mitarbeitenden stellt eine Praxisassistentin ein.

Vorher: Die neue Mitarbeiterin wird am ersten Tag an den Empfang gesetzt und lernt nebenbei. Nach zwei Wochen weiss sie noch nicht, wie Laborproben gekennzeichnet werden, und fragt nicht nach, weil alle beschäftigt wirken.

Nachher: Die Praxismanagerin erstellt mit der Vorlage einen Plan über sechs Wochen mit Lernzielen und Ansprechpersonen. Am ersten Tag gibt es eine Führung und eine Unterweisung zu Schweigepflicht und Datenschutz. Wöchentlich findet ein kurzes Gespräch statt. Nach sechs Wochen arbeitet die Mitarbeiterin sicher, und die Praxis ergänzt den Plan um die Themen, die sie vermisste.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer lernen möchte, KI so zu beauftragen, dass Pläne, Checklisten und Vorlagen zu Ihrem Praxisalltag passen, findet bei absofort den Kurs Prompt Engineering. Laut Beschreibung legen Sie Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat fest, bearbeiten komplexe Aufgaben schrittweise, überarbeiten Prompts und prüfen Ergebnisse; es ist ein Online-Kurs mit Zertifikat ohne Programmierkenntnisse. Medizinische Fachinhalte vermittelt er nicht.

Häufige Fragen

Wie lange soll eine Einarbeitung dauern?

Je nach Vorerfahrung vier bis zwölf Wochen. Planen Sie Rückmeldegespräche ein und passen Sie die Dauer an den Fortschritt an.

Wer soll die Einarbeitung begleiten?

Eine feste Bezugsperson, die Zeit dafür hat. Ihre Aufgaben im Tagesgeschäft sollten in der Zeit reduziert werden.

Darf die neue Mitarbeiterin KI nutzen?

Das regeln Sie in der Praxis vorab. Patientendaten gehören nie in ungeprüfte Werkzeuge. Für Büroaufgaben ohne Patientenbezug kann KI hilfreich sein.

Wie halte ich die Fortschritte fest?

Mit einer einfachen Checkliste mit Datum und Handzeichen der Ansprechperson. So sehen alle, was schon geübt wurde.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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