Branchen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben
Storyboard für Werbevideos mit KI vorbereiten
Kurz gesagt
Beschreiben Sie der KI Ziel, Zielgruppe, Dauer und Kernbotschaft, und lassen Sie daraus eine Szenenfolge mit Bildidee, Text und Dauer entwerfen. Prüfen Sie sie auf Machbarkeit und Budget, ergänzen Sie Skizzen oder Referenzbilder und lassen Sie den Kunden vor der Produktion freigeben.
Das Problem
Der Kunde möchte einen kurzen Werbefilm für Website und Social Media. Im Kopf der Agentur gibt es schon ein Bild davon. Beim Kunden entsteht aber oft ein ganz anderes. Wird erst gedreht und dann besprochen, sind Änderungen teuer: Neudreh, neue Sprecherin, neuer Schnitt.
Ein Storyboard hilft, bevor die Kamera läuft. Es zeigt das Video als Abfolge von Szenen, ähnlich einem Comic: Was sieht man, was hört man, wie lange dauert es? So kann der Kunde Ja oder Nein sagen, wenn es noch wenig kostet.
Das Schreiben eines Storyboards ist Fleissarbeit. Eine KI kann dabei den ersten Entwurf liefern, Varianten vorschlagen und Texte formulieren. Was sie nicht kann: wissen, was an Ihrem Drehort möglich ist, was das Budget zulässt und was die Marke des Kunden verträgt. Das ergänzen Sie.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Briefing festhalten. Notieren Sie Ziel des Videos (Anfragen, Bekanntheit, Einladung), Zielgruppe, Einsatzort (Website, Instagram, Bildschirm im Laden), Länge und Budgetrahmen.
- Kernbotschaft in einem Satz. Ein Video kann eine Botschaft tragen, nicht fünf. Formulieren Sie sie vor dem Storyboard, sonst wird es überladen.
- Szenenfolge entwerfen lassen. Verwenden Sie die Vorlage unten. Fordern Sie zwei oder drei unterschiedliche Varianten an, zum Beispiel erzählerisch, humorvoll, sachlich.
- Machbarkeit prüfen. Gehen Sie jede Szene durch: Gibt es den Ort, die Personen, das Material? Was kostet ein Drehtag, was Animation? Streichen oder ändern Sie, was nicht geht.
- Texte und Dauer kontrollieren. Sprechen Sie den Text laut in der Stoppuhr. Was die KI als zehn Sekunden schätzt, dauert oft länger.
- Bilder anreichern. Ergänzen Sie jede Szene mit einer Skizze, einem Referenzbild oder einem KI-generierten Platzhalterbild. Kennzeichnen Sie die Bilder als Entwurf, und klären Sie vor einer Veröffentlichung die Nutzungsrechte, siehe KI-Bilder und Nutzungsrechte.
- Rechte und Einwilligungen klären. Wenn Personen im Film vorkommen, braucht es ihre Einwilligung. Auch Musik und Schriften haben Lizenzen.
- Kunden das Storyboard vorstellen. Zeigen Sie die Szenen nacheinander und lassen Sie schriftlich freigeben. Das schützt beide Seiten, vgl. Kundenfreigabe bei KI-Inhalten.
Vorlage zum Kopieren
Du bist Videokonzepterin in einer Schweizer Agentur. Entwirf ein Storyboard für ein kurzes Werbevideo.
Kunde und Angebot: [z. B. Schreinerei in Reinach, Massmöbel]
Ziel des Videos: [z. B. Anfragen für Beratungstermine]
Zielgruppe: [Beschreibung]
Einsatz: [z. B. Website und Instagram, Hochformat]
Länge: [z. B. 30 Sekunden]
Kernbotschaft: [ein Satz]
Ton und Stil: [z. B. warm, handwerklich, ohne Übertreibung]
Möglichkeiten beim Dreh: [Ort, Personen, Material, was NICHT möglich ist]
Budgetrahmen: [CHF, grob]
Liefere eine Tabelle mit den Spalten: Szene Nr. | Dauer (Sekunden) | Bild (was sieht man) | Ton/Sprechtext | Einstellung (z. B. Totale, Nahaufnahme) | Hinweis zur Umsetzung.
Die Summe der Dauer soll der Länge entsprechen. Schreibe den Sprechtext in Schweizer Rechtschreibung, ohne erfundene Zahlen, Auszeichnungen oder Kundenzitate.
Schlage am Ende drei Fragen vor, die ich vor der Produktion mit dem Kunden klären muss.Passen Sie «Möglichkeiten beim Dreh» sorgfältig an, denn davon hängt ab, ob das Storyboard brauchbar ist. Verlangen Sie bei Bedarf eine zweite Variante.
| Szene | Dauer | Bild | Ton | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 5 s | Hände hobeln Holz, Nahaufnahme | Geräusch, Musik leise | Drehort Werkstatt |
| 2 | 8 s | Kundin misst Wand aus | Sprechtext | Einwilligung nötig |
| 3 | 7 s | Fertiger Schrank, Totale | Musik, Text | Lichtverhältnisse prüfen |
| 4 | 10 s | Logo, Kontakt | Sprecherin | Telefonnummer prüfen |
Worauf Sie achten müssen
- Machbarkeit: KI schlägt gern aufwendige Szenen vor, etwa Drohnenflüge oder Menschenmengen. Prüfen Sie Budget, Ort und Zeit.
- Rechte an Bildern und Musik: KI-Bilder, Stockmaterial und Musik haben je nach Werkzeug eigene Bedingungen. Klären Sie die Nutzungsrechte, bevor Material im veröffentlichten Video landet. Fachliche Prüfung im Einzelfall.
- Menschen im Bild: Aufnahmen erkennbarer Personen brauchen deren Einwilligung. Bei KI-erzeugten Gesichtern, die echten Menschen ähneln, ist Vorsicht geboten.
- Keine erfundenen Aussagen: Auszeichnungen, Zahlen und Kundenstimmen gehören nur ins Video, wenn sie belegt sind.
- Täuschende Darstellung: Zeigt das Video etwas, das so nicht existiert, etwa ein KI-generiertes Produkt, muss es dem tatsächlichen Angebot entsprechen. Das UWG verbietet irreführende Werbung.
- Datenschutz: Geben Sie interne Kundenunterlagen nicht ungeprüft in KI-Dienste, sondern nur das nötige Briefing.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Agentur in Reinach soll für eine Schreinerei ein 30-Sekunden-Video für Instagram erstellen. Die Kreativdirektorin trägt Ziel, Zielgruppe und Möglichkeiten in die Vorlage ein und erhält zwei Storyboard-Varianten.
Die erste Variante zeigt in sechs Szenen den Weg vom Holz zum Möbel, die zweite beginnt mit einem Problem im Wohnzimmer («Der Schrank passt nicht in die Nische») und zeigt die Lösung. Beim Prüfen streicht sie in der ersten Variante eine Luftaufnahme, die nicht im Budget liegt. Der Schreinermeister mag die zweite Variante und wünscht sich eine Szene, in der seine Lernende mitarbeitet. Beide Seiten geben die Szenenfolge schriftlich frei. Der Dreh dauert einen halben Tag, und beim Schnitt gibt es keine Überraschung.
So hilft Ihnen Alpasana
Wer in der Agentur KI für Video-Teaser, Bilder und Voiceover vorbereiten möchte, findet bei absofort passende Kurse: KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Nach Kursbeschreibung gehören KI-Bilder, Video-Teaser sowie Podcast- und Voiceover-Vorbereitung zum Angebot, ausserdem Praxisaufgaben, ein KI-Lerncoach und ein verifizierbarer Abschluss.
Der Kurs vermittelt die Arbeitsweise. Dreh, Schnitt und Produktion bleiben in Ihrer Hand.
Häufige Fragen
Kann die KI das ganze Video herstellen?
Es gibt Werkzeuge, die Videos aus Text erzeugen, doch ihre Qualität und Rechtslage sind unterschiedlich. Für Werbung eines Kunden sollten Sie prüfen, ob Markenbild, Richtigkeit und Nutzungsrechte erfüllt sind. Das Storyboard bleibt auch dann sinnvoll.
Wie lang soll ein Storyboard sein?
Eine Szene pro fünf bis zehn Sekunden ist eine gute Faustregel. Ein 30-Sekunden-Video hat dann vier bis sechs Szenen. Zu viele Szenen machen das Video hektisch.
Muss der Kunde jede Szene freigeben?
Besser ja, mindestens das Gesamtkonzept. Vereinbaren Sie, welche Änderungen nach der Freigabe noch zulässig sind und was sie kosten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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