Branchen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben
Kampagnenideen mit KI entwickeln und sinnvoll auswählen
Kurz gesagt
Lassen Sie die KI zuerst viele unterschiedliche Ideen zu einem klaren Briefing sammeln. Dann bewerten Sie jede Idee mit denselben Kriterien, etwa Zielgruppe, Machbarkeit, Budget und Markenpassung, und legen dem Kunden nur die drei bis vier besten Vorschläge vor.
Das Problem
Der Kunde will eine neue Kampagne. Das Team trifft sich zum Workshop und sammelt Ideen. Mit einer KI geht das scheinbar ganz leicht: Nach einer Minute liegen fünfzig Vorschläge auf dem Tisch. Aber was fängt man damit an?
Typisch sind zwei Probleme. Erstens ähneln sich KI-Ideen oft, weil sie auf dem beruhen, was häufig geschrieben wurde. Zweitens wirken viele Vorschläge auf den ersten Blick gut, scheitern aber an Budget, Zielgruppe, Marke oder Machbarkeit. Wer sie dem Kunden ungeprüft zeigt, verliert Glaubwürdigkeit.
Dazu kommt das Gespräch im Team: Wer eine Idee mag, verteidigt sie. Ohne gemeinsame Kriterien wird aus der Auswahl eine Geschmacksfrage. Mit KI können Sie beides verbessern: viele Ideen sammeln und danach strukturiert aussortieren.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Briefing schärfen. Halten Sie in wenigen Sätzen fest: Ziel der Kampagne, Zielgruppe, Zeitraum, Budgetrahmen, Kanäle, Marke. Ein Muster steht in Kundenbriefing-Vorlage.
- Kriterien vorab festlegen. Einigen Sie sich, bevor Sie Ideen sehen, auf vier bis sechs Bewertungskriterien: Passt zur Zielgruppe? Passt zur Marke? Im Budget machbar? Im Zeitraum umsetzbar? Messbar? Rechtlich unbedenklich?
- Ideen in Runden sammeln. Bitten Sie die KI zunächst um viele, bewusst unterschiedliche Ideen, etwa «zehn Ansätze aus zehn verschiedenen Richtungen». Fordern Sie dann Varianten der zwei, drei Favoriten an.
- Eigene Ideen dazugeben. Das Team trägt seine Gedanken ein, bevor es die KI-Liste liest. Sonst werden eigene Ideen von den KI-Vorschlägen verdrängt.
- Jede Idee bewerten. Vergeben Sie pro Kriterium Punkte von 1 bis 3 oder Ja, Teilweise, Nein. Die KI kann einen ersten Vorschlag machen, das Team korrigiert.
- Fakten prüfen. Prüfen Sie Behauptungen über Trends, Zahlen oder frühere Kampagnen anderer Firmen. Die KI erfindet gelegentlich Beispiele.
- Auswahl begründen. Halten Sie fest, warum drei bis vier Ideen weiterkommen und warum andere nicht. Das hilft beim Kundentermin.
- Mit dem Kunden besprechen. Zeigen Sie die Auswahl mit Begründung. Die Entscheidung trifft der Kunde.
Vorlage zum Kopieren
Du bist Kreativberaterin in einer Schweizer Agentur. Hilf mir bei Kampagnenideen.
Kunde und Angebot: [Kurzbeschreibung]
Ziel der Kampagne: [z. B. mehr Anmeldungen für Kurs im Januar]
Zielgruppe: [Beschreibung]
Zeitraum: [von – bis]
Budgetrahmen: [CHF-Betrag oder Grössenordnung]
Kanäle: [z. B. Social Media, Newsletter, Plakat in der Region]
Marke: [Ton und No-Gos in 2–3 Sätzen]
Aufgabe 1: Nenne 10 Ideen aus unterschiedlichen Richtungen (zum Beispiel emotional, humorvoll, informativ, Aktion, Zusammenarbeit). Jede Idee in 2 Sätzen.
Aufgabe 2: Bewerte jede Idee in einer Tabelle mit 1 bis 3 Punkten für: Zielgruppenpassung, Markenpassung, Machbarkeit im Budget, Umsetzbarkeit im Zeitraum, Messbarkeit.
Aufgabe 3: Nenne bei den drei besten Ideen die grösste Schwachstelle und eine Frage, die wir dem Kunden stellen sollten.
Erfinde keine Zahlen, Studien oder Beispiele anderer Firmen. Markiere Annahmen mit «Annahme».Passen Sie die Kriterien in Aufgabe 2 an Ihr Projekt an. Bei kleinen Budgets zählt die Machbarkeit stärker, bei Imagekampagnen die Markenpassung.
| Idee | Zielgruppe | Marke | Budget | Zeit | Messbar | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| [Idee A] | 3 | 2 | 3 | 3 | 2 | 13 |
| [Idee B] | 2 | 3 | 1 | 2 | 3 | 11 |
Worauf Sie achten müssen
- Ähnlichkeit zu bestehenden Kampagnen: KI-Ideen können an bekannte Kampagnen erinnern. Suchen Sie nach Slogans und Konzepten, bevor Sie etwas vorschlagen. Markenrechtliche Fragen lassen Sie im Einzelfall fachlich klären.
- Bewertung ist grob: Die Punkte der KI sind Ersteinschätzungen, keine Messwerte. Das Team muss sie begründet anpassen.
- Vertrauliche Angaben: Budgets und unveröffentlichte Produktdetails des Kunden gehören nicht in ungeprüfte KI-Dienste. Verwenden Sie Grössenordnungen statt exakter Zahlen.
- Sprache und Kultur: Ideen und Wortspiele funktionieren in der Schweiz anders als in Deutschland. Prüfen Sie Dialekt, Mehrsprachigkeit und Anspielungen.
- Zielgruppenklischees: KI übernimmt Vorurteile. Prüfen Sie Beschreibungen von Gruppen kritisch.
- Verantwortung: Auch bei KI-Ideen verantwortet die Agentur, was sie dem Kunden empfiehlt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Agentur in Zürich plant für eine regionale Musikschule eine Kampagne für den Schnupperkurs. Das Team füllt das Briefing aus und notiert zuerst eigene Ideen. Danach lässt es die KI zehn Ansätze entwickeln.
Aus insgesamt 14 Ideen bleiben nach der Bewertung vier. Eine Idee mit einem teuren Filmdreh scheitert am Budget, eine zweite hat das Team schon bei einem anderen Kunden gesehen. Die KI hatte beide hoch bewertet. Beim Kundentermin zeigt die Agentur vier Ideen mit Begründung und je einer Rückfrage. Die Schulleiterin entscheidet sich für eine Aktion mit Schülerinnen und Schülern als Botschafter, die niemand im Voraus erwartet hatte.
So hilft Ihnen Alpasana
Wer in der Agentur mit KI Texte, Präsentationen und Ideen vorbereitet, findet bei absofort Kurse zu konkreten Arbeitsaufgaben: KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Dazu zählen nach Kursbeschreibung Bürokommunikation mit Präsentationen, mehrsprachige Kommunikation und der Umgang mit Claude inklusive Prompt-Bibliothek, Qualitätsprüfung und Einsatzregeln.
Die Kurse sind online, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss. Kreativität und Kundenkenntnis bringt weiterhin Ihr Team mit.
Häufige Fragen
Ersetzt die KI den kreativen Workshop?
Nein. Sie liefert Material und Anstösse, aber der Workshop bringt Kundenkenntnis, Erfahrung und Entscheidungen ein. Am besten sammeln Menschen zuerst eigene Ideen, danach ergänzt die KI.
Wie viele Ideen soll ich dem Kunden zeigen?
Drei bis vier gut begründete Ideen sind übersichtlich. Mehr überfordert die meisten Kunden und erschwert die Entscheidung.
Was, wenn die KI immer ähnliche Ideen liefert?
Geben Sie ihr Vorgaben für Unterschiedlichkeit, etwa «ein Ansatz ohne Humor, einer mit lokalem Bezug, einer ohne Social Media». Wechseln Sie auch den Chat und das Briefing leicht ab, um neue Richtungen zu bekommen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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