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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Wie erstelle ich mit KI ein einfaches Erklärvideo?

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Erklärvideo entsteht in vier Schritten: Ablauf in Szenen zerlegen, Sprechertext schreiben, Bilder oder Clips zu jeder Szene erzeugen oder sammeln und alles mit Stimme zusammenschneiden. KI hilft bei Text, Bildern und Stimme. Die fachliche Richtigkeit müssen Sie selbst prüfen.

Das Problem

Ihre Kundinnen und Kunden verstehen einen Ablauf nicht: wie sie eine Rechnung digital einreichen, wie die Anmeldung funktioniert oder was nach der Bestellung passiert. Sie erklären es am Telefon immer wieder, schreiben lange E-Mails und bekommen trotzdem dieselben Rückfragen.

Ein kurzes Erklärvideo (ein Film von ein bis zwei Minuten, der einen Ablauf Schritt für Schritt zeigt) kann diese Arbeit abnehmen. Früher brauchte man dafür eine Agentur. Heute können Sie mit KI-Hilfen vieles selbst erledigen.

Die Kunst liegt nicht im Werkzeug, sondern im Aufbau: Ein gutes Erklärvideo behandelt genau eine Frage und zeigt genau die Schritte, bei denen Menschen hängenbleiben.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Eine Frage wählen: Formulieren Sie, was das Video beantwortet, zum Beispiel «Wie reiche ich meine Belege ein?». Eine Frage pro Video.
  2. Ablauf aufschreiben: Notieren Sie die Schritte so, wie Sie sie am Telefon erklären würden. Meist sind es fünf bis sieben.
  3. Szenen planen: Jeder Schritt wird eine Szene. Eine Hilfe finden Sie in KI-Video: Storyboard erstellen.
  4. Sprechertext erzeugen: Lassen Sie die KI aus Ihren Stichworten einen kurzen, gesprochenen Text pro Szene schreiben. Nutzen Sie die Vorlage unten.
  5. Bilder besorgen: Am zuverlässigsten sind Bildschirmaufnahmen Ihrer echten Anwendung. KI-Bilder eignen sich für allgemeine Szenen, nicht für Bildschirme mit Beschriftung, die stimmen muss.
  6. Stimme erzeugen oder aufnehmen: Entweder sprechen Sie selbst oder Sie nutzen eine KI-Stimme, siehe KI-Voiceover erstellen.
  7. Zusammenschneiden: Legen Sie Bilder und Ton in einem einfachen Schnittprogramm übereinander. Pro Szene reichen meist fünf bis zehn Sekunden.
  8. Untertitel ergänzen: Viele schauen ohne Ton. Siehe Untertitel automatisch erstellen.
  9. Testen lassen: Zeigen Sie das Video einer Person, die den Ablauf nicht kennt. Wo sie stockt, überarbeiten Sie.
Ablaufgrafik in 9 Schritten: 1. Eine Frage wählen; 2. Ablauf aufschreiben; 3. Szenen planen; 4. Sprechertext erzeugen; 5. Bilder besorgen; 6. Stimme erzeugen oder aufnehmen; 7. Zusammenschneiden; 8. Untertitel ergänzen; 9. Testen lassen.
Der Weg im Überblick: Wie erstelle ich mit KI ein einfaches Erklärvideo?

Vorlage zum Kopieren

Du schreibst den Sprechertext für ein Erklärvideo von etwa [Länge, z. B. 90 Sekunden].
Thema: [z. B. Wie reiche ich meine Belege digital ein?]
Zielgruppe: [z. B. Kundinnen und Kunden ohne Technikkenntnisse]
Schritte: [Schritt 1; Schritt 2; Schritt 3; …]
Aufbau: Pro Schritt eine Szene mit 1–2 kurzen Sätzen (gesprochen, ohne Fachwörter),
dazu in Klammern ein Vorschlag, was im Bild zu sehen sein soll.
Beginne mit einem Satz, der das Problem benennt, und schliesse mit einem Satz,
wohin man sich bei Fragen wendet: [Telefon/E-Mail].
Erfinde keine Schritte, die ich nicht genannt habe.

Passen Sie Länge, Schritte und Kontakt an. Wenn der Text zu lang wird, bitten Sie um «30 Prozent kürzer».

Worauf Sie achten müssen

  • Richtigkeit: Die KI kennt Ihren Ablauf nicht. Sie darf nur ordnen und formulieren, was Sie ihr liefern. Prüfen Sie jeden Satz gegen die Wirklichkeit.
  • Bildschirmaufnahmen: Zeigen Sie keine echten Kundendaten. Verwenden Sie Testdaten oder verdecken Sie Namen.
  • Veraltet: Ändert sich der Ablauf, wird das Video falsch. Notieren Sie Datum und Verantwortliche und planen Sie eine Überprüfung.
  • Stimme: Eine KI-Stimme wirkt manchmal falsch betont, besonders bei Namen und Abkürzungen. Anhören ist Pflicht.
  • Barrierefreiheit: Untertitel und ein gut lesbarer Text im Bild helfen Menschen mit Hörproblemen.
  • Rechte: Musik und Bilder müssen Sie verwenden dürfen. Siehe KI-Bilder kommerziell nutzen.
SzeneSprechertext (Beispiel)Bild
1«Belege einreichen ist einfach, wenn man den Weg kennt.»Titelbild mit Logo
2«Melden Sie sich im Kundenportal an.»Bildschirmaufnahme Anmeldung
3«Wählen Sie Beleg hochladen.»Bildschirmaufnahme Schaltfläche
4«Bei Fragen erreichen Sie uns unter …»Kontaktbild

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine kleine Treuhandfirma in Aarau erhält jeden Monat Belege per Post, per E-Mail und über WhatsApp. Die Sachbearbeiterin sortiert aufwendig.

Vorher: Sie erklärt jedem Neukunden telefonisch das Hochladen im Portal, etwa zehn Minuten pro Gespräch.

Nachher: Sie schreibt sechs Schritte auf, lässt die KI daraus einen 80-Sekunden-Sprechertext formulieren, nimmt den Bildschirm mit Testdaten auf und spricht den Text selbst ein. Untertitel erstellt sie automatisch und korrigiert sie von Hand. Das Video liegt im Willkommensmail. Die Rückfragen gehen zurück, und die verbleibenden zeigen, welcher Schritt noch unklar ist.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer solche Videos regelmässig herstellen möchte, lernt den Ablauf von Skript bis Tonspur am besten an einem eigenen Beispiel. Die KI-Kurse für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort umfassen unter anderem Video-Teaser sowie Podcast- und Voiceover-Vorbereitung, mit Praxisaufgaben und KI-Lerncoach.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Erklärvideo sein?

Eine feste Regel gibt es nicht. Je enger die Frage, desto kürzer das Video. Wenn Sie mehrere Fragen beantworten wollen, machen Sie mehrere kurze Videos.

Brauche ich einen Avatar?

Nein. Bildschirmaufnahmen mit Stimme erklären Abläufe oft besser als eine sprechende Figur. Wenn Sie nicht selbst sprechen möchten, lesen Sie Ein Avatarvideo aus einem Text erstellen.

Wo veröffentliche ich das Video?

Am besten dort, wo die Frage auftaucht: im Willkommensmail, im Kundenportal oder auf der Seite zum Thema. Nur auf einer Videoplattform zu hosten, hilft Menschen wenig, die nicht danach suchen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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