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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Wie erstelle und korrigiere ich automatische Untertitel?

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Untertitelwerkzeug erkennt die Sprache im Video, schreibt sie als Text und setzt Zeitmarken. Das Ergebnis ist ein guter Entwurf, aber nie fehlerfrei. Namen, Zahlen und Fachwörter korrigieren Sie von Hand und prüfen am Ende das ganze Video einmal mit den Untertiteln.

Das Problem

Ihr Video soll auch ohne Ton verständlich sein. Das ist sinnvoll: Viele schauen Videos unterwegs oder im Büro mit stummgeschaltetem Ton. Menschen mit Hörproblemen sind auf Untertitel angewiesen.

Alles von Hand abzutippen und jede Zeile auf die Sekunde zu setzen, ist mühsam. Eine Minute Video kann so leicht eine Viertelstunde Arbeit bedeuten.

Automatische Untertitel nehmen Ihnen den grössten Teil ab: Die KI wandelt die gesprochene Sprache in Text um und ordnet jede Zeile einem Zeitpunkt zu. Die Qualität reicht aber selten für die Veröffentlichung ohne Prüfung. Besonders Namen, Zahlen und Branchenbegriffe werden oft falsch geschrieben.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Tonqualität prüfen: Hören Sie in das Video. Rauschen, Musik und mehrere Stimmen verschlechtern die Erkennung. Tipps zur Aufnahme: Aufnahmequalität für die Transkription.
  2. Werkzeug wählen: Viele Schnittprogramme und Videoplattformen bieten automatische Untertitel an. Wählen Sie eines, das Deutsch unterstützt.
  3. Sprache einstellen: Stellen Sie die gesprochene Sprache ein, bei Schweizerdeutsch beachten Sie Schweizerdeutsch transkribieren.
  4. Untertitel erzeugen lassen: Starten Sie die Erkennung und warten Sie, bis der Text mit Zeitmarken erscheint.
  5. Wörterliste vorbereiten: Notieren Sie Namen, Ortsnamen, Produktbezeichnungen und Abkürzungen, die im Video vorkommen. Sie brauchen sie beim Korrigieren.
  6. Text korrigieren: Gehen Sie Zeile für Zeile durch, den Ton im Ohr. Korrigieren Sie Wörter, Gross-/Kleinschreibung und Satzzeichen. Mehr dazu: Transkript-Fehler korrigieren.
  7. Zeilen kürzen und umbrechen: Gut lesbare Untertitel haben höchstens zwei kurze Zeilen und bleiben lange genug stehen, um in Ruhe gelesen zu werden.
  8. Zeitmarken kontrollieren: Erscheint der Text zu früh oder zu spät, verschieben Sie ihn. Siehe auch Zeitmarken im Transkript.
  9. Gesamtes Video anschauen: Spielen Sie es einmal mit Untertiteln ab, am besten stumm.
  10. Exportieren: Speichern Sie die Untertitel als Datei oder fest im Bild. Siehe Untertitel exportieren.
Ablaufgrafik in 9 Schritten: 1. Tonqualität prüfen; 2. Werkzeug wählen; 3. Sprache einstellen; 4. Untertitel erzeugen lassen; 5. Wörterliste vorbereiten; 6. Text korrigieren; 7. Zeilen kürzen und umbrechen; 8. Zeitmarken kontrollieren; 9. Gesamtes Video anschauen.
Der Weg im Überblick: Wie erstelle und korrigiere ich automatische Untertitel?

Ein Tipp zur Arbeitsweise: Korrigieren Sie nicht beim ersten Durchlauf alles auf einmal. Gehen Sie zuerst nur auf Namen und Zahlen, dann auf Fachwörter, zuletzt auf Satzzeichen und Zeilenumbrüche. So übersehen Sie weniger, und die Arbeit fühlt sich weniger endlos an.

Vorlage zum Kopieren

Wenn Sie ein Transkript haben, das Sie dort eingeben dürfen, kann ein KI-Assistent es als Untertitel gliedern:

Hier ist ein Transkript mit Zeitmarken: [Transkript]
Gliedere es in Untertitel mit höchstens [2] Zeilen zu je [42] Zeichen.
Jede Einblendung soll mindestens [1.5] Sekunden dauern.
Korrigiere nur offensichtliche Erkennungsfehler und Satzzeichen.
Schreibe diese Namen und Begriffe genau so: [Liste mit Namen und Fachwörtern].
Ändere keine Zahlen. Markiere Unklares mit [unklar] statt zu raten.

Passen Sie Zeilenlänge und Dauer an Ihr Werkzeug an. Die genauen Vorgaben stehen meist in dessen Hilfe.

Worauf Sie achten müssen

  • Fehlerhafte Zahlen und Namen: Das sind die häufigsten Fehler. Vergleichen Sie diese mit der Quelle.
  • Dialekt und Akzent: Schweizerdeutsch und starke Akzente werden schlechter erkannt. Planen Sie mehr Korrekturzeit ein.
  • Datenschutz: Die Tonspur wird bei vielen Diensten zum Anbieter übertragen. Bei vertraulichen Inhalten gilt: Vertrauliche Aufnahmen transkribieren.
  • Wörtlich oder bereinigt: Entscheiden Sie, ob «äh» und Wiederholungen bleiben. Meist werden sie entfernt, ohne den Sinn zu verändern.
  • Lesbarkeit: Weisse Schrift auf hellem Hintergrund ist schwer lesbar. Wählen Sie Farbe, Grösse und Hintergrund so, dass der Text immer erkennbar bleibt.
  • Offene oder zuschaltbare Untertitel: Zuschaltbare lassen sich ausschalten und später ändern, eingebrannte nicht mehr.
VarianteVorteilNachteil
Zuschaltbare Untertitel (Datei)später änderbar, auch für Übersetzungennicht auf jeder Plattform möglich
Eingebrannte Untertitelsieht überall gleich ausÄnderung nur mit neuem Export

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Gemeinde im Kanton Aargau veröffentlicht ein dreiminütiges Video zur neuen Abfallregelung. Der Gemeindeschreiber spricht Hochdeutsch, die Aufnahme ist im Gemeindehaus entstanden.

Vorher: Das Video hat keine Untertitel. Auf dem Handy im Zug schauen es nur wenige an, und Gehörlose sind ausgeschlossen.

Nachher: Die Sachbearbeiterin lässt Untertitel automatisch erzeugen. Dabei werden «Kehrichtsack» und mehrere Strassennamen falsch geschrieben. Anhand ihrer Wörterliste korrigiert sie 14 Stellen, kürzt zu lange Zeilen und prüft das Video stumm. Zusätzlich exportiert sie die Untertiteldatei für die Gemeinde-Website.

So hilft Ihnen Alpasana

Mit Untertiteln, Texten und Tonspuren arbeiten Sie sicherer, wenn Sie den ganzen Ablauf einmal an einem eigenen Beispiel durchlaufen. Die KI-Kurse für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort bieten dafür Praxisaufgaben und einen KI-Lerncoach, unter anderem zu Video-Teasern sowie Podcast- und Voiceover-Vorbereitung.

Häufige Fragen

Wie genau sind automatische Untertitel?

Bei klarer Sprache und ruhiger Aufnahme oft gut, bei Dialekt, Lärm oder Fachbegriffen deutlich schlechter. Rechnen Sie immer mit Korrekturen und kontrollieren Sie alles Wichtige.

Darf ich Untertitel mit KI auf andere Sprachen übersetzen?

Ja, das ist technisch möglich. Fachbegriffe und Feinheiten sollten Sie aber von Sprachkundigen prüfen lassen. Lesen Sie dazu Videos mit KI übersetzen.

Brauche ich Untertitel auch, wenn mein Video Musik und Bildtexte hat?

Wenn gesprochen wird, ja. Bildtexte ersetzen nicht, was gesagt wird. Wer ohne Ton schaut, verpasst sonst die Aussage.

Wie lange brauche ich für das Korrigieren?

Das hängt stark von der Tonqualität ab. Bei klarer Sprache oft nur ein Bruchteil der Videolänge, bei schwieriger Aufnahme deutlich mehr. Messen Sie beim ersten Video die Zeit, dann können Sie künftig besser planen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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