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Werkzeuge & Agenten · Prompt Engineering

KI-Drehbuch für einen Video-Teaser: Vorlage zum Ausfüllen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Teaser-Drehbuch hat vier Teile: Einstieg in den ersten Sekunden, Kernaussage, Beleg und Handlungsaufforderung. Füllen Sie die Vorlage mit Ihren Fakten aus, lassen Sie die KI Sprechertext und Szenenplan formulieren und prüfen Sie Aussagen, Länge und Tonfall, bevor Sie produzieren.

Das Problem

Ein Teaser ist ein kurzes Video, das neugierig machen soll: auf ein Angebot, eine Veranstaltung, ein neues Produkt. In 20 bis 40 Sekunden müssen Aufmerksamkeit, Botschaft und nächster Schritt untergebracht werden. Ohne Text und Plan wird daraus schnell ein lose zusammengeschnittener Clip, der nichts bewirkt.

Das Drehbuch ist der schriftliche Plan: Was sieht man, was hört man, was steht auf dem Bildschirm, und was soll der Zuschauer am Ende tun? Es verbindet Bild und Ton. Ein Drehbuch muss nicht lang oder kompliziert sein, es muss klar sein.

KI kann beim Formulieren helfen, Varianten liefern und Kürzungen vorschlagen. Entscheidend bleiben Ihre Fakten und Ihr Urteil. Die Angaben beziehen sich auf den Stand Oktober 2026.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Ziel und Aktion festlegen. Was soll der Teaser auslösen: Anmeldung, Anruf, Besuch? Formulieren Sie die Handlungsaufforderung zuerst.
  1. Fakten sammeln. Notieren Sie Datum, Ort, Nutzen, Preis oder Bedingung, soweit relevant. Liefern Sie diese Angaben selbst, die KI soll sie nicht erfinden.
  1. Länge wählen. Als Richtwert sprechen Menschen etwa zwei bis drei Wörter pro Sekunde. Ein 30-Sekunden-Teaser hat also höchstens 60 bis 80 Wörter Sprechertext, besser weniger.
  1. Vorlage ausfüllen. Verwenden Sie die Vorlage unten und tragen Sie Ihre Angaben ein.
  1. KI-Entwurf einholen. Lassen Sie sich zwei bis drei Varianten des Sprechertexts mit passendem Szenenplan vorschlagen.
  1. Laut lesen und kürzen. Lesen Sie den Text laut, mit der Stoppuhr. Streichen Sie, was nicht in die Zeit passt oder holprig klingt.
  1. Szenen zuordnen. Entscheiden Sie pro Szene, ob Sie echte Aufnahmen, KI-Clips oder Grafiken verwenden. Siehe Storyboard erstellen.
  1. Freigeben. Lassen Sie Text und Plan von einer zweiten Person lesen und von der zuständigen Stelle freigeben. Prüfen Sie Aussagen auf Richtigkeit.

Vorlage zum Kopieren

DREHBUCH TEASER: [Titel]
Länge: [z. B. 30 Sekunden]   Format: [Querformat/Hochformat]   Kanal: [Website, Instagram, LinkedIn]
Zielgruppe: [wer]   Ziel: [was soll passieren]   Ton: [z. B. freundlich, knapp]

FAKTEN (nur geprüfte Angaben):
- [Fakt 1]
- [Fakt 2]
- [Datum/Ort/Link]

ABLAUF
1. EINSTIEG (0–5 s): Aufhänger, der Aufmerksamkeit weckt.
   Bild: [Bildidee]   Ton: [Sprechertext/Geräusch]   Einblendung: [max. 5 Wörter]
2. KERNAUSSAGE (5–15 s): Was ist das Angebot, und was bringt es?
   Bild: [...]   Ton: [...]   Einblendung: [...]
3. BELEG (15–25 s): Warum soll man glauben? (Beispiel, Zahl, Referenz – nur wahre Angaben)
   Bild: [...]   Ton: [...]   Einblendung: [...]
4. HANDLUNGSAUFFORDERUNG (25–30 s): Was soll man jetzt tun?
   Bild: [Logo/Link/Datum]   Ton: [Satz]   Einblendung: [Adresse/Link]

REGELN FÜR DIE KI: Verwende nur die genannten Fakten. Erfinde keine Zahlen, Auszeichnungen oder Zitate. Sprechertext maximal [70] Wörter. Kurze Sätze, Anrede «Sie» oder neutral, Schweizer Rechtschreibung. Liefere zwei Varianten mit unterschiedlichem Einstieg.

Füllen Sie die Felder aus und geben Sie die Vorlage der KI. Lesen Sie die Entwürfe laut und passen Sie sie an Ihre Sprache an.

TeilAufgabeTypischer Fehler
EinstiegAufmerksamkeit in 3 bis 5 SekundenMit Firmenlogo starten
KernaussageNutzen klar sagenZu viele Punkte
BelegGlaubwürdigkeitBehauptungen ohne Beleg
HandlungsaufforderungEin klarer nächster SchrittMehrere Aufforderungen

Worauf Sie achten müssen

  • Erfundene Angaben: KI formuliert gern Superlative, Zahlen und Auszeichnungen. Streichen Sie alles, was Sie nicht belegen können. Irreführende Werbung kann rechtlich problematisch sein.
  • Zeit: Text, der auf dem Papier passt, ist oft zu lang. Prüfen Sie ihn laut und mit der Stoppuhr.
  • Tonfall: KI-Text klingt oft werblich und austauschbar. Passen Sie Wörter an Ihre Sprache an. Vermeiden Sie Floskeln.
  • Stimme: Wenn eine synthetische Stimme verwendet wird, kennzeichnen Sie sie, wo nötig, und beachten Sie Rechte. Siehe Voiceover mit KI.
  • Untertitel: Viele schauen ohne Ton. Ergänzen Sie Untertitel oder Einblendungen. Siehe Untertitel mit KI.
  • Rechte: Musik, Bilder und Schriften nur mit Erlaubnis verwenden.
  • Datenschutz: Zeigen Sie keine Kundendaten oder Personen ohne Einwilligung.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Weiterbildungsanbieter in Aarau lädt zu einem Infoabend zum Thema «Digitale Buchhaltung für Kleinbetriebe» ein. Er möchte einen 30-Sekunden-Teaser für LinkedIn und den Newsletter.

Vorher: Ein Entwurf mit Firmenvorstellung am Anfang und vier Aufforderungen am Schluss. Nachher: Mit der Vorlage startet er mit der Frage «Schon wieder Belege suchen?», nennt in der Kernaussage den Nutzen, beim Beleg die Zahl der Teilnehmenden früherer Abende, wenn sie stimmt, und schliesst mit einer einzigen Aufforderung: Datum und Anmeldelink. Beim lauten Lesen kürzt er den Text um ein Viertel. Eine Kollegin prüft die Angaben, bevor das Video produziert wird.

So hilft Ihnen Alpasana

Gute Aufträge an KI sind erlernbar. Der Kurs Prompt Engineering von absofort vermittelt nach Angebotsbeschreibung, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, Beispiele einzusetzen und Prompts zu überarbeiten. Dazu gehört ein getestetes Prompt-Set für einen wiederkehrenden beruflichen Prozess. Es ist ein Online-Kurs mit Zertifikat, ohne Programmierkenntnisse.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Teaser sein?

Für soziale Netzwerke meist 15 bis 45 Sekunden. Entscheidend ist, dass die Botschaft in den ersten Sekunden ankommt. Kürzer ist fast immer besser als länger.

Soll ich den Text selbst sprechen oder eine KI-Stimme nutzen?

Eine eigene Stimme wirkt persönlich und ist rechtlich unkompliziert. KI-Stimmen sind praktisch, brauchen aber Kennzeichnung und eine Prüfung der Rechte. Entscheiden Sie nach Zweck und Zielgruppe.

Brauche ich einen Sprechertext überhaupt?

Nicht unbedingt. Ein Teaser kann mit Bild, Einblendungen und Musik funktionieren, besonders in sozialen Netzwerken, wo viele ohne Ton schauen. Planen Sie dann die Einblendungen sorgfältig.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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