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Werkzeuge & Agenten · KI-Weiterbildung für Unternehmen

KI-Bilder kommerziell nutzen: Was muss ich prüfen?

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ob Sie ein KI-Bild für Werbung verwenden dürfen, regeln zuerst die Nutzungsbedingungen Ihres Bildgenerators und Ihr Tarif. Dazu kommen die Rechte Dritter, etwa an Personen, Marken oder bekannten Figuren. Halten Sie Ihre Prüfung schriftlich fest, bevor das Bild veröffentlicht wird.

Das Problem

Mit einem Bildgenerator ist ein Werbebild in einer Minute erstellt. Ihre Website, die Einladung zum Kundenanlass oder das Inserat sehen sofort besser aus. Dann stellt sich die Frage: Darf ich das so verwenden, auch wenn es Geld einbringen soll?

Die Antwort ist selten ein einfaches Ja oder Nein. Es hängt davon ab, bei welchem Anbieter das Bild entstanden ist, welchen Tarif Sie nutzen und was auf dem Bild zu sehen ist. Ein Fehler zeigt sich oft erst, wenn die Werbung öffentlich ist.

Diese Seite zeigt Ihnen, welche Punkte Sie in welcher Reihenfolge prüfen. Sie ist keine Rechtsberatung. Bei wichtigen Kampagnen lassen Sie sich im Einzelfall beraten. Die Rechtsgrundlagen im Überblick finden Sie bei KI-Bilder kommerziell nutzen im Recht-Bereich.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Anbieter und Tarif notieren: Mit welchem Programm und in welchem Tarif (gratis, Abo, Firmenkonto) wurde das Bild erzeugt? Machen Sie einen Bildschirmfoto-Beleg.
  2. Nutzungsbedingungen lesen: Suchen Sie im Dokument des Anbieters Begriffe wie «kommerzielle Nutzung», «Lizenz», «Rechte am Ergebnis». Manche Anbieter schränken die Nutzung bei Gratiskonten ein.
  3. Verwendungszweck festhalten: Wo soll das Bild erscheinen? Website, Flyer, Verpackung, Social Media, Werbung für Dritte? Je breiter, desto genauer prüfen.
  4. Bild kontrollieren: Sind erkennbare Personen, Marken, Logos, Kunstwerke oder bekannte Figuren zu sehen? Auch Hintergrundschilder zählen.
  5. Ähnlichkeit prüfen: Suchen Sie das Bild mit einer Bildersuche. Erinnert es stark an ein bekanntes Werk oder Foto, verwenden Sie es nicht.
  6. Herkunft dokumentieren: Speichern Sie Eingabetext (Prompt), Datum, Programm und Tarif im Ordner mit dem Bild.
  7. Kennzeichnung klären: Ist das Bild realistisch und könnte täuschen? Dann gehört eine Kennzeichnung dazu, siehe Muss ich KI-Bilder kennzeichnen?.
  8. Freigabe einholen: Lassen Sie eine zweite Person im Betrieb prüfen, bevor das Bild veröffentlicht wird.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Anbieter und Tarif notieren; 2. Nutzungsbedingungen lesen; 3. Verwendungszweck festhalten; 4. Bild kontrollieren; 5. Ähnlichkeit prüfen; 6. Herkunft dokumentieren; 7. Kennzeichnung klären; 8. Freigabe einholen.
Der Weg im Überblick: KI-Bilder kommerziell nutzen: Was muss ich prüfen?

Vorlage zum Kopieren

Diese Dokumentationsvorlage legen Sie zu jedem Bild ab, das Sie geschäftlich verwenden:

Bild-Dokumentation
Datei: [Dateiname]
Erstellt am: [Datum] mit [Programm, Tarif/Konto]
Eingabetext (Prompt): [Text einfügen]
Geplante Verwendung: [z. B. Website Startseite, Flyer Herbst]
Nutzungsbedingungen geprüft am: [Datum], gültig für kommerzielle Nutzung: [ja/nein/unklar]
Personen, Marken oder Figuren sichtbar: [nein / ja: welche]
Ähnlichkeit mit bekannten Werken geprüft: [ja/nein]
Geprüft von: [Name], freigegeben am: [Datum]

Passen Sie die Zeilen an Ihren Betrieb an, aber legen Sie die Vorlage immer im selben Ordner ab.

Worauf Sie achten müssen

  • Bedingungen ändern sich: Anbieter passen ihre Regeln an. Speichern Sie die Fassung, die zum Zeitpunkt der Erstellung galt.
  • Kein Garantiebrief: Dass ein Anbieter die kommerzielle Nutzung erlaubt, schützt nicht vor Rechten Dritter. Sie bleiben dafür verantwortlich, dass das Bild keine fremden Rechte verletzt.
  • Personen: Auch erfundene Gesichter können echten Personen ähneln. Verwenden Sie keine Bilder, die erkennbar bestimmte Menschen zeigen, ohne deren Einwilligung. Das Recht am eigenen Bild und das Persönlichkeitsrecht schützen auch in der Schweiz.
  • Marken und Logos: Taucht ein fremdes Logo im Bild auf, entfernen Sie es oder erzeugen Sie das Bild neu.
  • Eigener Schutz: Ob ein rein KI-erzeugtes Bild überhaupt Urheberrechtsschutz geniesst, ist unsicher. Lesen Sie Wem gehört das Ergebnis?.
  • Täuschende Werbung: Ein KI-Bild darf keinen falschen Eindruck von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung erwecken.
PrüfpunktFrageWenn unklar
AnbieterKommerzielle Nutzung erlaubt?Anbieter fragen oder anderes Programm
TarifGilt das auch im Gratis-Konto?Bedingungen nochmals lesen
InhaltPersonen, Marken, Figuren?Bild neu erzeugen
ÄhnlichkeitErinnert es an ein bekanntes Werk?Nicht verwenden
KennzeichnungWirkt es wie ein echtes Foto?Hinweis anbringen

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Bäckerei in Burgdorf möchte für ihr Herbstangebot ein Plakat mit einem Kürbisbrot-Motiv. Die Inhaberin erzeugt mit einem Bildgenerator mehrere Bilder.

Vorher: Sie wählt das schönste, druckt 200 Plakate und merkt erst danach, dass im Hintergrund ein Logo einer bekannten Kaffeemarke auf einem Becher zu erkennen ist.

Nachher: Sie prüft jedes Bild vor dem Druck, entdeckt das Logo, erzeugt das Bild mit dem Zusatz «ohne Beschriftungen und Logos» neu und speichert die Bild-Dokumentation. Die Bedingungen des Anbieters erlauben die kommerzielle Nutzung in ihrem Tarif. Ihre Tochter prüft das Plakat als zweite Person und gibt es frei.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie KI-Bilder und Texte im Betrieb nutzen und Ihre Mitarbeitenden dabei sorgfältig mit Ergebnissen und Daten umgehen sollen, bietet absofort KI-Weiterbildung für Unternehmen an. Laut Beschreibung gehören Schweizer Praxisbezug, Datenschutz und der verantwortungsbewusste Umgang mit Unternehmensdaten zu den Lerninhalten. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Häufige Fragen

Darf ich ein Bild aus dem Gratistarif für Werbung nutzen?

Das hängt von den Bedingungen des Anbieters ab. Manche erlauben es, andere beschränken oder verlangen einen bezahlten Tarif. Lesen Sie die Bedingungen, und fragen Sie im Zweifel beim Anbieter nach.

Muss ich den Anbieter nennen?

Eine allgemeine Pflicht dazu gibt es nicht, aber einzelne Anbieter verlangen einen Hinweis. Ihre Bedingungen sagen es.

Kann mir jemand das Bild nachnutzen?

Ob ein rein KI-erzeugtes Bild Schutz geniesst, ist rechtlich offen. Rechnen Sie deshalb damit, dass andere ähnliche Bilder verwenden könnten. Für Logos und Markenzeichen ist ein Bild aus der KI deshalb nur bedingt geeignet.

Was, wenn ich unsicher bin?

Verwenden Sie das Bild nicht für grosse Kampagnen. Holen Sie bei wichtigen Projekten juristischen Rat ein, am besten vor dem Druck.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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