Sicherheit · KI-Weiterbildung für Unternehmen
KI-Sicherheitsquiz für Mitarbeitende erstellen
Kurz gesagt
Ein gutes Sicherheitsquiz fragt nach Handlungen in Alltagssituationen, nicht nach Fachbegriffen. Stellen Sie acht kurze Fälle, lassen Sie das Team wählen und begründen und besprechen Sie die Antworten ohne Bewertung einzelner Personen.
Das Problem
Sie haben Ihr Team zu KI-Regeln informiert: ein Merkblatt, eine Richtlinie, vielleicht eine Schulung. Nun fragen Sie sich, ob die Regeln im Alltag wirklich angewendet werden. Wissen die Mitarbeitenden, was sie tun, wenn ein Kunde eine ungewöhnliche Bitte äussert oder wenn ein Text der KI seltsam klingt?
Ein Quiz mit Fachbegriffen («Was ist ein Prompt?») sagt wenig darüber aus. Wichtig ist, ob Menschen in einer echten Situation richtig entscheiden. Dafür braucht es kurze Alltagsfälle, bei denen man sich entscheiden und begründen muss.
Ein solches Quiz ist kein Test zur Bewertung, sondern ein Gesprächsanlass. Es zeigt, wo Regeln klar sind und wo Unsicherheit besteht, und es lässt sich in 20 Minuten durchführen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Legen Sie das Ziel fest. Zum Beispiel: «Das Team erkennt, welche Daten nicht in öffentliche KI-Werkzeuge gehören, und weiss, wen es bei Unsicherheit fragt.» Das Quiz prüft dieses Ziel, nicht Detailwissen.
- Wählen Sie acht Situationen. Mischen Sie leichte und knifflige Fälle aus Ihrem Alltag: Kundendaten, Ergebnisse prüfen, private Konten, Verdacht melden. Nutzen Sie die Beispiele unten als Grundlage.
- Lassen Sie eine KI Entwürfe liefern. Der Prompt unten erstellt Fälle mit je drei Antwortmöglichkeiten. Streichen Sie, was nicht zu Ihren Regeln passt, und ergänzen Sie Branchenbeispiele.
- Prüfen Sie jede Lösung gegen Ihre Richtlinie. Eine KI kennt Ihre Regeln nicht. Die «richtige» Antwort muss mit dem übereinstimmen, was in Ihrem Betrieb gilt.
- Führen Sie das Quiz in Gruppen durch. Zwei bis drei Personen beraten pro Fall und begründen ihre Wahl. Das Gespräch ist wichtiger als die Punktzahl.
- Besprechen Sie die Lösungen ohne Bewertung. Fragen Sie «Warum haben Sie so entschieden?» statt «Wer lag falsch?». Unterschiedliche Antworten zeigen, wo die Regeln klarer werden müssen.
- Halten Sie Erkenntnisse fest. Notieren Sie, welche Regeln nachgeschärft werden und wo eine Übung fehlt. Wiederholen Sie das Quiz nach einigen Monaten mit neuen Fällen.
Vorlage zum Kopieren
Erstelle ein KI-Sicherheitsquiz für Mitarbeitende eines Schweizer KMU der Branche [Branche].
Ziel: Wir wollen prüfen, ob unser Team die folgenden Regeln im Alltag anwendet:
[Regel 1, Regel 2, Regel 3, z. B. keine Kundendaten in öffentliche Tools, Ergebnisse prüfen,
verdächtige Vorfälle melden an: Name/Funktion].
Schreibe acht kurze Alltagssituationen mit erfundenen Personen (3–4 Sätze).
Gib zu jeder Situation drei Antwortmöglichkeiten (A, B, C), von denen genau eine
unseren Regeln entspricht, und danach getrennt eine kurze Begründung (2 Sätze).
Verwende einfache Sprache und erfinde keine Gesetze oder Zahlen.Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre eigenen Regeln. Prüfen Sie die Lösungen, bevor Sie das Quiz verwenden.
Beispiele für Alltagsfälle
| Situation (erfunden) | Gute Reaktion |
|---|---|
| Kollege will einen Kundenbrief mit Namen im öffentlichen Chat verbessern lassen | Namen durch Platzhalter ersetzen oder freigegebenes Werkzeug nutzen |
| KI nennt in einer Offerte eine Zahl ohne Quelle | Zahl mit Unterlagen prüfen, nicht übernehmen |
| Praktikantin nutzt das private KI-Konto für Firmenaufgaben | Auf freigegebenes Werkzeug hinweisen, Ansprechperson informieren |
| Seltsame Mail verlangt dringend einen Code | Nicht antworten, der IT melden |
| KI-Antwort enthält Daten, die nach Kundendaten aussehen | Nicht weitergeben, Vorfall melden |
Worauf Sie achten müssen
- Keine Blossstellung. Veröffentlichen Sie keine Einzelergebnisse. Wer sich blossgestellt fühlt, lernt nicht und macht beim nächsten Mal nicht mit.
- Fälle erfinden, nicht kopieren. Verwenden Sie keine echten Vorfälle mit erkennbaren Personen. Erfundene Fälle schützen Kundinnen und Mitarbeitende.
- Lösung bleibt Ihre Entscheidung. Eine KI schlägt Antworten vor, die allgemein gut klingen, aber nicht zu Ihrem Betrieb passen. Die Lösung muss zu Ihrer Richtlinie passen.
- Datenschutz im Einzelfall klären. Wenn Sie Ergebnisse erfassen, begrenzen Sie Zugriff und Aufbewahrung. Informationen zu KI und Datenschutz bietet der EDÖB.
- Wiederholung statt Prüfung. Ein Quiz zeigt den aktuellen Stand und ersetzt keine Schulung. Die Lücken schliessen Sie mit Übung, wie unter KI-Sicherheit lernen: Wo fangen Mitarbeitende an? beschrieben.
Wie sehen gute Antwortmöglichkeiten aus?
Alle drei Antworten sollten plausibel klingen. Eine offensichtlich falsche Antwort lehrt nichts. Typisch sind: eine bequeme, aber riskante Option, eine übervorsichtige Option, die den Alltag blockiert, und eine angemessene Option. So erkennen die Teilnehmenden, dass es nicht nur «verboten» oder «erlaubt» gibt, sondern vernünftige Wege.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein erfundenes Beispiel: In einem Pflegebetrieb im Kanton Luzern führt Frau Müller, die die Schulungen koordiniert, das Quiz nach der Einführung durch. Eine Frage lautet: «Eine Kollegin möchte Pflegenotizen in ein Gratis-Chatprogramm kopieren, um sie zusammenzufassen.»
Vorher hielten zwei Gruppen das für sinnvoll. Nachher besprechen alle, dass Gesundheitsangaben besonders geschützt sind und nur freigegebene Werkzeuge in Frage kommen. Das Team schärft die Regel nach und stellt ein Beispiel auf den Aushang.
So hilft Ihnen Alpasana
Die KI-Weiterbildung für Unternehmen von absofort bietet Online-Lernen mit Schweizer Praxisbezug und Datenschutz als Lerninhalten. Abschlüsse sind verifizierbar, und für Firmenlösungen und Teambuchungen gibt es eine Kontaktmöglichkeit.
Das hausinterne Quiz mit eigenen Regeln und Fällen bleibt Ihre Aufgabe. Ein externer Kurs ergänzt das Wissen, ersetzt aber nicht die Gespräche in Ihrem Team.
Häufige Fragen
Wie viele Fragen sind sinnvoll?
Acht Fälle reichen für eine Sitzung von etwa 20 Minuten. Lieber wenige Fälle gründlich besprechen als viele überfliegen.
Soll das Quiz bewertet werden?
Besser nicht. Nutzen Sie es als Gesprächsanlass. Wenn Sie Ergebnisse festhalten, dann nur für das Team insgesamt, nicht für Einzelne.
Kann ich das Quiz online durchführen?
Ja, etwa per Videogespräch mit geteiltem Bildschirm. Achten Sie darauf, dass alle zu Wort kommen. Zur späteren Ablage der Teilnahme hilft KI-Schulungen organisieren und nachweisen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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