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Selbstcoaching mit KI · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Mehr Eigenmotivation: Mit KI Wahlmöglichkeiten erkennen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Motivation wächst, wenn Sie das Gefühl haben, mitentscheiden zu können. Auch in vorgegebenen Aufgaben gibt es meist Spielraum bei Reihenfolge, Zeitpunkt, Art der Umsetzung oder Hilfsmitteln. KI kann Ihnen Fragen stellen, die diesen Spielraum sichtbar machen, ob und wie Sie ihn nutzen, entscheiden Sie.

Das Problem

Manche Aufgaben haben Sie nicht gewählt: die Quartalsabrechnung, die Protokolle, der Umzug der Ablage. Sie sind vorgegeben, und sie müssen gemacht werden. Mit der Zeit entsteht ein Gefühl des Müssens, und die Motivation sinkt. Aufgaben ziehen sich, werden aufgeschoben oder erledigt, aber ohne Energie.

Die Motivationsforschung beschreibt, dass Menschen motivierter sind, wenn sie sich selbstbestimmt erleben. Der Fachbegriff dafür ist Autonomie. Gemeint ist nicht Unabhängigkeit von allen Regeln, sondern das Gefühl, bei den eigenen Handlungen mitentscheiden zu können. Das ist eine verbreitete Einsicht aus der Psychologie, etwa aus der Selbstbestimmungstheorie. Sie bedeutet nicht, dass jede Aufgabe Spass machen soll.

Auch bei vorgegebenen Aufgaben gibt es oft mehr Spielraum, als man auf den ersten Blick sieht: wann Sie sie erledigen, in welcher Reihenfolge, wo, mit welchen Hilfsmitteln, mit wem, in welchem Tempo. KI kann Ihnen helfen, diese Möglichkeiten zu entdecken, indem sie Fragen stellt. Entscheiden müssen Sie, was davon in Ihrer Situation möglich und sinnvoll ist.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Wählen Sie eine Aufgabe. Nehmen Sie eine, die Sie aufschieben oder ohne Energie erledigen. Beschreiben Sie sie in zwei Sätzen.
  1. Schreiben Sie auf, was feststeht. Was ist vorgegeben: Ergebnis, Termin, Vorschriften, Menschen, die beteiligt sind? Das ist der Rahmen.
  1. Lassen Sie nach Spielraum fragen. Bitten Sie die KI, Ihnen Fragen zu stellen: Wann können Sie es tun? In welcher Reihenfolge? An welchem Ort? Mit welchen Hilfsmitteln? Können Sie Teile abgeben oder tauschen?
  1. Sammeln Sie Antworten schriftlich. Beantworten Sie jede Frage mit mindestens einer Möglichkeit, auch wenn sie klein ist. Zum Beispiel: «Ich kann entscheiden, ob ich morgens oder nachmittags arbeite.»
  1. Sortieren Sie nach Realisierbarkeit. Markieren Sie, was sofort möglich ist, was Rücksprache braucht und was nicht geht. Keine Möglichkeit ist zu klein.
  1. Wählen Sie eine Möglichkeit. Setzen Sie eine um, am besten schon heute oder morgen. Notieren Sie, wie sich die Aufgabe dadurch anfühlt.
  1. Sprechen Sie, wenn nötig, mit anderen. Wenn Sie mehr Spielraum brauchen, bereiten Sie eine Bitte an Ihre Vorgesetzte vor, mit konkretem Vorschlag.
  1. Überprüfen Sie nach einer Woche. Hat sich etwas verändert? Was würden Sie beibehalten?
VorgegebenMöglicher Spielraum
Quartalsabrechnung bis FreitagReihenfolge der Schritte, Zeitblock, Ort
ProtokollpflichtVorlage, Tempo, Kombination mit anderen Aufgaben
Ablage umstellenOrdnungssystem mitgestalten, mit Musik arbeiten

Denken Sie auch an die Grenzen: Wenn Sie mehr Spielraum nutzen, tragen Sie auch mehr Verantwortung für das Ergebnis. Das ist ein Teil der Selbstbestimmung. Wählen Sie deshalb Spielräume, die Sie auch tatsächlich ausfüllen können, und sprechen Sie Änderungen bei Bedarf mit den Beteiligten ab. So erleben Sie Autonomie als Entlastung statt als zusätzliche Last.

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt führt durch die Spielraum-Suche. Beschreiben Sie die Aufgabe allgemein.

Ich habe eine Aufgabe, die vorgegeben ist und bei der meine Motivation niedrig ist. Beschreibung (allgemein, ohne Namen und vertrauliche Details): [Aufgabe].
Fest vorgegeben ist: [Rahmen].
1. Stelle mir zehn Fragen, mit denen ich herausfinde, wo ich trotz des Rahmens mitentscheiden kann (Zeitpunkt, Reihenfolge, Ort, Hilfsmittel, Zusammenarbeit, Tempo).
2. Warte auf meine Antworten.
3. Ordne danach meine genannten Möglichkeiten in: sofort umsetzbar, braucht Absprache, nicht möglich.
4. Hilf mir, eine Bitte an meine Vorgesetzte zu formulieren, falls ich mehr Spielraum brauche.
Erfinde keine Möglichkeiten und gib keine Ratschläge zu meiner Arbeitsstelle.

Fügen Sie nur Informationen ein, die Sie unbedenklich weitergeben können, und streichen Sie vertrauliche Betriebsangaben.

Worauf Sie achten müssen

  • Nicht jede Aufgabe lässt sich so gestalten, dass sie Freude macht. Ziel ist mehr Selbstbestimmung, nicht Begeisterung.
  • Wenn Ihr Spielraum durch Ihre Arbeitsbedingungen sehr eng ist, kann das Teil eines grösseren Problems sein. Besprechen Sie es mit Ihrer Vorgesetzten oder einer Beratungsstelle.
  • Geben Sie keine vertraulichen Firmeninformationen, Kundendaten oder Personalangelegenheiten in öffentliche KI-Dienste ein.
  • Anhaltende Antriebslosigkeit, Interesselosigkeit oder Niedergeschlagenheit können gesundheitliche Gründe haben. Suchen Sie dann ärztliche Hilfe. In akuten Krisen hilft die Dargebotene Hand unter 143.
  • Nutzen Sie den Spielraum fair. Er soll nicht auf Kosten von Kolleginnen gehen oder Absprachen verletzen.
  • KI-Fragen sind Anregungen. Entscheiden Sie selbst, was sinnvoll ist.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Sachbearbeiter einer Gemeindeverwaltung im Kanton Zürich muss jeden Monat Auswertungen erstellen, die er lästig findet. Er schiebt sie bis zum letzten Tag.

Mit KI findet er heraus, dass er wählen kann, wann er sie erstellt, in welcher Reihenfolge er die Teile bearbeitet und ob er die Vorlage verbessert. Er legt die Arbeit in einen ruhigen Vormittag, beginnt mit dem leichtesten Teil und baut eine Vorlage, die künftig Zeit spart. Er erlebt die Aufgabe als weniger lästig, weil er sie mitgestaltet.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Ihnen die Motivation über längere Zeit fehlt und Sie klären möchten, woran es liegt, kann ein Coaching helfen. my-coach.ch bietet Life Coaching und Mental Coaching mit Nataliya Fiechter an. Veröffentlichte Themen sind unter anderem Prokrastination, Stress, berufliche Neuorientierung und Work-Life-Balance. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich; online schweizweit oder in Safenwil.

Bei anhaltender Erschöpfung klären Sie zuerst medizinische Gründe ab.

Häufige Fragen

Was, wenn ich wirklich keinen Spielraum habe?

Dann bleibt manchmal nur die Haltung dazu. Fragen Sie, was Sie aus der Aufgabe lernen können oder was sie Ihnen für ein späteres Ziel bringt. Prüfen Sie auch, ob die Gesamtsituation für Sie stimmt.

Ist Autonomie dasselbe wie machen, was ich will?

Nein. Gemeint ist das Erleben, mitentscheiden zu können, auch innerhalb von Regeln. Es geht um Mitgestaltung, nicht um Regellosigkeit.

Kann KI meine Motivation messen?

Nein. Sie kann Fragen stellen, aber Ihre Energie spüren nur Sie selbst. Lesen Sie auch Motivation: Müssen und Wollen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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