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Entscheidungsmatrix mit KI erstellen: Vorlage für den Alltag
Kurz gesagt
In einer Entscheidungsmatrix bewerten Sie Optionen anhand gewichteter Kriterien. Die KI kann die Tabelle aufbauen und rechnen, die Kriterien, Gewichte und Bewertungen legen Sie fest. Prüfen Sie am Ende, ob sich das Ergebnis bei anderen Gewichten ändert.
Das Problem
Sie stehen vor einer Entscheidung mit mehreren Möglichkeiten: Welche Wohnung, welcher Kurs, welche Stelle, welches Auto? Jede Option hat Vorteile, und im Kopf vermischen sich die Argumente. Am Ende entscheiden Sie nach dem Gefühl des letzten Gesprächs.
Eine Entscheidungsmatrix macht den Vergleich sichtbar. In einer Tabelle stehen die Optionen in den Spalten und die Kriterien (Gesichtspunkte, die Ihnen wichtig sind) in den Zeilen. Jedes Kriterium erhält eine Gewichtung, jede Option pro Kriterium eine Bewertung. Aus beidem ergibt sich eine Summe.
Die Methode ist nützlich, aber keine Rechenmaschine für das Leben. Die Zahlen sind Ihre eigenen Einschätzungen, und das Ergebnis ist nur so gut wie die Kriterien. Eine KI kann Tabelle und Rechnung übernehmen und Rückfragen stellen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Entscheidung formulieren: Zum Beispiel «Welche von drei Wohnungen mieten wir?». Nennen Sie die echten Optionen, höchstens fünf.
- Kriterien sammeln: Schreiben Sie auf, was Ihnen wichtig ist, etwa Miete, Weg zur Arbeit, Lärm, Platz, Nähe zur Schule. Streichen Sie, was gleichwertig ist.
- Muss-Kriterien trennen: Was ist unverzichtbar (zum Beispiel Budgetgrenze)? Optionen, die das nicht erfüllen, scheiden aus.
- Gewichten: Verteilen Sie insgesamt 100 Punkte auf die verbleibenden Kriterien. Das zwingt zur Priorität.
- Bewerten: Vergeben Sie pro Option und Kriterium 1 bis 5 Punkte. Nutzen Sie, wenn möglich, Fakten wie Preis oder Fahrzeit.
- KI rechnen lassen: Geben Sie Kriterien, Gewichte und Bewertungen in die Vorlage ein und lassen Sie die Tabelle berechnen.
- Sensitivität prüfen: Verschieben Sie Punkte zwischen den Gewichten der wichtigsten Kriterien, sodass ihre Summe weiterhin 100 beträgt, und berechnen Sie die gewichteten Summen erneut. Bleibt die Rangfolge gleich?
- Gefühl abgleichen: Wie fühlt sich das Ergebnis an? Ein Unbehagen kann bedeuten, dass ein Kriterium fehlt.

Vorlage zum Kopieren
Erstelle eine Entscheidungsmatrix als Tabelle.
Entscheidung: [Frage].
Optionen: [A], [B], [C].
Muss-Kriterien: [z. B. Miete höchstens CHF 2'000].
Kriterien mit Gewicht (Summe 100): [Kriterium 1: 30], [Kriterium 2: 25], [...].
Bewertungen (1–5) pro Option: [A: 4/3/5/…], [B: …], [C: …].
Aufgabe:
1. Berechne die gewichtete Summe je Option und zeige die Rechnung.
2. Prüfe, wie sich die Rangfolge ändert, wenn ich die zwei höchsten
Gewichte um je 10 Punkte senke bzw. erhöhe.
3. Nenne zwei Kriterien, die ich vergessen haben könnte, als Fragen.
Triff keine Entscheidung für mich. Sprache: Deutsch (Schweiz).Passen Sie die Bewertungsskala an, wenn Ihnen 1 bis 10 lieber ist.
Worauf Sie achten müssen
- Rechenfehler: KI-Assistenten können sich bei Tabellen verrechnen. Prüfen Sie die Summen stichprobenartig selbst oder mit einer Tabellenkalkulation.
- Scheingenauigkeit: Zahlen wie 3,7 Punkte wirken präzise, sind aber Schätzungen. Achten Sie auf knappe Abstände.
- Gewichte manipulieren: Es ist verlockend, Gewichte so zu wählen, dass die Wunschoption gewinnt. Legen Sie Kriterien und Gewichte fest, bevor Sie bewerten.
- Nicht alles ist messbar: Beziehungen, Zugehörigkeit oder Sinn lassen sich schlecht in Punkte fassen. Notieren Sie solche Punkte zusätzlich in Worten.
- Datenschutz: Keine Namen und keine vertraulichen Finanzangaben in öffentliche KI-Dienste. Grosse Entscheide wie Hauskauf besprechen Sie mit Fachpersonen.
| Kriterium | Gewicht | Wohnung A | Wohnung B |
|---|---|---|---|
| Miete | 30 | 3 | 5 |
| Weg zur Arbeit | 25 | 5 | 3 |
| Ruhe | 25 | 4 | 4 |
| Platz | 20 | 3 | 4 |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Paar aus Aarau sucht eine neue Wohnung und hat drei Angebote besichtigt.
Vorher: Die beiden streiten über die Vor- und Nachteile, weil jede Person andere Dinge im Kopf hat. Sie fühlen sich im Kreis gedreht.
Nachher: Jede Person schreibt zuerst allein fünf Kriterien auf. Gemeinsam einigen sie sich auf sechs und verteilen die Gewichte. Die KI baut die Matrix und rechnet. Wohnung B liegt knapp vorne. Beim Sensitivitätstest zeigt sich, dass bei etwas höherem Gewicht für den Arbeitsweg Wohnung A gewinnt. Das Gespräch dreht sich nun um die eigentliche Frage: Wie wichtig ist uns der kurze Weg? Beim zweiten Besuch entscheiden sie sich ohne Streit.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn eine Entscheidung viel Gewicht hat, etwa ein Berufswechsel, hilft manchmal ein Gespräch mehr als eine Tabelle. my-coach.ch bietet Life Coaching für Klarheit, Orientierung und Entscheidungen an; berufliche Neuorientierung gehört laut Beschreibung zu den Themen. Online schweizweit oder vor Ort in Safenwil, das Erstgespräch ist kostenlos.
Die Matrix aus diesem Beitrag können Sie als Material mitbringen.
Häufige Fragen
Wie viele Kriterien sind sinnvoll?
Fünf bis acht. Mehr Kriterien verwässern die Gewichte, weniger ignorieren wichtige Aspekte.
Was, wenn zwei Optionen fast gleich abschneiden?
Dann sind beide offenbar ähnlich gut für Sie. Nutzen Sie die Zeit nicht für mehr Rechnen, sondern für ein Kriterium, das fehlt, oder setzen Sie sich eine Frist.
Darf ich die KI die Bewertungen vornehmen lassen?
Für Fakten wie Preise ja, wenn Sie sie überprüfen. Persönliche Bewertungen wie «Wohlfühlfaktor» sollten Sie selbst vergeben.
Eignet sich die Matrix auch für Entscheidungen mit Risiko?
Nur bedingt. Bei unsicheren Ausgängen helfen Szenarien besser, siehe Entscheidungen mit Szenarien.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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