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Schule & Unterricht · KI-Kurse für Kinder und Jugendliche

Kostenlose KI für Schüler: Altersgrenzen und Regeln

Stand 10.10.2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Kostenlose KI-Dienste zahlen Kinder oft mit ihren Daten. Ob ein Mindestalter oder die Zustimmung der Eltern verlangt wird, steht in den aktuellen Bedingungen des jeweiligen Anbieters. In der Schule entscheiden zusätzlich Schulleitung und kantonale Vorgaben. Sicher ist: keine persönlichen Angaben eingeben und gemeinsam üben.

Das Problem

Die Tochter von Frau Keller ist dreizehn und möchte «eine kostenlose KI» für die Schule nutzen. Ein Schüler fragt in der Klasse, ob er das Gratis-Konto seines Bruders benutzen darf. Eltern wollen wissen, ob das alles überhaupt erlaubt ist.

Die Frage nach kostenloser KI für Schüler enthält drei Fragen in einer: Was verlangt der Anbieter (Alter, Konto, Zustimmung)? Was erlaubt die Schule? Und was geschieht mit den Daten, die Kinder eingeben? Eine einheitliche Regel für alle gibt es nicht, aber es gibt gesicherte Grundsätze, an denen man sich orientieren kann.

Ausserdem ist «kostenlos» oft nur die halbe Wahrheit. Wer ein Gratisangebot nutzt, gibt in der Regel etwas anderes her: Eingaben, Nutzungsdaten oder Aufmerksamkeit. Das ist bei Erwachsenen eine Abwägung. Bei Kindern verlangt es besondere Sorgfalt.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

Gehen Sie als Lehrperson oder Elternteil in diesen Schritten vor:

  1. Lesen Sie die Nutzungsbedingungen des Dienstes. Suchen Sie nach Mindestalter, Zustimmung der Eltern und Aussagen zu Kindern. Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Anbieter und können sich ändern; prüfen Sie den aktuellen Stand für den gewählten Dienst.
  2. Klären Sie, was verlangt wird. Braucht der Dienst ein Konto, eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer? Je weniger, desto besser.
  3. Prüfen Sie die Datenfrage. Werden Eingaben gespeichert und zur Verbesserung des Dienstes genutzt? Lässt sich das abschalten? Gibt es eine Möglichkeit, den Verlauf zu löschen?
  4. Klären Sie die Regeln der Schule. In öffentlichen Schulen gelten kantonale Vorgaben und Weisungen von Schulleitung oder Schulträger. Fragen Sie nach, bevor Sie einen Dienst für die Klasse einführen. Mehr unter Einwilligung und Ablehnung bei KI in der Schule.
  5. Sprechen Sie mit dem Kind. Erklären Sie, was die KI ist, was sie kann und dass sie Fehler macht. Vereinbaren Sie, was nie eingegeben wird.
  6. Nutzen Sie die Ampel-Regel. Grün: gemeinsam, ohne Konto, ohne persönliche Angaben. Gelb: Jugendliche ab der Altersgrenze mit Absprache. Rot: Fotos, Namen, Gesundheit, persönliche Probleme, Hausaufgaben abgeben lassen.
  7. Beginnen Sie mit kleinen Aufgaben. Zum Beispiel eine Frage, die das Kind selbst beantwortet hat, danach mit der KI vergleichen.
  8. Überprüfen Sie nach einigen Wochen. Passt die Regel noch? Hat das Kind etwas gelernt?

Vorlage zum Kopieren

Mit dieser Vorlage entsteht ein Entwurf für eine Vereinbarung, die Sie mit Kindern besprechen können:

Schreibe eine Vereinbarung zum Umgang mit KI für [Familie / Klasse], gedacht für Kinder im Alter von [Alter].
Sprache: einfach, freundlich, Schweizer Rechtschreibung, höchstens zehn kurze Sätze.
Inhalte:
1. Wofür wir KI nutzen dürfen: [z. B. Fragen klären, Texte überarbeiten, nach dem eigenen Versuch].
2. Was wir nie eingeben: Namen, Adressen, Fotos, Passwörter, Probleme mit anderen Personen.
3. Wir prüfen Antworten mit einer zweiten Quelle.
4. Wir sagen offen, wenn wir KI verwendet haben.
5. Wenn uns etwas komisch vorkommt, sprechen wir mit [Eltern / Lehrperson].
Füge zum Schluss ein Feld für Datum und Unterschriften hinzu. Nenne keine Produkte und keine rechtlichen Behauptungen.

Passen Sie Alter und Inhalte an und besprechen Sie die Vereinbarung gemeinsam mit den Kindern, bevor sie unterschrieben wird.

Worauf bei kostenlosen Diensten achten?

FrageWarum sie wichtig ist
Mindestalter und ZustimmungAnbieter machen eigene Vorgaben, die Schule kann strengere haben
Konto nötig?Ein Konto sammelt Daten und verknüpft Verläufe
Verwendung der EingabenGratisdienste nutzen Eingaben teils zur Verbesserung
Werbung und ZusatzangeboteKinder erkennen Verkaufsabsichten oft schlecht
InhalteAntworten können falsch oder unpassend sein
LöschbarkeitVerlauf und Konto sollten sich entfernen lassen

Worauf Sie achten müssen

  • Altersgrenze ist Anbieterregel, kein Gesetz. Das Mindestalter steht in den Nutzungsbedingungen, nicht in einem Schweizer Bundesgesetz. Wer sie umgeht, etwa mit falschen Angaben, verstösst gegen die Bedingungen und riskiert die Sperrung des Kontos.
  • Zustimmung der Eltern. Minderjährige brauchen für Verträge in der Regel die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter, so das Zivilgesetzbuch im Grundsatz. Wann ein Kind selbst in die Bearbeitung seiner Daten einwilligen kann, hängt von seiner Urteilsfähigkeit ab. Im Einzelfall holen Sie fachlichen Rat ein.
  • Datenschutz. Das Datenschutzgesetz verlangt Sorgfalt bei Personendaten, bei Kindern besonders. Grundsätze zum Umgang mit KI erläutert der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte. Weitere Hinweise: Datenschutz von Minderjährigen bei KI.
  • Keine Schülerdaten durch die Lehrperson. Auch als Lehrperson geben Sie keine Namen, Beurteilungen oder Arbeiten Ihrer Lernenden in öffentliche KI-Dienste ein.
  • Bildungsgerechtigkeit. Nicht alle Kinder haben Geräte oder Bezahlversionen. Machen Sie schulische Aufgaben nicht davon abhängig.
  • Gespräch statt Kontrolle. Verbote ohne Erklärung führen selten zum Ziel. Wichtiger ist, dass Kinder wissen, an wen sie sich wenden können.
  • Gefühle und Beziehungen. KI-Chats können wie ein Freund wirken. Bei persönlichen Problemen gehören Kinder zu einer vertrauten Person, in der Schweiz ist zusätzlich die Dargebotene Hand unter Telefon 143 rund um die Uhr erreichbar, ebenso helfen Schulsozialarbeit oder Eltern.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives Beispiel: Eine Familie in Wil hat einen 13-jährigen Sohn, der für ein Referat eine Gratis-KI nutzen möchte. Die Eltern sind unsicher.

Vorher: Der Sohn legt heimlich ein Konto mit einer erfundenen Altersangabe an. Nachher: Die Eltern lesen mit ihm die Bedingungen, vereinbaren, dass er den Dienst nur mit ihrer Zustimmung und ohne persönliche Angaben nutzt, und dass er die Antworten im Schulbuch prüft. Er darf einen Vorschlag für die Gliederung erfragen, schreibt den Text aber selbst. Nach zwei Wochen schauen sie gemeinsam, was geholfen hat und was nicht. Parallel informiert die Lehrerin die Klasse über die Regeln der Schule.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Kinder und Jugendliche kostenlose KI-Angebote nicht nur nutzen, sondern Grundlagen und einen fairen Umgang damit lernen sollen, bieten die KI-Kurse für Kinder und Jugendliche Übungen zu Prompts, Programmieren, Bildern und Musik. Jüngere Kinder sollten begleitet werden; Gespräche zu Hause ersetzt der Kurs nicht.

Häufige Fragen

Darf mein Kind ChatGPT ohne meine Zustimmung nutzen?

Das hängt von den aktuellen Bedingungen des Anbieters und vom Alter ab. Prüfen Sie, ob der Dienst die Zustimmung der Eltern verlangt. Unabhängig davon ist es sinnvoll, dass Sie den Umgang begleiten. Hinweise zur Auswahl finden Sie unter Die beste KI für Schüler?.

Dürfen Lehrpersonen Kindern ein Gratis-KI-Konto empfehlen oder verlangen?

Verlangen sollten sie es nicht, weil der Zugang ungleich ist und Personendaten verarbeitet werden. Ob eine Empfehlung zulässig ist, regeln Schulleitung und Schulträger. Mehr dazu unter Kostenlose KI für die Schule und Datenschutz.

Ist ein Gratis-Dienst unsicherer als ein bezahlter?

Nicht zwingend, aber die Bedingungen unterscheiden sich oft. Bezahlte Dienste bieten teils mehr Datenoptionen. Lesen Sie in beiden Fällen, was mit den Eingaben geschieht.

Was soll ich tun, wenn mein Kind Persönliches in einen Chat eingegeben hat?

Bleiben Sie ruhig und sprechen Sie mit dem Kind. Löschen Sie, wenn möglich, den Verlauf oder das Konto und prüfen Sie die Einstellungen. Bei ernsthaften Fragen wenden Sie sich an die Schule oder an eine Fachstelle.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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