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Recht & Ethik · Begriff · Linup: KI sicher am Arbeitsplatz

Was zählt rechtlich als KI-System?

Stand 10.10.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein KI-System im Sinne des EU AI Act ist ein maschinengestütztes System, das mit einem gewissen Grad an Autonomie aus Eingaben ableitet, wie es Ergebnisse wie Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen erzeugt. Einfache Software mit fest vorgegebenen Regeln gehört nach den Erwägungen der Verordnung nicht dazu. Die Einordnung im Einzelfall prüfen Fachleute.

Definition

Der EU AI Act (Verordnung 2024/1689) definiert ein KI-System in Artikel 3 als ein maschinengestütztes System, das für einen unterschiedlich autonomen Betrieb ausgelegt ist und nach der Inbetriebnahme anpassungsfähig sein kann. Es leitet aus den Eingaben, die es erhält, für explizite oder implizite Ziele ab, wie es Ergebnisse wie Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen erzeugt, die physische oder virtuelle Umgebungen beeinflussen können.

Einfach erklärt

Das Merkmal, auf das es ankommt, ist das Ableiten: Das System schliesst aus Daten selbst, wie es ein Ergebnis erzeugt, statt nur Regeln abzuarbeiten, die ein Mensch Schritt für Schritt festgelegt hat. Ein Sprachassistent, der Texte schreibt, oder ein Programm, das aus Bildern Fehler erkennt und dafür trainiert wurde, passt in diese Beschreibung.

Ein Rechner, der nach festen Formeln die Mehrwertsteuer berechnet, ist hingegen keine KI im Sinne der Verordnung. Auch eine Tabelle mit wenn-dann-Regeln, die ein Mensch vollständig vorgegeben hat, gilt nach den Erwägungsgründen nicht als KI-System.

BeispielKI-System im Sinne des AI Act?Begründung
Chatbot, der Antworten frei formuliertjaerzeugt Inhalte aus Eingaben
Bildprogramm, das Gesichter erkenntjaleitet Ergebnisse aus Daten ab
Excel-Formel für die MWSTneinfeste Rechenregel
Wenn-dann-Filter im Mailprogrammin der Regel neinvollständig vorgegebene Regeln
Empfehlungsfunktion mit maschinellem Lernenjalernt aus Daten

Beispiel

Ein Beispiel: Ein Handwerksbetrieb in Thun nutzt drei Programme: eine Tabelle für Offertpreise, eine Software, die Termine nach festen Regeln verteilt, und einen Assistenten, der Kundenmails entwirft. Nur der Assistent ist ein KI-System im Sinne der Verordnung. Ob und welche Pflichten daraus folgen, hängt von Rolle und Einsatz ab. Hilfe bei der Zuordnung bietet Welche Risikoklasse hat unsere KI-Anwendung?.

Nicht verwechseln

«Automatisierung» und «KI» sind nicht dasselbe. Auch vom KI-System zu unterscheiden ist das KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck, das die Verordnung gesondert behandelt. Ob die Verordnung für Ihren Betrieb überhaupt gilt, erklärt Gilt der EU AI Act auch für Schweizer Unternehmen?. Die Kommission hat zur Abgrenzung Leitlinien veröffentlicht. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer die Begriffe im Unternehmen verständlich vermitteln möchte, kann bei Linup den Kurs KI sicher am Arbeitsplatz nutzen. Er umfasst acht Module mit Quiz und behandelt Umgang mit Daten, Prüfung von KI-Ergebnissen und das Erkennen von Betrugsversuchen. Pro Person gibt es ein Zertifikat mit QR-Code und eine Nachweismappe, dazu Teameinladungen und ein Fortschrittsdashboard.

Der Kurs ist eine Schulung und keine Rechtsberatung zum AI Act.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Massgeblich sind die geltenden Gesetzestexte.

Quellen

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