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Prompt-Akademie · Prompt Engineering

Wie kann ich Prompting kostenlos selbst lernen?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Sie können Prompting gut kostenlos üben: mit der Gratisversion eines KI-Assistenten, kleinen Aufgaben aus Ihrem Alltag und einem Übungsheft, in dem Sie Aufträge und Ergebnisse vergleichen. Beginnen Sie mit unkritischen Texten ohne persönliche Daten und prüfen Sie jede Antwort.

Das Problem

Sie möchten herausfinden, ob KI Ihnen im Arbeitsalltag wirklich hilft, aber nicht gleich einen Kurs oder ein Abo bezahlen. Zu Recht: Erst ausprobieren, dann entscheiden. Doch wo anfangen? Im Netz gibt es unzählige Anleitungen, Videos und «Prompt-Sammlungen», von denen manche nützlich und andere reine Werbung sind.

Das Problem vieler Einsteigerinnen: Sie sammeln Tipps, probieren drei Prompts aus dem Internet und sind enttäuscht, weil die Ergebnisse nicht zu ihrem Alltag passen. Gutes Prompting lernt man aber nicht durch Sammeln, sondern durch Üben an eigenen Aufgaben.

Das geht tatsächlich kostenlos. Die folgende Anleitung zeigt einen Weg, der wenige Stunden verteilt auf zwei Wochen braucht. Gratis-Angebote und ihre Grenzen ändern sich (Stand Oktober 2026), prüfen Sie die aktuellen Bedingungen der Anbieter.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Ziel setzen: Was möchten Sie mit KI erleichtern? Wählen Sie drei Aufgaben aus Ihrem Alltag, etwa E-Mails umformulieren, Texte zusammenfassen, Checklisten erstellen.
  2. Gratis-Assistenten wählen: Mehrere Anbieter erlauben eine kostenlose Nutzung mit Grenzen bei Menge und Funktionen. Beginnen Sie mit einem, den Sie kennen. Wie Sie Gratis-Zugänge prüfen, zeigt KI-Bildgenerator kostenlos am Beispiel Bilder; das Vorgehen gilt sinngemäss auch für Text-Assistenten.
  3. Datenschutz-Regel festlegen: Nur öffentliche oder erfundene Inhalte, keine Kundendaten, keine Zugangsdaten. Siehe Personenbezogene Daten im Prompt.
  4. Übungsheft anlegen: Ein Dokument oder Heft mit drei Spalten: Auftrag, Ergebnis, Beurteilung. Nach jeder Aufgabe notieren Sie, was gut war und was fehlte.
  5. Mit dem einfachen Aufbau üben: Aufgabe, Hintergrund, Ziel, Zielgruppe, Form. Die Vorlage dazu finden Sie unter Prompt-Aufbau: Vorlage.
  6. Gezielt variieren: Wiederholen Sie dieselbe Aufgabe mit einer Änderung, zum Beispiel mit und ohne Zielgruppe, und vergleichen Sie. So sehen Sie selbst, was wirkt.
  7. Kostenlose Übungen nutzen: Der Beitrag Prompting üben: Aufgaben für Anfänger liefert fertige Übungsaufgaben mit Prüfkriterien.
  8. Fachliche Quellen lesen: Anbieter von KI-Assistenten veröffentlichen kostenlose Leitfäden zum Formulieren von Aufträgen. Lesen Sie sie kritisch und übernehmen Sie, was zu Ihrer Arbeit passt.
  9. Nach zwei Wochen auswerten: Welche Aufgaben haben sich gelohnt? Wo war die KI keine Hilfe? Dann entscheiden Sie, ob ein Kurs oder ein Bezahlangebot sinnvoll ist.
Ablaufgrafik in 9 Schritten: 1. Ziel setzen; 2. Gratis-Assistenten wählen; 3. Datenschutz-Regel festlegen; 4. Übungsheft anlegen; 5. Mit dem einfachen Aufbau üben; 6. Gezielt variieren; 7. Kostenlose Übungen nutzen; 8. Fachliche Quellen lesen; 9. Nach zwei Wochen auswerten.
Der Weg im Überblick: Wie kann ich Prompting kostenlos selbst lernen?

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Auftrag lassen Sie sich einen persönlichen Übungsplan erstellen (ohne vertrauliche Angaben):

Ich bin [Rolle, z. B. Sachbearbeiterin in einer Gemeindeverwaltung] und möchte lernen, Aufträge an eine KI gut zu formulieren.
Ich habe etwa [z. B. 30 Minuten] pro Tag für [z. B. zwei Wochen].
Erstelle einen Übungsplan mit täglichen kleinen Aufgaben aus meinem Berufsalltag.
Jede Aufgabe soll enthalten: Ziel, Ausgangstext (erfunden), woran ich ein gutes Ergebnis erkenne.
Steigere die Schwierigkeit langsam. Verwende Schweizer Beispiele und keine echten Personendaten.
Weise bei jeder Aufgabe darauf hin, was ich im Ergebnis prüfen muss.

Passen Sie Rolle und Zeit an. Üben Sie nicht jeden Tag etwas Neues, sondern wiederholen Sie, was Sie gelernt haben.

Worauf Sie achten müssen

  • Datenschutz: Auch Gratis-Dienste verarbeiten Ihre Eingaben. Verwenden Sie nur Unkritisches. Gratis-Zugänge bieten oft weniger Zusagen zum Umgang mit Daten als Bezahlangebote.
  • Nutzungsgrenzen: Gratis-Zugänge sind begrenzt. Planen Sie kurze Übungseinheiten.
  • Qualität der Tipps: Viele Anleitungen im Netz sind veraltet oder übertrieben. Prüfen Sie, ob ein Tipp bei Ihnen wirklich etwas verbessert.
  • Fehler der KI: Auch beim Üben gilt: Antworten prüfen, nichts blind übernehmen. Siehe Halluzinationen mit Prompts reduzieren.
  • Fake-Angebote: Seien Sie vorsichtig bei «kostenlosen» Kursen, die Zahlungsdaten verlangen oder Abos auslösen.
  • Zeitaufwand: Rechnen Sie mit einigen Stunden. Wer nur zehn Minuten investiert, sieht selten einen Nutzen.
  • Grenzen der Selbstlernens: Ein strukturierter Kurs mit Rückmeldung kann schneller sein. Vergleichen Sie nach den zwei Wochen.
LernwegKostenVorteilGrenze
Gratis-Assistent mit ÜbungsheftkeineEigene Aufgaben, sofortSelbstdisziplin nötig
Kostenlose Leitfäden der AnbieterkeineGrundlagenAllgemein, oft englisch
Übungsaufgaben mit PrüfkriterienkeineStrukturKeine persönliche Rückmeldung
Kurs mit ZertifikatkostenpflichtigStruktur und NachweisAufwand und Preis

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Schwarz arbeitet in der Administration einer Spitex-Organisation im Kanton Luzern. Ihre Chefin hat gefragt, ob KI beim Verfassen von Standardschreiben helfen könnte.

Vorher: Frau Schwarz hat zweimal «etwas mit KI» ausprobiert, mit mittelmässigem Ergebnis, und glaubt, KI sei nichts für sie.

Nachher: Sie legt ein Übungsheft an und wählt drei Aufgaben: Terminbestätigung umformulieren, Protokoll in Stichpunkte fassen, Checkliste für Neueintritte erstellen. Zwei Wochen lang übt sie jeden Tag 20 Minuten mit erfundenen Beispielen. Sie merkt, dass die Ergebnisse besser werden, wenn sie Zielgruppe und Länge nennt. Nach zwei Wochen berichtet sie ihrer Chefin: Für Standardschreiben lohnt es sich, für alles mit Personendaten bleibt sie bei der Handarbeit. Jetzt entscheidet die Chefin, ob eine Schulung sinnvoll ist.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie nach ersten kostenlosen Übungen berufliche Prompts systematischer aufbauen möchten, vermittelt der Kurs Prompt Engineering den Umgang mit Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat. Sie üben Beispiele, komplexe Aufgaben in Schritten und die Überarbeitung von Prompts; Programmierkenntnisse sind nicht nötig.

Häufige Fragen

Reicht die Gratisversion zum Lernen?

Für den Einstieg meist ja. Die Grenzen betreffen Menge und Funktionen, nicht das Prinzip guter Aufträge.

Wie lange dauert es, bis ich es kann?

Erste Verbesserungen sehen Sie oft nach wenigen Übungen. Sicherheit entsteht über Wochen mit regelmässiger Praxis.

Soll ich mehrere Assistenten gleichzeitig lernen?

Beginnen Sie mit einem. Wenn Sie das Prinzip beherrschen, lässt es sich übertragen, siehe Prompts auf andere KI übertragen.

Gibt es kostenlose Prompt-Sammlungen?

Ja, viele. Sie dienen als Anregung. Passen Sie jeden Prompt an Ihre Situation an und prüfen Sie ihn, bevor Sie ihm vertrauen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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