Sternenstaub – Glossar · Begriff · KI für Developer mit Claude und Codex
Model Context Protocol
Kurz gesagt
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, der festlegt, wie KI-Assistenten auf externe Daten und Werkzeuge zugreifen, etwa auf Dateien, Kalender oder Datenbanken. Statt für jede Verbindung eine eigene Lösung zu bauen, nutzen Anbieter eine gemeinsame Sprache. Wer MCP einsetzt, muss genau festlegen, was die KI sehen und tun darf.
Definition
Das Model Context Protocol, kurz MCP, ist ein offener Standard, mit dem KI-Anwendungen auf externe Informationen und Werkzeuge zugreifen können. Ein Protokoll ist eine Vereinbarung, wie zwei Systeme miteinander sprechen. MCP legt fest, wie ein KI-Assistent bei einem anderen Programm nachfragen kann, zum Beispiel nach einer Datei, einem Kalendereintrag oder einer Datenbankabfrage.
Das Programm, das Daten oder Funktionen anbietet, heisst MCP-Server. Die KI-Anwendung, die darauf zugreift, ist der Client.
Einfach erklärt
Denken Sie an die Steckdosen in einem Gebäude. Früher hatte jedes Gerät einen eigenen Stecker, und für jedes brauchte man eine Sonderlösung. Mit einer einheitlichen Steckdose passt jedes Gerät. MCP versucht, das für KI zu leisten: Ein gemeinsamer «Anschluss», über den ein Assistent mit verschiedenen Datenquellen und Werkzeugen verbunden werden kann.
Ohne einen solchen Standard muss jede Verbindung einzeln gebaut werden. Mit MCP können Anbieter eine Anbindung einmal bereitstellen, und mehrere KI-Programme können sie nutzen, sofern sie den Standard unterstützen.
Beispiel
Ein Beispiel: Eine Treuhänderin in Aarau nutzt einen KI-Assistenten, der über MCP auf einen freigegebenen Ordner mit Beispielbelegen zugreifen darf. Er kann dort Dokumente lesen, aber nichts löschen. Auf die Buchhaltungsdaten hat er keinen Zugriff. Die Verbindung ist also begrenzt, und die Treuhänderin hat festgelegt, was erlaubt ist.
Gerade weil ein Assistent über solche Verbindungen handeln kann, sind klare Berechtigungen wichtig, siehe Zugriffskontrolle.
Nicht verwechseln
MCP ist nicht dasselbe wie eine API: Eine API ist die Schnittstelle eines einzelnen Dienstes, MCP ein einheitlicher Standard, der solche Dienste für KI-Anwendungen zugänglich macht. Es ist auch kein KI-Agent, sondern eine Möglichkeit, einem Agenten Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Prüfen Sie bei jeder Verbindung: Welche Daten fliessen? Wer hat den MCP-Server gebaut und betreibt ihn? Was darf der Assistent verändern?
So hilft Ihnen Alpasana
Wer Software entwickelt und KI-Assistenten kontrolliert einsetzen möchte, findet bei absofort den Kurs KI für Developer mit Claude und Codex. Beschrieben sind LLM-Grundlagen, Tokens, Kontext, Grenzen und Datenschutz, Claude, Claude Code und die Claude API sowie das Delegieren von Aufgaben und Verifizieren von Ergebnissen. MCP selbst ist in der Kursbeschreibung nicht ausdrücklich genannt.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
Weiterlesen in der Galaxie
- APIWas ist eine API? Die Programmierschnittstelle einfach erklärt: Wie zwei Programme Daten austauschen, ein Beispiel aus dem Büro und worauf Sie achten sollten.
- KI-AgentWas ist ein KI-Agent? Einfach erklärt: Wie eine KI mehrere Arbeitsschritte mit Werkzeugen selbstständig erledigt, was sie leistet und welche Kontrolle nötig bleibt.
- KI-AssistentWas ist ein KI-Assistent? Einfach erklärt: Welche Unterstützung er bei täglichen Büroaufgaben bietet, wo seine Grenzen liegen und worauf Sie achten sollten.