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Digitales Whiteboard im Coaching: Mit KI Vorlagen planen
Kurz gesagt
Ein digitales Whiteboard macht Online-Coaching anschaulich, etwa mit Bereichen für Situation, Optionen und nächsten Schritt. Mit KI entwerfen Sie eine leere Vorlage mit Leitfragen, die Klientin füllt sie im Gespräch selbst aus. Klientendaten gehören nicht in KI-Dienste und nicht in unsichere Whiteboard-Tools.
Das Problem
Im Präsenzcoaching zeichnen Sie manchmal etwas auf ein Flipchart oder legen Karten auf den Tisch. Online fehlt dieses Hilfsmittel. Sie sprechen mit einem Gesicht auf dem Bildschirm, und komplexe Gedanken bleiben flüchtig. Ein digitales Whiteboard kann das ändern: Ein gemeinsamer Bildschirm, auf dem man Gedanken sortiert, verbindet und sichtbar macht.
Allerdings können Whiteboards auch ablenken. Zu viele Funktionen, zu volle Flächen, unklare Bedienung. Und nicht jedes Tool geht sorgfältig mit Daten um. Eine gute Vorlage ist deshalb einfach: wenige Bereiche, klare Leitfragen, genug Platz.
Mit KI entwerfen Sie solche Vorlagen schnell, und zwar leer. Das ist wichtig: Die KI braucht keine Informationen über Ihre Klientel. Sie schlägt Struktur und Leitfragen vor. Gefüllt wird das Whiteboard im Gespräch, von der Klientin selbst und ohne dass Inhalte in einen KI-Dienst gelangen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Zweck bestimmen: Wofür brauchen Sie das Whiteboard? Zum Beispiel Zielklärung, Optionen sammeln, Lebensrad, Prioritäten oder nächsten Schritt festlegen.
- Methode benennen: Welches Modell soll abgebildet werden, etwa GROW (Ziel, Realität, Optionen, Wille) oder ein Lebensrad? Eine Vorlage pro Zweck genügt.
- Struktur mit KI entwerfen: Lassen Sie sich Bereiche, Titel und Leitfragen als Text vorschlagen. Die Vorlage enthält keine Klientendaten.
- In ein Tool übertragen: Bauen Sie die Fläche in dem Whiteboard-Tool nach, das Sie nutzen. Halten Sie sie schlicht.
- Datenschutz des Tools prüfen: Wo werden Inhalte gespeichert, wer hat per Link Zugriff, wie lässt sich löschen? Hinweise bietet der EDÖB.
- Mit einer Testperson ausprobieren: Lassen Sie eine Kollegin die Vorlage bedienen. Ist sie ohne Erklärung verständlich?
- In der Sitzung einführen: Erklären Sie kurz, wozu die Fläche dient, und fragen Sie, ob die Klientin sie nutzen möchte. Bieten Sie Papier als Alternative an.
- Nach der Sitzung entscheiden: Wollen Sie die Fläche speichern oder löschen? Klären Sie es vorab mit der Klientin.
| Bereich | Zweck | Leitfrage |
|---|---|---|
| Ankommen | Zustand erfassen | Wie bin ich heute hier? |
| Anliegen | Thema benennen | Worum geht es mir? |
| Ziel | Richtung klären | Woran merke ich, dass es besser geworden ist? |
| Ist-Zustand | Lage beschreiben | Was ist heute schon da? |
| Optionen | Möglichkeiten sammeln | Was könnte ich tun? |
| Nächster Schritt | Verbindlichkeit schaffen | Was probiere ich bis zum nächsten Mal? |
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt erstellt eine leere Vorlage ohne Klientendaten:
Ich bin Coach in der Schweiz und arbeite online. Entwirf eine leere
Whiteboard-Vorlage als Textstruktur für die Zielklärung nach dem GROW-Modell
(Ziel, Realität, Optionen, Wille). Die Klientin füllt sie im Gespräch selbst aus.
Verwende sechs Bereiche mit kurzem Titel, einer Leitfrage in einfacher Sprache
(Anrede «du» oder «Sie»: [Anrede]) und einem Hinweis, wie viel Platz der Bereich
braucht. Ergänze Vorschläge für gut lesbare Farben und Schriftgrössen sowie eine
Variante für Menschen mit Sehschwäche. Gib keine Beispiele aus echten Fällen und
frage nicht nach Informationen über Klientinnen.Passen Sie Methode, Anrede und Anzahl der Bereiche an Ihre Arbeitsweise an.
Worauf Sie achten müssen
- Keine Klientendaten in öffentlichen KI-Diensten: Das gilt auch für abfotografierte oder abgetippte Whiteboards. Fügen Sie Inhalte nicht zum Auswerten in einen Chat ein.
- Zugriff über Links: Viele Tools teilen Flächen per Link. Wer den Link kennt, kann Inhalte sehen. Prüfen Sie Einstellungen, verwenden Sie Zugriffsbeschränkungen und löschen Sie die Fläche nach der Sitzung, wenn vereinbart.
- Speicherort und Dienstleister: Wo liegen die Daten? Gibt es eine Vereinbarung mit dem Anbieter? Das klärt bei Unsicherheit eine Fachperson.
- Freiwilligkeit und Barrierefreiheit: Nicht jede Klientin schreibt gern auf einer Fläche. Bieten Sie Alternativen an, wie Papier oder ein Gespräch ohne Tool. Achten Sie auf Kontraste und Schriftgrösse.
- Technik darf nicht dominieren: Wenn die Bedienung mehr Aufmerksamkeit bindet als das Thema, vereinfachen Sie. Siehe Technik für Online-Coaching.
- Grenzen des Coachings: Das Whiteboard ersetzt keine Therapie. Bei Krisen verweisen Sie auf Fachstellen, in der Schweiz auf die Dargebotene Hand unter 143.
Weitere Ideen zur Vorbereitung bietet Whiteboard-Vorlagen im KI-Coaching.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Coach aus Winterthur wechselt teilweise zu Online-Sitzungen. Seine Klientinnen schätzen die Karten, die er vor Ort benutzt, und fragen, ob es online etwas Ähnliches gibt.
Vorher: Er probiert ein grosses Whiteboard mit Dutzenden Vorlagen aus. Die Klientin ist überfordert und klickt mehr, als sie nachdenkt. Der Link ist öffentlich zugänglich.
Nachher: Er entwirft mit KI eine schlichte Vorlage mit sechs Bereichen für Zielklärung, ohne Daten über Klientinnen. Er baut sie in seinem Tool nach, schränkt den Zugriff ein und testet sie mit einer Kollegin. In der Sitzung fragt er: «Möchten Sie versuchen, Ihre Gedanken auf dieser Fläche zu ordnen?» Wer nicht will, schreibt auf Papier. Nach der Sitzung löscht er die Fläche, wie vorher vereinbart.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie lernen möchten, KI und digitale Werkzeuge für konkrete Arbeitsaufgaben einzusetzen, bieten die Praxiskurse von absofort verschiedene Themen. Laut Beschreibung gehören Bürokommunikation, Meetings und Präsentationen, Qualitätsprüfung von KI-Ergebnissen sowie Phishing und betriebliche KI-Richtlinien dazu. Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarer Abschluss begleiten das Lernen.
Spezielle Whiteboard-Kurse für Coaches sind in der Beschreibung nicht genannt. Der Nutzen liegt im sicheren Umgang mit KI und digitalen Werkzeugen.
Häufige Fragen
Welches Whiteboard-Tool ist das beste für Coaching?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Entscheidend sind einfache Bedienung, Datenschutz und Zugriffskontrolle. Testen Sie ein Tool mit einer Kollegin, bevor Sie es mit Klientel nutzen.
Darf ich ein Foto des Whiteboards in eine KI hochladen?
Nein, nicht in öffentliche KI-Dienste. Auf dem Bild stehen Gedanken und Anliegen Ihrer Klientin. Sie können mit ihr gemeinsam besprechen, was sie selbst festhalten möchte.
Wie viele Bereiche darf eine Vorlage haben?
Fünf bis sieben Bereiche können eine unverbindliche Orientierung für den Anfang sein. Ob die Vorlage übersichtlich ist, hängt vom Zweck und den Nutzenden ab; testen Sie sie mit einer Testperson. Bei Bedarf sind mehrere einfache Vorlagen für verschiedene Zwecke sinnvoll.
Brauche ich eine Vorlage für jede Methode?
Nein. Beginnen Sie mit einer oder zwei Methoden, die Sie oft nutzen, zum Beispiel einer Zielklärung und einem Lebensrad, siehe Lebensrad-Vorlage.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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