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Coach werden & arbeiten · Prompt Engineering

Coaching-Programm entwickeln: Mit KI einen roten Faden planen

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Coaching-Programm bündelt mehrere Sitzungen zu einem Ablauf mit Ziel, Phasen und Zwischenschritten. Wichtig ist ein roter Faden, der Orientierung gibt, und Raum für das individuelle Anliegen. KI kann Gliederung und Texte entwerfen, die inhaltliche Verantwortung und die Anpassung im Einzelfall bleiben bei Ihnen.

Das Problem

Viele Coaches arbeiten mit einzelnen Sitzungen, die je nach Anliegen verlaufen. Das ist flexibel, aber für Klienten schwer einzuschätzen: Wie viele Sitzungen brauche ich? Was passiert in welcher Phase? Ein Programm, also eine Abfolge von mehreren Sitzungen mit einem Ziel, bringt Struktur. Es hilft Interessierten bei der Entscheidung und Ihnen bei der Planung.

Die Gefahr besteht in zu viel Schablone. Wenn ein Programm für alle gleich abläuft, bleibt wenig Raum für das, was die einzelne Klientin beschäftigt. Dann wird aus Coaching ein Kurs. Gutes Programmdesign lässt einen roten Faden erkennen, ohne die individuelle Arbeit zu verdrängen.

Auch die Frage des Lerntransfers ist wichtig: Wie gelangt das, was in der Sitzung erarbeitet wird, in den Alltag? KI kann Ihnen helfen, Gliederung und Texte zu entwerfen. Ihre Methoden, Ihre Haltung und die Verantwortung bleiben aber Ihre Sache.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beschreiben Sie das Ziel des Programms. Wen begleiten Sie, bei welchem Anliegen, mit welchem Ergebnis? Formulieren Sie das so, dass es überprüfbar ist, ohne Erfolg zu garantieren.
  1. Wählen Sie Ihre Methoden. Welche Modelle und Fragen setzen Sie ein? Nennen Sie nur, was Sie beherrschen, zum Beispiel GROW (ein Gesprächsmodell mit Ziel, Realität, Optionen, Weg) oder lösungsfokussierte Fragen.
  1. Lassen Sie eine Phasenstruktur entwerfen. Bitten Sie die KI um einen Vorschlag für vier bis sechs Sitzungen mit je einem Fokus: Klärung, Zielbild, Optionen, Erprobung, Auswertung. Passen Sie ihn an.
  1. Planen Sie Raum für das Individuelle. Legen Sie fest, wo Sie von der Struktur abweichen dürfen. Zum Beispiel: Jede Sitzung beginnt mit der Frage, was jetzt am wichtigsten ist.
  1. Planen Sie den Transfer. Welche kleinen Schritte erproben Klienten zwischen den Sitzungen? Lassen Sie Reflexionsfragen und Mini-Aufgaben entwerfen, die freiwillig sind.
  1. Beschreiben Sie das Programm für Interessierte. Lassen Sie einen kurzen Text zu Ablauf, Dauer, Ziel und Grenzen schreiben, ohne Heilversprechen.
  1. Testen Sie das Programm. Führen Sie es mit ein bis zwei Personen als Pilot durch, siehe Pilotangebot, und holen Sie Rückmeldung ein.
  1. Überarbeiten Sie nach dem Pilot. Was war hilfreich, was überflüssig? Passen Sie Struktur und Beschreibung an.
ProgrammteilZweck
AuftaktsitzungAnliegen klären, Ziel formulieren
ArbeitssitzungenOptionen, Hindernisse, nächste Schritte
ZwischenaufgabenErproben im Alltag
AbschlussAuswerten, Transfer sichern

Denken Sie bei der Dauer des Programms an den Alltag Ihrer Klienten. Wer im Berufsleben steht, kann zwischen den Sitzungen nur begrenzt Neues ausprobieren. Zwei bis vier Wochen Abstand geben Zeit für Erprobung, längere Pausen lassen Schwung verloren gehen. Besprechen Sie den Rhythmus im Erstgespräch gemeinsam und halten Sie fest, wie Sie bei Terminverschiebungen vorgehen.

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt entwirft ein Programmgerüst. Verwenden Sie keine Klientendaten.

Ich bin Coach und möchte ein Coaching-Programm entwickeln.
Zielgruppe: [Zielgruppe]. Anliegen: [Anliegen]. Methoden, die ich anwende: [Methoden].
Umfang: [Anzahl] Sitzungen à [Dauer] Minuten über [Zeitraum].
1. Schlage eine Phasenstruktur mit einem Fokus je Sitzung vor.
2. Nenne pro Sitzung drei Leitfragen und eine freiwillige Zwischenaufgabe.
3. Zeige, wo ich Raum für individuelle Anliegen lasse.
4. Schreibe einen Beschreibungstext für meine Website mit Ablauf und Grenzen (max. 150 Wörter), ohne Erfolgsgarantien.
Erfinde keine Studien, Erfolgsquoten oder Methodennamen. Coaching ist keine Therapie: Formuliere keine Heilversprechen.

Ersetzen Sie die Methoden durch die, die Sie wirklich anwenden, und streichen Sie Vorschläge, die Sie nicht vertreten können.

Worauf Sie achten müssen

  • Verwenden Sie nur Methoden, in denen Sie ausgebildet sind. KI schlägt gern Modelle vor, die Sie nicht kennen.
  • Versprechen Sie keine Ergebnisse und keine «Transformation». Coaching unterstützt, garantiert aber nichts.
  • Programme dürfen nicht dazu führen, dass Sie Probleme übersehen, die über Coaching hinausgehen. Bei Krisen, Depression oder Suchtgefahr verweisen Sie auf Fachpersonen; in der Schweiz erreicht man die Dargebotene Hand unter 143.
  • Material, das Sie nicht selbst erstellt haben, kann urheberrechtlich geschützt sein. Prüfen Sie, bevor Sie es in Ihr Programm aufnehmen.
  • Klientendaten gehören nicht in öffentliche KI-Dienste, auch nicht für die Programmentwicklung.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Coachin aus Wil bietet bisher Einzelstunden an und möchte ein Programm für Fachpersonen im Gesundheitswesen entwickeln, die in eine Teamleitung wechseln.

Mit KI skizziert sie fünf Sitzungen: Rolle klären, Erwartungen sammeln, Gespräche üben, erste Wochen planen, Zwischenbilanz. Pro Sitzung reserviert sie die ersten zehn Minuten für das aktuelle Anliegen. Im Pilot mit zwei Personen merkt sie, dass die Reflexionsaufgaben zu umfangreich sind, und kürzt sie auf kleine Alltagsexperimente.

So hilft Ihnen Alpasana

Für die präzise Zusammenarbeit mit KI beim Entwerfen von Konzepten und Texten bietet absofort den Kurs Prompt Engineering an: Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festlegen, komplexe Aufgaben schrittweise bearbeiten, Prompts überarbeiten und Ergebnisse prüfen. Er läuft online, mit Zertifikat und ohne Programmierkenntnisse.

Wie Sie Ihr Coaching-Programm inhaltlich gestalten, bestimmen Sie selbst.

Häufige Fragen

Wie viele Sitzungen sollte ein Programm haben?

Das hängt vom Anliegen ab. Kürzere Programme bieten klaren Rahmen, längere mehr Tiefe. Vereinbaren Sie, dass Sie nach der Hälfte gemeinsam prüfen, ob es passt.

Soll ich ein Programm festschreiben oder flexibel halten?

Eine Mischung bewährt sich: feste Struktur mit offener Gestaltung der einzelnen Sitzung. So bleibt es planbar und individuell.

Kann KI Übungen für Klienten erstellen?

Als Entwurf ja. Prüfen Sie, ob sie zum Anliegen passen, freiwillig bleiben und keine problematischen Inhalte enthalten.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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