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Coach werden & arbeiten · Alpasana Social Media Creator

Kurzvideos für Coaches: Mit KI ein klares Skript schreiben

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein gutes Kurzvideo für Coaches hat einen verständlichen Einstieg, einen einzigen Gedanken und eine Reflexionsfrage zum Schluss. KI hilft, ein Skript zu gliedern und zu kürzen, vorgelesen wird es in Ihren Worten. Versprechen wie «in 30 Sekunden zu mehr Selbstvertrauen» passen nicht zu Coaching.

Das Problem

Kurzvideos, auf Instagram «Reels» genannt, erreichen viele Menschen. Für Coaches sind sie eine Chance, die eigene Art zu arbeiten zu zeigen, bevor jemand ein Gespräch bucht. Gleichzeitig fällt vielen das Filmen schwer: Was sage ich in 30 bis 60 Sekunden, ohne zu flach oder zu aufdringlich zu klingen?

Der Druck des Formats führt zu typischen Mustern. Ein Video beginnt mit einer Schockbehauptung («Das macht dich krank!») und endet mit einem Versprechen («So änderst du dein Leben in einer Woche»). Beides passt nicht zu seriösem Coaching. Veränderung braucht Zeit, und Coaching ist keine Therapie.

Ein klares Skript hilft. Es zwingt zu einem einzigen Gedanken, schützt vor Übertreibung und macht das Filmen leichter. KI kann das Gerüst liefern, damit Sie weniger Zeit mit dem leeren Blatt verbringen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Wählen Sie einen Gedanken pro Video. Nicht «Zeitmanagement», sondern «Eine Frage, bevor ich ja sage zu einer weiteren Aufgabe». Je enger, desto verständlicher.
  1. Beschreiben Sie das Format. Länge (zum Beispiel 40 Sekunden), Ton (ruhig und sachlich), Aufbau und ob Sie in die Kamera sprechen oder Text einblenden. Ein Gesprächston wirkt natürlicher als ein Vortrag.
  1. Lassen Sie KI ein Skript im Dreischritt entwerfen. Einstieg mit einer Beobachtung oder Frage, Hauptgedanke in zwei bis drei Sätzen, Reflexionsfrage zum Schluss. Ein gesprochenes Wort dauert grob eine halbe Sekunde, ein Skript für 40 Sekunden hat also nur etwa 70 bis 90 Wörter.
  1. Formulieren Sie in gesprochener Sprache. Lesen Sie das Skript laut. Sätze, bei denen Sie stolpern, schreiben Sie um. Kurze Sätze, keine Fachwörter ohne Erklärung.
  1. Streichen Sie Versprechen und Schockeinstiege. Prüfen Sie den ersten Satz: Wird etwas behauptet, das Sie nicht belegen können? Ersetzen Sie es durch eine Frage.
  1. Planen Sie Untertitel ein. Viele schauen ohne Ton. Bitten Sie die KI, den Text in kurze Zeilen zu gliedern, und prüfen Sie die Rechtschreibung selbst.
  1. Filmen Sie in einem Zug und schauen Sie es danach an. Würden Sie sich selbst so ernst nehmen? Eine zweite Aufnahme kostet wenig.
  1. Fügen Sie einen Hinweis zu den Grenzen hinzu. Im Begleittext: Das Video ist eine Anregung und ersetzt keine persönliche Beratung.
TeilDauer (ungefähr)Inhalt
Einstieg5 SekundenBeobachtung oder Frage aus dem Alltag
Hauptgedanke25 Sekundenein Gedanke, ein Beispiel
Schluss10 SekundenReflexionsfrage, kein Versprechen

Weitere Hinweise zu typischen Fallstricken in Beiträgen, etwa Verallgemeinerungen, finden Sie unter Coaching-Posts mit KI prüfen.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt erhalten Sie ein Skript im Dreischritt. Verwenden Sie keine echten Fälle.

Ich bin [Beruf, z. B. Coach für berufliche Entscheidungen in der Schweiz]. Ich möchte ein Kurzvideo von etwa [Dauer, z. B. 40] Sekunden für [Plattform, z. B. Instagram Reels] drehen.
Gedanke: [ein Gedanke, z. B. Vor einer Entscheidung die eigenen Werte klären]
Ton: [z. B. ruhig, sachlich, ohne Ausrufezeichen]
Erstelle ein Skript mit 70 bis 90 Wörtern:
1. Einstieg als Frage oder Beobachtung (höchstens 12 Wörter),
2. Hauptgedanke in zwei bis drei kurzen Sätzen, gesprochen formuliert,
3. eine Reflexionsfrage am Schluss.
Gib danach den Text als kurze Untertitel-Zeilen aus und einen Begleittext mit dem Hinweis, dass das Video keine individuelle Beratung ersetzt.
Keine Versprechen, keine Diagnosen, keine erfundenen Zahlen oder Zitate.

Passen Sie den Gedanken an Ihr Thema an. Variieren Sie den Einstieg: einmal als Frage, einmal als Beobachtung, und vergleichen Sie, was besser zu Ihnen passt.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Heilversprechen: Aussagen zu Linderung, Heilung oder schnellem Erfolg gehören nicht in Coachingvideos. Coaching ist keine Therapie.
  • Krisenhinweis: Bei Themen, die Belastung berühren, weisen Sie auf Hausärztin oder Psychotherapie hin. In einer akuten Krise ist in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143 erreichbar.
  • Vertraulichkeit: Keine Fälle aus echten Coachings, auch nicht verfremdet. Beispiele sind ausdrücklich als erfunden zu kennzeichnen.
  • Persönlichkeitsrecht: Filmen Sie keine anderen Personen ohne deren Zustimmung, auch nicht im Hintergrund.
  • Musik und Bilder: Verwenden Sie nur Material, dessen Rechte Sie haben. Plattformbibliotheken haben eigene Bedingungen, die sich ändern können.
  • Zugänglichkeit: Untertitel und gut lesbare Schrift helfen Menschen mit Hörbehinderung und alle, die ohne Ton schauen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Coachin für Berufseinsteigende in Winterthur wollte ein Reel zum Thema Selbstzweifel drehen. Ihr Entwurf begann mit: «Du bist nicht genug, und hier ist der Grund.»

Sie überarbeitet das Skript mit KI. Neu lautet der Einstieg: «Wann haben Sie zuletzt etwas nicht gesagt, weil Sie dachten, es sei nicht klug genug?» Der Hauptgedanke: Zweifel gehören zu neuen Aufgaben, und es hilft, sie vorher zu notieren. Die Schlussfrage: «Welchen Gedanken wollen Sie diese Woche trotzdem aussprechen?» Sie filmt es in einer Aufnahme, ergänzt Untertitel und den Hinweis, dass das Video keine persönliche Beratung ersetzt.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Beiträge und Videoideen planen, prüfen und freigeben möchten, bietet der Alpasana Social Media Creator einen Arbeitsablauf. Er beruht auf einem gemeinsam eingerichteten Markenprofil und liefert Beitragsentwürfe für LinkedIn, Instagram und Facebook mit Redaktionskalender, Kommentaren, Freigaben und Kennzeichnung von KI-Anteilen. Zusätzlich beschrieben sind Werbemittel in mehreren Plattformformaten.

Der Zugang erfolgt auf Anfrage. Der Creator liefert Entwürfe als Text und Bild, aufgenommen und verantwortet wird Ihr Video weiterhin von Ihnen.

Häufige Fragen

Muss ich selbst im Video sprechen?

Nein. Sie können auch Text einblenden oder nur die Stimme verwenden. Wenn Sie Coaching anbieten, hilft es aber, dass man Sie kennenlernt. Ein ruhiges, verständliches Sprechen genügt.

Wie lang sollte ein Kurzvideo sein?

Eine halbe bis eine Minute reicht meist. Wichtiger als die Länge ist, dass ein Gedanke klar rüberkommt. Längere Themen gehören in einen Beitrag oder ein Gespräch.

Kann KI mein Gesicht oder meine Stimme erzeugen?

Technisch gibt es solche Funktionen, doch gerade bei Coaching ist Echtheit wichtig. Falls Sie solche Mittel nutzen, kennzeichnen Sie das offen. Mehr zu Grenzen finden Sie unter Wie privat soll ich als Coach posten?.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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