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Netzwerkkarte in der Sozialarbeit mit KI vorbereiten
Kurz gesagt
Die Netzwerkkarte entsteht im Gespräch mit der ratsuchenden Person, nicht am Bildschirm. KI kann eine leere Vorlage, Leitfragen und eine Legende liefern, damit Sie Zeit sparen. Persönliche Angaben, Namen und Lebensumstände gehören nicht in öffentliche KI-Dienste, und die Person bestimmt, was auf der Karte steht.
Das Problem
In der Sozialberatung ist die Frage «Wer unterstützt Sie eigentlich?» zentral. Ratsuchende nennen oft nur wenige Menschen, andere unterschätzen, wie viele sie haben: Familie, Freundinnen, Nachbarn, Arbeitskolleginnen, Vereine, Fachstellen, Hausärztin, Schule. Wenn man das im Gespräch sichtbar macht, entstehen neue Ideen und Ressourcen.
Dafür gibt es die Netzwerkkarte: Die Person steht in der Mitte, um sie herum werden Beziehungen und Unterstützende eingetragen, nach Nähe und Art der Unterstützung. Das Zeichnen macht Strukturen sichtbar und entlastet das Gespräch.
Die Vorbereitung kostet Zeit, und viele Fachpersonen haben keine fertigen Vorlagen. KI kann hier helfen, Vorlagen und Leitfragen zu entwerfen. Wichtig ist, dass sie nicht mit echten Personendaten gefüttert wird. Sozialberatung unterliegt dem Berufsgeheimnis, und die Angaben der Klientel sind besonders sensibel.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie Zweck und Rahmen. Wofür soll die Karte dienen: Ressourcen erkennen, Hilfe organisieren, Isolation sichtbar machen? Das Ziel bestimmt die Fragen. Besprechen Sie es mit der ratsuchenden Person.
- Holen Sie die Zustimmung ein. Die Person entscheidet, ob und was sie darstellen möchte, und was mit der Karte danach geschieht. Das Dokument gehört in die Akte nur mit ihrem Wissen.
- Lassen Sie eine Vorlage ohne Personendaten erstellen. Mit dem Prompt unten: Kreise für Nähe, Kategorien (Familie, Freundeskreis, Arbeit, Nachbarschaft, Fachstellen, Freizeit) und eine Legende für Linien (stützend, belastend, wechselhaft).
- Bereiten Sie Leitfragen vor. Offene Fragen wie «Wer ist für Sie da, wenn es schwierig wird?» oder «Mit wem können Sie lachen?» Die KI kann Fragen vorschlagen, Sie wählen aus und passen an.
- Wählen Sie das Medium. Papier und Stifte, Moderationskarten oder ein digitales Werkzeug. Papier ist oft am direktesten und lässt sich leicht ändern.
- Erstellen Sie die Karte gemeinsam. Die Person schreibt oder bestimmt selbst. Sie stellen Fragen und hören zu. Ergänzen Sie, was sie nennen will, nicht, was Sie vermuten.
- Besprechen Sie das Bild. Was fällt auf? Wo ist viel Unterstützung, wo fehlt sie? Wer könnte mehr eingebunden werden, wer belastet? Hilfreich: Ressourcenfragen.
- Legen Sie nächste Schritte fest. Eine oder zwei konkrete, kleine Schritte, die die Person selbst bestimmt.
- Entscheiden Sie über Aufbewahrung. Gibt die Person die Karte mit, bleibt sie in der Akte oder wird sie vernichtet? Halten Sie das fest und beachten Sie Ihre Aktenführungsregeln.
Aufbau einer Netzwerkkarte
| Element | Bedeutung |
|---|---|
| Mitte | die ratsuchende Person |
| Kreise | Nähe (innen: sehr nah, aussen: entfernter) |
| Sektoren | Lebensbereiche: Familie, Freunde, Arbeit, Nachbarschaft, Fachstellen, Freizeit |
| Linien | stützend, belastend, wechselhaft (Legende) |
| Notizen | was jemand konkret tut oder beitragen könnte |
Vorlage zum Kopieren
Du bist Assistent für die Vorbereitung von Beratungsmaterial in einer
Schweizer Sozialberatungsstelle.
Erstelle ohne Personendaten:
1. eine Anleitung für eine Netzwerkkarte auf Papier (Mitte,
drei Nähe-Kreise, sechs Sektoren: Familie, Freundeskreis, Arbeit/
Schule, Nachbarschaft, Fachstellen/Institutionen, Freizeit/
Vereine) mit einer Legende für Linien (stützend, belastend,
wechselhaft),
2. zwölf offene, wertschätzende Leitfragen für das Gespräch in
einfacher Sprache,
3. vier Reflexionsfragen zur Auswertung der fertigen Karte.
Vermeide Diagnosen und Bewertungen der Person. Gib keine rechtlichen
oder therapeutischen Empfehlungen.
Die Karte wird gemeinsam mit der ratsuchenden Person erstellt.Fügen Sie keine echten Angaben zu Personen hinzu. Passen Sie Sektoren und Fragen an Ihr Beratungsfeld an.
Worauf Sie achten müssen
- Berufsgeheimnis und Datenschutz: Angaben aus der Beratung sind besonders schützenswert. Das Schweizer Datenschutzgesetz verlangt Sorgfalt. Geben Sie keine Namen, Lebensumstände oder Beziehungsdetails in öffentliche KI-Dienste ein, siehe ChatGPT und Schweigepflicht und Berufsgeheimnis und KI.
- Selbstbestimmung: Die Person entscheidet, was sie preisgibt. Drängen Sie nicht, und akzeptieren Sie, dass manche Bereiche leer bleiben.
- Keine Bewertung von Beziehungen: Die Karte zeigt Wahrnehmung, keine Wahrheit. Vermeiden Sie vorschnelle Urteile über Menschen im Umfeld.
- Sicherheit: Wenn gewaltbetroffene Personen die Karte mit sich tragen, bedenken Sie, wer sie finden könnte.
- Vorlagen anpassen: Nicht jede Lebenslage passt in ein Schema. Bleiben Sie flexibel.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Sozialarbeiterin in einer Beratungsstelle im Kanton Solothurn begleitet einen alleinerziehenden Vater, der sich überfordert fühlt. Er sagt: «Ich habe niemanden.»
Zur Vorbereitung lässt sie sich mit der KI eine Vorlage und Leitfragen entwerfen, ohne Angaben zum Mann. Im Gespräch zeichnet er selbst mit Stiften. Auf dem Blatt erscheinen die Schwester, eine Nachbarin, der Fussballtrainer seines Sohnes, die Hausärztin und das Elternberatungsangebot.
Er ist erstaunt, wie viele Menschen auftauchen. Als nächsten Schritt will er die Nachbarin um Hilfe bei der Kinderbetreuung bitten. Die Karte nimmt er mit nach Hause.
So hilft Ihnen Alpasana
Absofort bietet Kurse zu konkreten Arbeitsaufgaben, in denen Sie üben, KI verantwortungsvoll bei Beratungs- und Kommunikationsaufgaben einzusetzen, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss. Datenschutz und das Prüfen von Ergebnissen sind Teil der Lerninhalte.
Methodenberatung für die Soziale Arbeit ist nicht Teil des belegten Angebots.
Häufige Fragen
Kann die KI die Netzwerkkarte aus meinen Gesprächsnotizen zeichnen?
Davon ist abzuraten, weil dafür Personendaten eingegeben werden müssten. Zeichnen Sie die Karte mit der Person, und nutzen Sie KI nur für die Vorbereitung.
Was ist, wenn die Person kaum jemanden nennt?
Das ist selbst eine wichtige Information. Fragen Sie behutsam nach früheren Kontakten, Orten und Gelegenheiten und stellen Sie keinen Druck her. Die Karte kann ein Anfang sein.
Darf ich die Karte in die Akte legen?
Nur mit Wissen der Person und nach den Regeln Ihrer Stelle. Klären Sie das vorher. Zur Aktenführung gibt es Fallnotizen mit KI.
Eignet sich die Methode für Gruppen oder Familien?
Ja, mit Anpassungen. Jede Person darf ihre eigene Sicht darstellen. Eine Anschlussmöglichkeit ist der Hilfeplan.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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