Zum Inhalt springen

Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Onboarding-Plan mit KI erstellen: Vorlage fürs KMU

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Onboarding-Plan legt fest, was neue Mitarbeitende vor dem ersten Tag, in der ersten Woche und im ersten Monat erhalten und lernen. Die KI ordnet Ihre Stichworte zu einer Checkliste mit Terminen. Die Inhalte und Zuständigkeiten bestimmen Sie, und den Plan besprechen Sie mit der neuen Person.

Das Problem

Am Montag beginnt eine neue Mitarbeiterin. Frau Müller hat den Arbeitsvertrag unterschrieben, aber danach nicht mehr viel vorbereitet. Am ersten Tag fehlt der Computer, niemand weiss, wer die Einführung macht, und der Schlüssel liegt noch im Schrank der Vorgängerin.

Ein schlechter Start kostet viel: Die neue Person fühlt sich unerwünscht, braucht länger, um produktiv zu werden, und kündigt im schlimmsten Fall noch in der Probezeit. Ein guter Start dagegen schafft Vertrauen und entlastet das Team.

Ein Onboarding-Plan ist keine Hexerei. Er ist eine Liste: Was ist wann zu erledigen, und wer ist verantwortlich? Die KI kann diese Liste aus Ihren Stichworten ordnen. Die Inhalte kennt aber nur Ihr Betrieb.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Rolle und Ziele klären. Welche Aufgaben übernimmt die Person? Was soll sie nach einer Woche, einem Monat und am Ende der Probezeit können?
  2. Alles sammeln, was nötig ist. Schreiben Sie in Stichworten auf: Arbeitsplatz, Zugänge, Schlüssel, Kleidung, Verträge, Vorstellung im Team, Schulungen, Sicherheitsunterweisungen.
  3. Vor dem ersten Tag planen. Was muss bereit sein: Arbeitsplatz, E-Mail-Konto, Zugangsrechte, Willkommensmail, Begleitperson?
  4. Entwurf mit der KI erzeugen. Verwenden Sie die Vorlage unten. Verlangen Sie eine Tabelle mit Zeitpunkt, Aufgabe, Verantwortlichen und erledigt-Spalte.
  5. Plan auf Ihren Betrieb anpassen. Streichen Sie Punkte, die es bei Ihnen nicht gibt, und ergänzen Sie, was fehlt. Prüfen Sie Namen, Termine und Fristen.
  6. Verantwortliche bestimmen. Jeder Punkt braucht eine Person. Besprechen Sie den Plan mit den Beteiligten, bevor er verschickt wird.
  7. Mit der neuen Person besprechen. Geben Sie ihr vor dem Start eine kurze Übersicht mit der ersten Woche. Das nimmt Nervosität.
  8. Nach vier Wochen auswerten. Fragen Sie die neue Person, was gefehlt hat. Verbessern Sie den Plan für das nächste Mal.

Vorlage zum Kopieren

Du hilfst einem Schweizer KMU ([Branche], [Anzahl] Mitarbeitende), einen Onboarding-Plan zu erstellen.
Neue Rolle: [Funktion], Pensum: [Prozent], Eintrittsdatum: [Datum]
Wichtigste Aufgaben der Rolle: [Stichworte]
Das gibt es bei uns: [z. B. Arbeitsplatz, E-Mail, Zeiterfassung, Schulungen, Sicherheitsunterweisung, Pate oder Patin]
Das soll die Person erreichen: [Ziele nach 1 Woche, 1 Monat, Ende Probezeit]
Erstelle:
1. Eine Checkliste «Vor dem ersten Arbeitstag» als Tabelle (Aufgabe, Verantwortlich, Bis wann, Erledigt).
2. Einen Plan für den ersten Tag und die erste Woche mit Zeiten.
3. Ein Lernprogramm für den ersten Monat mit Zielen.
4. Drei Fragen für ein Feedbackgespräch nach vier Wochen.
Regeln: Verwende nur die genannten Angaben, erfinde keine Abläufe oder Software. Wenn etwas fehlt, setze [bitte ergänzen]. Schreibe einfach und in Schweizer Rechtschreibung.

Passen Sie die Angaben zu Rolle und Betrieb an; wenn Sie schon einen Einarbeitungsplan haben, fügen Sie ihn ein und bitten Sie um Verbesserungen.

Worauf Sie achten müssen

  • Echte Abläufe. KI kennt Ihren Betrieb nicht. Sie wird Standardpunkte ergänzen, die für Sie nicht stimmen. Prüfen Sie jeden Punkt.
  • Verantwortung. Ohne Namen bleibt ein Plan Theorie. Legen Sie für jeden Punkt eine Person fest.
  • Arbeitssicherheit. Unterweisungen zu Sicherheit und Gesundheit sind Sache des Betriebs und je nach Branche vorgeschrieben. Die KI ersetzt nicht Ihre Verantwortlichen.
  • Personendaten. Geben Sie keine Daten der neuen Person (Adresse, AHV-Nummer, Gesundheit) in ein KI-Werkzeug ein. Der Plan braucht sie nicht. Siehe Personaldaten in KI-Werkzeugen.
  • Überforderung. Ein voller Plan ist nicht automatisch ein guter. Planen Sie Pausen und Zeit zum Ankommen ein.
  • Verträge und Fristen. Probezeit, Kündigungsfristen und Arbeitszeit stehen im Arbeitsvertrag. Übernehmen Sie sie von dort, nicht von der KI.
ZeitpunktBeispiele für InhalteZuständig
Vor dem StartArbeitsplatz, Zugänge, WillkommensmailPersonal und IT
Tag 1Begrüssung, Rundgang, Vorstellung im TeamVorgesetzte
Woche 1Einführung in Aufgaben, Sicherheit, erste ÜbungsaufgabePate oder Patin
Monat 1Selbstständige Aufgaben, FeedbackgesprächVorgesetzte
Ende ProbezeitAuswertung, Ziele für das erste JahrGeschäftsleitung

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Elektroinstallationsbetrieb in Wil stellt einen Disponenten ein. Der Chef gibt dem Neuen am ersten Tag eine Tour durch den Betrieb, aber danach sitzt dieser ohne Aufgabe am Platz, weil niemand Zeit hat.

Vorher: Der Mitarbeiter sucht Passwörter, fragt viele Kolleginnen und ist nach zwei Wochen frustriert.

Nachher: Für die nächste Einstellung schreibt die Büroleiterin Stichworte und lässt die KI eine Tabelle erstellen. Sie ergänzt Namen und Termine und sichert sich ab, dass die IT den Zugang vorbereitet. Am ersten Tag liegt ein Plan bereit, eine Kollegin begleitet den Neuen durch die Woche, und nach vier Wochen gibt es ein kurzes Feedbackgespräch.

So hilft Ihnen Alpasana

Die Kurse KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort behandeln Bürokommunikation, Projektmanagement und betriebliche KI-Richtlinien. Sie lernen, KI für wiederkehrende Aufgaben wie Checklisten und Pläne einzusetzen und die Ergebnisse zu prüfen.

Zusätzlich finden Sie dort Praxisaufgaben, einen KI-Lerncoach und einen verifizierbaren Abschluss. Ein eigener Kurs zur Einarbeitung neuer Mitarbeitender ist in den belegten Beschreibungen nicht genannt.

Häufige Fragen

Wie lange sollte das Onboarding dauern?

Das hängt von der Rolle ab. Oft ist die Einarbeitung nach der Probezeit abgeschlossen, einzelne Themen laufen länger. Planen Sie die erste Woche eng und die folgenden Monate mit regelmässigen kurzen Gesprächen.

Brauche ich ein Onboarding auch für Teilzeit- oder Aushilfskräfte?

Ja, in kürzerer Form. Arbeitsplatz, Ansprechperson, Sicherheit und die wichtigsten Abläufe sollten auch hier geklärt sein. Auch bei Lernenden lohnt sich ein klarer Plan.

Kann die KI auch Willkommensmails schreiben?

Ja, als Entwurf. Passen Sie Namen, Zeit und Ort an und fügen Sie einen persönlichen Satz hinzu. Für das Textgerüst können Sie Geschäftliche E-Mails mit KI schreiben nutzen.

Wie halte ich das Wissen der Vorgängerin fest?

Bitten Sie sie, Abläufe in Stichworten aufzuschreiben, bevor sie geht. Daraus lassen sich mit KI Anleitungen machen, wie unter Arbeitsanweisung mit KI erstellen beschrieben.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Weiterlesen in der Galaxie