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Arbeit im Wandel · KI-Weiterbildung für konkrete Berufsrollen

Neue Jobs durch KI realistisch einordnen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Durch KI entstehen wahrscheinlich neue Aufgaben rund um Einführung, Prüfung, Datenqualität, Sicherheit und Schulung. Welche Berufsbezeichnungen sich durchsetzen und wie viele Stellen es gibt, ist offen. Behauptungen über sichere Traumjobs in der KI-Branche sind nicht belegt.

Das Problem

Wenn von KI und Arbeit die Rede ist, geht es meist um Verlust. Frau Weber hört aber auch das Gegenteil: «Es entstehen ganz neue Berufe.» Sie möchte wissen, welche neuen Jobs durch KI tatsächlich entstehen und ob sie sich darauf vorbereiten kann.

Hier ist Vorsicht gefragt. Frühere Technikwellen haben tatsächlich neue Tätigkeiten hervorgebracht, die man vorher nicht kannte. Daraus folgt aber nicht, dass es für jede wegfallende Stelle automatisch eine neue gibt, und auch nicht, dass sie am selben Ort oder für dieselben Menschen entsteht.

Diese Seite gibt deshalb Szenarien statt Versprechen. Sie trennt, was wahrscheinlich ist, was möglich ist und was offen bleibt. Der Stand ist Oktober 2026; die Entwicklung verläuft schnell, und Prognosen über Jahrzehnte sind unsicher.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Unterscheiden Sie Aufgaben von Berufsbezeichnungen. Neue Aufgaben entstehen oft zuerst innerhalb bestehender Berufe. Eine eigene Berufsbezeichnung kommt später oder nie.
  2. Suchen Sie Aufgaben rund um KI in Ihrer Branche. Fragen Sie, wer in Ihrem Betrieb KI einführt, Ergebnisse prüft, Daten pflegt und Mitarbeitende schult. Das sind die Stellen, an denen neue Arbeit wahrscheinlich entsteht.
  3. Ordnen Sie jede Aussage mit «wahrscheinlich / möglich / offen» ein. Nutzen Sie die Tabelle unten und prüfen Sie Stellenanzeigen auf reale Nachfrage statt auf Schlagwörter.
  4. Prüfen Sie Stelleninserate. Suchen Sie auf Schweizer Jobportalen nach Begriffen wie «KI», «Prozessautomatisierung» oder «Datenqualität». Notieren Sie, welche Qualifikationen verlangt werden und in welchen Branchen.
  5. Vergleichen Sie mit Ihren Stärken. Welche dieser Aufgaben passen zu Ihren Erfahrungen? Oft sind Fachwissen aus dem eigenen Beruf und gutes Urteil wichtiger als Programmierkenntnisse.
  6. Wählen Sie einen Lernschritt. Das kann eine Weiterbildung, ein Praxisprojekt im Betrieb oder ein Gespräch mit einer Fachperson sein. Es muss nicht gleich ein Berufswechsel sein.
  7. Beobachten Sie die Entwicklung. Lesen Sie halbjährlich Berichte aus verlässlichen Quellen und prüfen Sie, ob sich Ihre Einschätzung ändert.
Ablaufgrafik in 7 Schritten: 1. Unterscheiden Sie Aufgaben von Berufsbezeichnungen; 2. Suchen Sie Aufgaben rund um KI in Ihrer Branche; 3. Ordnen Sie jede Aussage mit «wahrscheinlich / möglich / offen» ein; 4. Prüfen Sie Stelleninserate; 5. Vergleichen Sie mit Ihren Stärken; 6. Wählen Sie einen Lernschritt; 7. Beobachten Sie die Entwicklung.
Der Weg im Überblick: Neue Jobs durch KI realistisch einordnen

Vorlage zum Kopieren

Ich arbeite als [Beruf] in [Branche] und möchte verstehen,
welche neuen Aufgaben durch KI wahrscheinlich entstehen.
Erstelle eine Übersicht in drei Gruppen:
wahrscheinlich / möglich / offen.
Nenne je Gruppe drei Aufgabenfelder, die mit meinem Beruf
zu tun haben könnten (z. B. Prüfen von KI-Ergebnissen,
Datenqualität, Einführung und Schulung).
Verwende keine Prozentzahlen, keine erfundenen Studien und
keine Gehaltsangaben. Kennzeichne, was Spekulation ist.
Schliesse mit drei Fragen, die ich bei einer Laufbahnberatung stellen kann.

Passen Sie Beruf und Branche an. Die Antwort ist eine Denkhilfe, die Sie mit Stelleninseraten und Fachpersonen abgleichen.

Welche neuen Aufgaben sind wie sicher?

EntwicklungEinordnungBegründung
Prüfen und Freigeben von KI-ErgebnissenmöglichUmfang und Zuständigkeiten hängen vom Einsatz ab
Einführung und Schulung im BetriebmöglichBedarf hängt vom konkreten Einsatz ab
Datenqualität und DokumentationmöglichAnforderungen unterscheiden sich nach Anwendung
IT-Sicherheit, Datenschutz, Kontrollemöglichkonkrete Aufgaben und Stellenbedarf sind offen
Eigene Berufsbezeichnungen und BerufsbildermöglichHängt von Branche und Ausbildung ab
Menge neuer Stellen insgesamtoffenWirtschaft, Regeln und Nachfrage entscheiden

Worauf Sie achten müssen

  • Übertriebene Versprechen: Aussagen wie «Mit diesem Kurs verdienen Sie sicher mehr» oder «KI-Berufe ohne Vorkenntnisse» sind nicht belegt. Mehr dazu: Übertriebene KI-Karriereversprechen erkennen.
  • Neue Aufgaben sind nicht automatisch neue Stellen: Oft übernehmen vorhandene Mitarbeitende zusätzliche Aufgaben. Prüfen Sie reale Inserate und Branchenberichte.
  • Verteilung: Neue Arbeit entsteht nicht unbedingt dort, wo Stellen wegfallen. Das kann Umzug, Weiterbildung oder Branchenwechsel verlangen.
  • Gehälter und Ränge: Prüfen Sie Lohnangaben nur bei amtlichen Quellen oder Branchenverbänden. Zahlen aus Werbung sind keine verlässliche Grundlage.
  • Datenschutz: Wenn Sie KI zur Berufsplanung nutzen, geben Sie keine Zeugnisse, Namen oder Arbeitgeberdaten in öffentliche Dienste ein.
  • Beratung nutzen: Die kantonale Berufs- und Laufbahnberatung kennt den regionalen Markt; siehe berufsberatung.ch. Die Berufsbildung in der Schweiz wird vom SBFI mitgestaltet.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives Beispiel: Frau Weber arbeitet in der Pflegeadministration. Sie liest, dass «KI-Trainer» und «Prompt-Ingenieure» gesucht seien, und überlegt, ob sie sich umorientieren soll. Sie prüft zuerst auf Jobportalen, was tatsächlich ausgeschrieben wird.

Bei ihrer Suche findet sie einzelne Stellen, in denen KI-Kenntnisse als Zusatz verlangt werden, sowie Stellen mit KI als Hauptaufgabe. Aus diesem begrenzten Suchergebnis lässt sich nicht ableiten, welche Art von Stellen insgesamt häufiger ist. Sie prüft, ob Aufgaben wie Dokumentationsqualität und Datenschutz in KI-Projekten in ihrem Betrieb anfallen, und erwägt, ihr Fachwissen mit KI-Kenntnissen zu verbinden.

Nachher hat sie kein neues Berufsetikett, aber eine erweiterte Rolle. Ob daraus eine eigene Stelle wird, bleibt offen. Weiterführend: Berufe 2055: Neue Aufgabenfelder möglich und Neue Berufe in der Schweiz entstehen.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie mögliche neue Aufgaben durch KI für Ihre Berufsrolle erkunden möchten, zeigt die KI-Weiterbildung für konkrete Berufsrollen, wie sich Tätigkeiten verändern und KI eingesetzt werden kann. Die rollenbezogenen Kurse arbeiten mit Praxisfällen und einem KI-Lerncoach; eine Anstellung ist damit nicht garantiert.

Häufige Fragen

Gibt es heute schon feste KI-Berufe?

Es gibt Tätigkeiten und Stellenprofile rund um KI, etwa in Entwicklung, Daten, Sicherheit und Einführung. Wie stabil und verbreitet sie sind, ist offen. Beobachten Sie Stelleninserate und Berufsverzeichnisse.

Muss ich programmieren lernen, um bei neuen Jobs mitzumachen?

Nicht unbedingt. Viele neue Aufgaben verlangen Fachwissen, Urteilsvermögen und Prüfkompetenz, nicht Programmierkenntnisse. Für technische Rollen sind sie hilfreich.

Gleichen neue Jobs die wegfallenden aus?

Das ist offen und hängt von Wirtschaft, Regeln und Weiterbildung ab. Frühere Technikwellen zeigen verschiedene Verläufe, daraus lässt sich keine sichere Prognose ableiten.

Wo sehe ich, welche Berufe in der Schweiz entstehen?

Auf berufsberatung.ch und beim SBFI finden Sie Berufsbilder und Neuerungen der Berufsbildung. Neue Berufe der Grundbildung werden formell geregelt und erscheinen dort.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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