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Arbeit im Wandel · Job-Coaching und Laufbahnberatung

Arbeite an deiner Zukunft mit einem 90-Tage-Plan

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Wer an seiner beruflichen Zukunft arbeiten will, plant 90 Tage in drei Phasen: zuerst Standort und Stärken klären, dann Optionen prüfen und Gespräche führen, am Ende erste Schritte umsetzen. Kleine, wöchentliche Aufgaben wirken besser als ein grosser Entschluss.

Das Problem

«Arbeite an deiner Zukunft»: Der Satz klingt gut, aber Frau Weber, 42, weiss nicht, wo sie anfangen soll. Sie hat Arbeit, Familie und wenig freie Abende. Dass sich ihr Beruf verändert, spürt sie. Was sie konkret tun soll, ist unklar.

Oft bleibt es dann bei guten Vorsätzen. Man liest Artikel, besucht ein Webinar, fühlt sich kurz motiviert und macht danach weiter wie bisher. Das Problem ist selten fehlender Wille. Es fehlt ein überschaubarer Rahmen mit kleinen, machbaren Schritten.

Ein Plan über 90 Tage schafft diesen Rahmen. Er ist lang genug für echte Fortschritte und kurz genug, um dranzubleiben. Er verspricht keinen neuen Beruf und keine Gewissheit über die Zukunft, sondern bringt Sie vom Grübeln ins Handeln. Der Stand der Hinweise ist Oktober 2026.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Planen Sie die drei Phasen. Tage 1 bis 30: Klarheit schaffen. Tage 31 bis 60: Optionen erkunden. Tage 61 bis 90: erste Schritte umsetzen. Tragen Sie die Phasen in Ihren Kalender ein.
  2. Reservieren Sie feste Zeiten. Zwei bis drei Stunden pro Woche genügen, etwa ein Abend und ein Samstagvormittag. Ohne feste Termine passiert selten etwas.
  3. Phase 1, Woche 1 bis 2: Aufgaben und Stärken sammeln. Schreiben Sie auf, was Sie im Beruf tun, was Ihnen gelingt und was Ihnen Energie gibt. Sammeln Sie Zeugnisse, Diplome und Rückmeldungen. KI kann Ihnen helfen, die Notizen zu ordnen.
  4. Phase 1, Woche 3 bis 4: Fragen formulieren. Was möchten Sie in drei Jahren anders haben: Aufgaben, Arbeitszeit, Lohn, Sinn? Halten Sie zwei bis drei Zielrichtungen fest, nicht mehr.
  5. Phase 2, Woche 5 bis 8: Mit Menschen sprechen. Führen Sie zwei bis vier kurze Gespräche mit Personen, die Ihre Zielrichtungen kennen: Kolleginnen, Vorgesetzte, Fachleute. Holen Sie sich ausserdem Informationen bei der Berufs- und Laufbahnberatung Ihres Kantons.
  6. Phase 2, Woche 9: Optionen vergleichen. Beurteilen Sie jede Option nach Nutzen, Aufwand, Risiko und Zeit. Wählen Sie die ein bis zwei, die Sie ausprobieren möchten.
  7. Phase 3, Woche 10 bis 13: Handeln. Machen Sie einen konkreten Schritt pro Woche: ein Gespräch über neue Aufgaben, eine Schnupperwoche, eine Weiterbildung anmelden, eine Bewerbung vorbereiten. Notieren Sie am Ende, was Sie gelernt haben und wie es weitergeht.
Ablaufgrafik in 7 Schritten: 1. Planen Sie die drei Phasen; 2. Reservieren Sie feste Zeiten; 3. Phase 1, Woche 1 bis 2: Aufgaben und Stärken sammeln; 4. Phase 1, Woche 3 bis 4: Fragen formulieren; 5. Phase 2, Woche 5 bis 8: Mit Menschen sprechen; 6. Phase 2, Woche 9: Optionen vergleichen; 7. Phase 3, Woche 10 bis 13: Handeln.
Der Weg im Überblick: Arbeite an deiner Zukunft mit einem 90-Tage-Plan

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte in 90 Tagen meine berufliche Zukunft planen.
Meine Ausgangslage: [Beruf, Branche, Alter, Pensum].
Verfügbare Zeit pro Woche: [Stunden].
Meine Zielrichtungen: [z. B. Aufgaben ändern, Weiterbildung,
Wechsel in eine andere Branche, mehr Teilzeit].
Erstelle einen Wochenplan über 13 Wochen in drei Phasen:
Klarheit, Optionen erkunden, Handeln. Pro Woche zwei bis drei
konkrete Aufgaben mit höchstens einer Stunde Aufwand.
Verwende keine Gehaltsangaben, keine Prozentzahlen und keine
Versprechen. Sage, welche Schritte ich mit einer Beratungsperson
besprechen sollte. Schreibe in der Sie-Form.

Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre Angaben ohne Namen von Arbeitgebern oder Kolleginnen. Passen Sie den Plan an, wenn eine Woche ausfällt, und holen Sie nach, was Ihnen wichtig ist.

Welche Aufgaben gehören in welche Phase?

PhaseZielBeispiele
Tage 1–30KlarheitAufgabenliste, Stärken, Zeugnisse sammeln, Zielrichtungen
Tage 31–60OptionenGespräche, Informationsabend, Berufsverzeichnis, Beratung
Tage 61–90HandelnSchnuppern, Anmelden, Gespräch mit Vorgesetzten, Bewerbung

Worauf Sie achten müssen

  • Zeit realistisch planen: Setzen Sie sich lieber weniger vor. Zwei verlässliche Stunden pro Woche bringen mehr als ein ehrgeiziger Plan, der nach zehn Tagen scheitert.
  • Datenschutz: Geben Sie Zeugnisse, Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und Namen nicht in öffentliche KI-Dienste ein. Beschreiben Sie Ihre Aufgaben allgemein und anonymisiert.
  • KI als Hilfe, nicht als Orakel: KI kann Ihre Notizen ordnen und Fragen stellen. Sie kennt weder Ihre Lage noch Ihren Arbeitsmarkt genau. Prüfen Sie Aussagen über Berufe und Bildungswege bei berufsberatung.ch und beim SBFI.
  • Keine Garantien: Auch ein guter Plan führt nicht automatisch zu einer neuen Stelle oder einem höheren Lohn. Er verbessert Ihre Ausgangslage.
  • Rechtliches: Bei Weiterbildung, Pensum und Kündigung gelten Verträge und gesetzliche Regeln. Klären Sie Fragen mit der Personalabteilung oder einer Beratungsstelle, bevor Sie entscheiden.
  • Belastung: Kein Coaching ersetzt eine Therapie. Wenn Sie anhaltend erschöpft, niedergeschlagen oder verzweifelt sind, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder einen Hausarzt oder an eine psychotherapeutische Fachperson. In akuter Not erreichen Sie die Dargebotene Hand unter 143.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Weber arbeitet in der Administration einer Arztpraxis. Seit einigen Monaten wird ein Teil ihrer Aufgaben digitalisiert. Sie möchte nicht abwarten, hat aber keinen klaren Plan und wenig Zeit.

Sie beginnt mit Phase 1: Zwei Wochen lang notiert sie, welche Aufgaben ihr gefallen und welche sich verändern. In Phase 2 spricht sie mit der Praxisleiterin und einer Bekannten, die in der Praxisorganisation arbeitet, und holt Informationen bei der Laufbahnberatung ihres Kantons. In Phase 3 meldet sie sich für einen Kurs zu digitalen Praxisabläufen an und bespricht neue Aufgaben mit der Praxisleiterin.

Nach 90 Tagen weiss sie, in welche Richtung sie gehen möchte, und hat eine Weiterbildung begonnen. Ob daraus eine neue Stelle wird, bleibt offen. Sie hat aber Handlungsspielraum gewonnen. Mehr Anregungen: Beschäftigungsfähig bleiben: Die nächsten sechs Monate und Plan B für den Job entwickeln.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Ihren 90-Tage-Plan auf Ihre berufliche Situation abstimmen möchten, kann Job-Coaching und Laufbahnberatung mit Standortbestimmung, Stärkenprofil und Aktionsplan unterstützen. Auf Wunsch gehören auch Bewerbungsstrategie und Probeinterviews dazu; das Coaching verspricht keine Stelle.

Häufige Fragen

Muss ich nach 90 Tagen eine Entscheidung getroffen haben?

Nein. Das Ziel ist, klarer zu sehen und erste Schritte gemacht zu haben. Eine grosse Entscheidung darf auch später fallen.

Was, wenn mir die Zeit fehlt?

Kürzen Sie den Plan auf eine Stunde pro Woche und verlängern Sie die Dauer. Wichtig ist der feste Rhythmus, nicht die Geschwindigkeit.

Kann ich den Plan mit KI allein erstellen?

Als Entwurf ja. Die Ziele und Entscheidungen bleiben Ihre eigenen, und Gespräche mit Menschen kann KI nicht ersetzen. Nutzen Sie sie für Struktur und Fragen.

Eignet sich der Plan auch ab 50?

Ja, die Schritte sind altersunabhängig. Gerade Erfahrung ist eine Stärke, die sich in Gesprächen und im Stärkenprofil zeigen lässt. Bei Fragen zu Rente und Absicherung prüfen Sie die Rechtslage mit einer Fachstelle.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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