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Neue Jobs durch KI: Rollen und Berufsbilder prüfen
Kurz gesagt
Durch KI entstehen vor allem neue Rollen und Aufgabenfelder innerhalb bestehender Berufe, etwa in Datenaufbereitung, Qualitätssicherung, Einführung und Schulung. Ganz neue Berufe mit eigener Ausbildung sind selten und entwickeln sich langsam. Viele Berufstitel in Stellenanzeigen sind Moden, die sich wieder ändern.
Das Problem
Sie lesen, dass KI Jobs wegnimmt, aber auch neue schafft. Doch welche? In Stellenanzeigen tauchen Titel auf wie «Prompt Engineer», «KI-Trainer» oder «AI Product Owner». Sie wissen nicht, ob das echte Berufe sind, welche Voraussetzungen man braucht und ob sich ein Einstieg lohnt.
Technische Umbrüche haben in der Vergangenheit meist beides gebracht: Aufgaben fielen weg, und neue Aufgaben entstanden, oft in Bereichen, die man vorher nicht kannte. Ob das bei KI genauso verläuft, ist offen. Wahrscheinlich ist, dass neue Aufgaben entstehen, weil KI-Systeme eingeführt, betrieben, kontrolliert, rechtlich eingeordnet und den Mitarbeitenden erklärt werden müssen.
Wichtig ist zu unterscheiden: Eine neue Rolle ist nicht gleich ein neuer Beruf. Ein Beruf hat in der Schweiz in der Regel einen anerkannten Bildungsweg, zum Beispiel eine Lehre oder eine eidgenössische Prüfung. Eine Rolle ist eine Aufgabe in einem Betrieb, die eine Person übernimmt, oft zusätzlich zu bisherigen Aufgaben. Manche Titel sind Marketingnamen und können mit der Zeit wieder verschwinden; wie lange sie verwendet werden, lässt sich nicht pauschal sagen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Sammeln Sie Stellenanzeigen. Suchen Sie auf Schweizer Stellenportalen nach Begriffen wie «KI», «Künstliche Intelligenz», «Daten», «Automatisierung» und speichern Sie fünf bis zehn öffentliche Anzeigen.
- Lesen Sie die Aufgaben, nicht den Titel. Notieren Sie, was die Person tatsächlich tun soll und welche Vorkenntnisse verlangt werden.
- Lassen Sie die KI die Anzeigen gruppieren. Fügen Sie die Aufgabenabschnitte (nicht ganze Anzeigen mit Firmendaten) ein und bitten Sie um Gruppen: technische Entwicklung, Daten, Einführung und Beratung, Kontrolle und Recht, Schulung.
- Prüfen Sie die Gruppen. Passt die Einteilung? Welche Aufgaben tauchen häufig auf, welche nur selten? Das gibt Hinweise, was sich etabliert.
- Prüfen Sie den Bildungsweg. Gibt es eine anerkannte Ausbildung oder Prüfung? Auf berufsberatung.ch und beim SBFI finden Sie Informationen zu Berufen und Abschlüssen.
- Vergleichen Sie mit Ihren Stärken. Welche Aufgaben liegen Ihnen: erklären, prüfen, organisieren, programmieren, mit Daten arbeiten? Eine neue Rolle lohnt sich nur, wenn sie zu Ihnen passt.
- Testen Sie klein. Übernehmen Sie in Ihrem Betrieb eine kleine KI-bezogene Aufgabe, etwa eine Kolleginnenschulung oder die Qualitätskontrolle von KI-Entwürfen.

| Rolle oder Aufgabe | Was sie ungefähr bedeutet | Einordnung |
|---|---|---|
| Datenaufbereitung und -qualität | Daten prüfen, bereinigen, dokumentieren | Wird in vielen Betrieben gebraucht |
| KI-Einführung und -Beratung | Einsatz planen, Beteiligte begleiten | Oft als Zusatzrolle in bestehenden Berufen |
| KI-Qualitätssicherung | Ergebnisse prüfen, Regeln festlegen | Wachsende Aufgabe |
| Schulung und Wissensmanagement | Mitarbeitende anleiten | Verbreitet, selten ein eigener Beruf |
| «Prompt Engineer» | Aufträge an KI formulieren | Eher Fähigkeit als Beruf |
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt hilft, Stellenanzeigen nach Aufgaben zu sortieren. Verwenden Sie nur Aufgabenabschnitte öffentlicher Anzeigen, ohne Firmennamen.
Ich möchte verstehen, welche KI-bezogenen Rollen es in der Schweiz gibt. Ich füge Aufgabenabschnitte aus öffentlichen Stellenanzeigen ein (ohne Firmennamen): [Abschnitte]
1. Gruppiere die Aufgaben in Gruppen (z. B. Entwicklung, Daten, Einführung und Beratung, Kontrolle und Recht, Schulung).
2. Nenne pro Gruppe die häufigsten Aufgaben und die verlangten Vorkenntnisse.
3. Markiere Titel, die vor allem nach Marketing klingen, und nenne, woran du das erkennst.
4. Schlage drei Fragen vor, die ich bei einem Gespräch mit einem Arbeitgeber stellen würde.
Erfinde keine Berufe oder Statistiken. Wenn etwas aus den Texten nicht hervorgeht, schreibe «nicht erkennbar».Ersetzen Sie die Platzhalter und prüfen Sie die Gruppen kritisch. Ergänzen Sie weitere Anzeigen nach und nach.
Worauf Sie achten müssen
- Neue Berufsbezeichnungen in Anzeigen sind oft kurzlebig. Prüfen Sie Aufgaben und Anforderungen, nicht Titel.
- Einstiegsversprechen wie «In drei Monaten zum KI-Experten» sind mit Vorsicht zu geniessen. Fachliche Tiefe braucht Zeit und Praxis.
- Zahlen zu «neuen Stellen» sind meist Szenarien. Der Future of Jobs Report des World Economic Forum gibt Einschätzungen, die Sie als Szenarien lesen sollten.
- Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bewerbungsunterlagen in öffentliche KI-Dienste.
- Ein Wechsel in ein neues Feld braucht Zeit und finanzielle Reserven. Planen Sie realistisch und holen Sie eine Laufbahnberatung dazu.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Informatiker in Bern liest viele Anzeigen für «KI-Spezialisten». Er gruppiert mit KI die Aufgabenabschnitte und stellt fest: Die Mehrheit verlangt Datenkenntnisse, die Einführung in Betrieben und die Kommunikation mit Fachabteilungen, nur wenige tatsächlich Forschung an Modellen.
Er entscheidet sich, sich in Datenqualität und Einführung weiterzubilden, und übernimmt in seiner Firma ein kleines Pilotprojekt. Nach einem Jahr hat er ein Profil, das über den Titel hinaus belegt, was er kann.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie für eine entstehende KI-Rolle digitale Kompetenzen aufbauen möchten, bietet die KI-Weiterbildung mit verifizierbarem Lernnachweis Lernwege mit Praxisaufgaben und Modul-Quizzen. Ein Zertifikat dokumentiert die Weiterbildung, ersetzt aber keinen anerkannten eidgenössischen Abschluss und garantiert keine Stelle.
Häufige Fragen
Muss ich programmieren können, um in KI-Rollen zu arbeiten?
Nicht für alle Rollen. Einführung, Beratung, Schulung, Qualitätssicherung und Datenverständnis kommen ohne Programmieren aus. Für Entwicklung und Datenanalyse sind technische Kenntnisse nötig.
Ist «Prompt Engineer» ein Beruf?
Das Formulieren guter Aufträge an KI ist eine Fähigkeit, die in vielen Berufen nützlich ist. Als eigenständiger Beruf ist sie bisher selten, und das Berufsbild ist offen.
Wo erfahre ich etwas über anerkannte Abschlüsse?
Auf berufsberatung.ch und beim SBFI finden Sie Informationen zu Berufen und Bildungswegen in der Schweiz. Kantonale Berufs- und Laufbahnberatungen beraten persönlich.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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