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Zukunft · Swiss Jobrollen Check

Welche Lehre oder Ausbildung ist mit KI zukunftsfähig?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Kein Beruf ist sicher, aber viele bleiben tragfähig, wenn sie solide Grundlagen vermitteln, Weiterbildung zulassen und menschliche Aufgaben enthalten. Wählen Sie nach Interessen und Stärken, prüfen Sie, wie sich die Aufgaben verändern, und schnuppern Sie. Die Berufsberatung hilft bei der Einordnung.

Das Problem

Ihr Kind steht vor der Berufswahl, oder Sie selbst überlegen eine Ausbildung. Überall liest man, dass KI Berufe verändert. Eltern fragen: Soll er lieber in die Informatik als ins Büro? Ist eine kaufmännische Lehre noch sinnvoll? Wird das Handwerk gefragter? Für jede Antwort gibt es eine Schlagzeile und deren Gegenteil.

Die ehrliche Auskunft: Niemand weiss, wie sich einzelne Berufe in 20 Jahren entwickeln. Sicher ist, dass sich fast alle Berufe verändern. Eine Lehrstelle wählt man selten für ein ganzes Berufsleben, sondern als Grundlage, auf der man aufbaut.

Statt nach dem «sichersten» Beruf zu suchen, ist es hilfreicher, nach Kriterien zu entscheiden: Passt der Beruf zu den Stärken, vermittelt er eine solide Grundlage, und lässt er Weiterentwicklung zu? Diese Checkliste hilft dabei. Die Angaben beziehen sich auf den Stand Oktober 2026.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Interessen und Stärken klären. Was macht Ihnen Freude, was gelingt Ihnen, was ist Ihnen wichtig? Ein strukturierter Orientierungstest hilft für den Anfang. Siehe unten.
  1. Berufe sammeln. Notieren Sie drei bis fünf Berufe, die in Frage kommen. Informieren Sie sich bei der Berufsberatung und auf den Berufsinformationsseiten.
  1. Aufgaben genauer ansehen. Fragen Sie für jeden Beruf: Was machen die Leute den ganzen Tag? Welche Aufgaben sind Routine, welche verlangen Urteil, Handwerk, Beziehung?
  1. KI im Beruf erkunden. Fragen Sie Berufsleute und Lehrbetriebe: Wo wird KI schon genutzt, wie verändert sich die Ausbildung?
  1. Schnuppern. Besuchen Sie Betriebe, sprechen Sie mit Lernenden. Nichts ersetzt den Einblick.
  1. Weiterbildungswege prüfen. Welche Möglichkeiten gibt es nach der Lehre: Berufsmaturität, höhere Berufsbildung, Fachhochschule? Ein Beruf mit offenen Anschlüssen ist flexibler.
  1. Mit Fachpersonen sprechen. Laufbahn- und Berufsberatung bietet individuelle Einschätzungen.
  1. Entscheiden, mit Plan B. Wählen Sie nach Interesse und Eignung und halten Sie fest, wie ein Wechsel später möglich wäre.

Vorlage zum Kopieren

BERUFSWAHL: PRÜFBLATT ZUKUNFTSFÄHIGKEIT
Name: [Name]   Datum: [Datum]   Beruf/Ausbildung: [Bezeichnung]

1. PASSUNG
Meine Stärken, die hier gefragt sind: [ ]
Meine Interessen, die hier Platz haben: [ ]
Das gefällt mir nicht an diesem Beruf: [ ]

2. AUFGABEN
Typische Aufgaben im Alltag (nach Gespräch mit Berufsleuten): [ ]
Davon Routine/Standard: [ ]
Davon Handwerk, Urteil, Beziehung: [ ]
Wo wird KI oder digitale Technik heute schon eingesetzt? [ ]

3. AUSBILDUNG UND ANSCHLUSS
Ausbildungsabschluss (EBA / EFZ / anderes): [ ]
Möglichkeiten nach der Lehre (Berufsmaturität, höhere Berufsbildung, Fachhochschule, Spezialisierung): [ ]
Lehrbetrieb: Wie geht er mit KI und neuen Werkzeugen um? [ ]

4. ARBEITSMARKT (Auskunft der Berufsberatung, kein Gerücht)
Nachfrage in meiner Region: [ ]
Entwicklungsmöglichkeiten: [ ]

5. BEWERTUNG (1 bis 5): Passung [ ]  Aufgabenmix [ ]  Anschlussmöglichkeiten [ ]  Lehrbetrieb [ ]

6. NÄCHSTE SCHRITTE: Schnuppern bei [ ] am [Datum]; Gespräch mit Berufsberatung am [Datum]; Offene Fragen: [ ]

Füllen Sie ein Blatt pro Beruf aus und vergleichen Sie. Besprechen Sie es mit einer Vertrauensperson und der Berufsberatung.

FrageGutes Zeichen
Passt der Beruf zu meinen Stärken?Ja, mit Beispielen
Gibt es Handwerk, Urteil, Beziehung im Beruf?Ja, im Alltag spürbar
Sind Weiterbildung und Wechsel möglich?Offene Anschlüsse nach der Lehre
Geht der Lehrbetrieb mit Technik um?Offen, mit Ausbildung
Gibt es Bedarf in meiner Region?Auskunft der Berufsberatung

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Listen «sicherer Berufe»: Sie sind meist unbelegt. Prüfen Sie Quellen. Siehe KI-sichere Berufe.
  • Nach Eignung statt nach Schlagzeile: Ein Beruf, der nicht zu Ihnen passt, ist auch bei guter Prognose kein guter Weg.
  • Lehrbetrieb zählt: Gleicher Beruf, unterschiedlicher Betrieb: Ausbildungsqualität und Offenheit für Neues sind entscheidend.
  • Schweizer Bildungssystem nutzen: Berufsmaturität, höhere Fachschulen und Fachhochschulen eröffnen Anschlussmöglichkeiten. Informationen bietet die Berufsberatung.
  • KI als Teil der Ausbildung: Fragen Sie, ob der Betrieb und die Berufsschule den Umgang mit KI vermitteln.
  • Eltern und Umfeld: Sorgen der Eltern sind verständlich, aber der junge Mensch muss sich im Beruf wohlfühlen.
  • Nicht zu früh festlegen: Schnuppern und Gespräche vor dem Entscheid sind wertvoll.
  • Digitale Kompetenzen: In vielen Berufen werden sie wichtiger. Sie lassen sich auch ausserhalb der Lehre aufbauen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Schülerin aus Langenthal ist unsicher zwischen einer kaufmännischen Lehre und einer Lehre als Fachfrau Gesundheit. Ihr Vater meint, im Büro sei bald alles automatisiert, die Pflege sei sicherer.

Vorher: Die Familie diskutiert mit Schlagzeilen. Nachher: Die Schülerin füllt für beide Berufe das Prüfblatt aus und schnuppert. Sie merkt, dass ihr der Kontakt mit Menschen mehr liegt, und erfährt von Fachpersonen, dass auch in der Pflege Technik und Dokumentation zunehmen, im Büro Beratung und Prüfen wichtiger werden. Sie entscheidet sich für die Pflege, mit Interesse an späterer Weiterbildung, und fragt den Lehrbetrieb, wie er digitale Werkzeuge einsetzt.

So hilft Ihnen Alpasana

Für eine erste Orientierung bietet der Swiss Jobrollen Check nach Angebotsbeschreibung einen Berufs-Check mit 64 Fragen zu Interessen, Arbeitsweise, Stärken, Umfeld und Werten und einen Abgleich mit über 1800 Schweizer Berufen, mit Bezug zu EBA, EFZ, Berufsmaturität, HF und FH. Der Check ist kostenlos, die erste Auswertung wird nach Registrierung gespeichert; die Pro-Ausgabe nennt unter anderem die drei besten Berufe mit Bildungswegen. Er bietet eine erste Orientierung und ersetzt keine persönliche Berufsberatung.

Häufige Fragen

Soll mein Kind lieber etwas mit Informatik lernen?

Nur, wenn es das interessiert und liegt. Informatikberufe verändern sich mit KI ebenfalls. Entscheidend sind Neugier, Genauigkeit und Lernbereitschaft. Andere Berufe bieten ebenso gute Wege.

Ist eine Lehre noch sinnvoll, wenn KI vieles übernimmt?

Die Berufslehre verbindet Praxis mit Theorie und gilt in der Schweiz als solide Grundlage. Wie sich Inhalte anpassen, entscheiden Betriebe und Berufsverbände. Fragen Sie in Betrieben nach dem Stand.

Wo bekomme ich verlässliche Informationen?

Bei der Berufsberatung Ihres Kantons und auf den Berufsinformationsseiten. Besuchen Sie Berufsmessen und Schnuppertage und sprechen Sie mit Lernenden und Fachleuten.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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