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Welche Datenschutzeinstellungen sollte ich prüfen?
Kurz gesagt
Prüfen Sie in ChatGPT die Datenkontrollen (ob Ihre Gespräche zur Verbesserung der Modelle genutzt werden), den Verlauf, die Erinnerungsfunktion, verbundene Apps und die Anmeldesicherheit. Einstellungen ersetzen keine Regeln: Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse gehören nur hinein, wenn Ihr Betrieb das ausdrücklich erlaubt und geprüft hat.
Das Problem
Bevor Sie ChatGPT beruflich nutzen, möchten Sie wissen: Was passiert mit dem, was ich eintippe? Wird es gespeichert? Lernt die KI aus meinen Gesprächen? Wer kann sie lesen?
Die Antworten hängen davon ab, welchen Zugang Sie haben (privat, Team, Unternehmen) und wie die Einstellungen gesetzt sind. Das Menü ist nicht immer leicht zu finden, und Bezeichnungen ändern sich. Viele Nutzerinnen und Nutzer haben deshalb nie nachgesehen.
Wichtig vorab: Einstellungen reduzieren Risiken, beseitigen sie aber nicht. Sie ersetzen auch keine Betriebsregeln und keine rechtliche Prüfung. Auf dieser Seite finden Sie eine einfache Checkliste, mit der Sie in zehn Minuten einen Überblick gewinnen. Angaben zum Stand Oktober 2026, Bezeichnungen können abweichen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Zugangsart klären. Sind Sie mit einem privaten Konto, einem Firmenkonto oder einem Team-Zugang angemeldet? Für Firmen gelten oft andere Bedingungen als für Privatkonten. Siehe Darf ich mein privates KI-Konto beruflich verwenden?.
- Einstellungen öffnen. Klicken Sie auf Ihr Profilbild oder Ihren Namen und wählen Sie «Einstellungen». Suchen Sie den Bereich zu Daten oder Datenkontrollen.
- Trainingsnutzung prüfen. Dort finden Sie eine Option, ob Ihre Gespräche zur Verbesserung der Modelle verwendet werden dürfen. Sie ist je nach Konto vorbelegt. Entscheiden Sie bewusst. Eine Erklärung gibt Wie prüfe ich die Datennutzung für ChatGPT-Training?.
- Temporären Chat kennenlernen. Für heikle Fragen gibt es einen Modus ohne Verlauf. Er speichert das Gespräch nicht in Ihrer Liste. Das heisst nicht automatisch, dass nichts beim Anbieter verarbeitet wird. Lesen Sie die Hinweise dazu.
- Erinnerungen ansehen. ChatGPT kann sich Dinge über Sie merken. Prüfen Sie, was gespeichert ist, und löschen Sie Unpassendes. Anleitung: Was merkt sich ChatGPT und wie ändere ich das?.
- Verbundene Apps kontrollieren. Wenn Sie Dienste verknüpft haben (zum Beispiel Cloud-Speicher), prüfen Sie, worauf ChatGPT zugreifen darf. Entfernen Sie, was Sie nicht brauchen.
- Anmeldung absichern. Verwenden Sie ein langes, einzigartiges Passwort und aktivieren Sie, wenn angeboten, die Zwei-Faktor-Anmeldung (zusätzlicher Code beim Einloggen).
- Verlauf aufräumen. Löschen Sie Gespräche, die nicht mehr gebraucht werden, besonders solche mit sensiblen Inhalten. Notieren Sie sich, wie Sie Ihre Daten exportieren oder löschen können.
Vorlage zum Kopieren
Eine Checkliste für Ihre eigene Dokumentation oder zum Weitergeben im Team:
Datenschutz-Check ChatGPT, Stand [Datum]
Konto: [privat / Team / Unternehmen] – Person: [Funktion]
Training mit meinen Daten erlaubt: [ja / nein / nicht einstellbar]
Verlauf aktiv: [ja / nein]
Erinnerungen aktiv: [ja / nein] – zuletzt geprüft: [Datum]
Verbundene Apps: [Liste oder «keine»]
Zwei-Faktor-Anmeldung aktiv: [ja / nein]
Erlaubte Inhalte laut Betriebsregel: [z. B. «nur öffentliche Texte»]
Nicht erlaubt: [z. B. Kundendaten, Passwörter, Verträge]
Nächste Überprüfung: [Datum]Tragen Sie Ihre Angaben ein und überprüfen Sie die Liste nach grösseren Änderungen am Angebot neu.
| Einstellung | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Trainingsnutzung | Bestimmt, ob Gespräche zur Modellverbesserung genutzt werden können |
| Verlauf / temporärer Chat | Steuert, was in Ihrer Gesprächsliste bleibt |
| Erinnerungen | Merkt sich Angaben über Sie langfristig |
| Verbundene Apps | Erweitert den Zugriff auf Ihre Dateien |
| Zwei-Faktor | Schützt das Konto vor Fremdzugriff |
Worauf Sie achten müssen
- Personendaten. Das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) regelt, wie Personendaten bearbeitet werden dürfen. Bei Auslandbezug oder Kundschaft in der EU kann zusätzlich die DSGVO gelten. Prüfen Sie bei Kundendaten Rechtsgrundlage, Auftragsbearbeitung und Auslandübermittlung. Im Einzelfall ist eine fachliche Prüfung nötig.
- Firmenregeln. Viele Betriebe schreiben vor, welche KI-Werkzeuge erlaubt sind. Fragen Sie vorher nach.
- Bedingungen ändern sich. Datenschutzerklärung und Einstellungen werden angepasst. Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit.
- Löschen heisst nicht sofort vergessen. Beim Anbieter können Daten für bestimmte Fristen gespeichert bleiben. Details stehen in den Bedingungen.
- Ein Prompt ist keine Garantie. Der Satz «Bitte vertraulich behandeln» schützt Daten nicht.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Monika, 56, führt die Administration einer kleinen Treuhandfirma in Brugg. Eine Kollegin nutzt ChatGPT mit ihrem privaten Konto für Mails.
Vorher: Niemand weiss, welche Einstellungen aktiv sind und ob Mandantendaten eingegeben wurden.
Nachher: Monika macht mit der Checkliste einen Rundgang durch die Einstellungen. Sie stellt fest, dass die Trainingsnutzung aktiv ist und dass im Verlauf zwei Gespräche mit Mandantennamen stehen. Beides wird gelöscht beziehungsweise angepasst, und das Team vereinbart: keine Mandantendaten, nur Entwürfe ohne Namen. Die Geschäftsleitung klärt separat, ob ein geschäftliches Angebot beschafft wird.
So hilft Ihnen Alpasana
Für Betriebe, die ihre Mitarbeitenden im sicheren Umgang mit KI schulen möchten, bietet absofort KI-Weiterbildung für Unternehmen an. Die Online-Weiterbildung vermittelt Datenschutz als Lerninhalt, den verantwortungsvollen Umgang mit Unternehmensdaten und bei EU-Bezug den EU AI Act. Sie lernen im eigenen Tempo mit verifizierbaren Abschlüssen. Für Firmenlösungen und Teambuchungen gibt es eine Kontaktmöglichkeit.
Das ersetzt keine Rechtsberatung, schafft aber ein gemeinsames Grundverständnis im Team.
Häufige Fragen
Reicht es, das Training auszuschalten?
Nein. Das betrifft nur die Nutzung Ihrer Gespräche zur Modellverbesserung. Gespeichert und verarbeitet werden Eingaben trotzdem, und Ihre Betriebsregeln und das Datenschutzrecht gelten weiter.
Was ist besser: Team-Zugang oder privates Konto?
Geschäftliche Angebote haben meist eigene Vertrags- und Datenschutzbedingungen. Welche konkret gelten, lesen Sie beim Anbieter nach. Für Firmendaten ist ein geklärter Geschäftszugang in der Regel die sauberere Lösung.
Wie lösche ich mein Konto?
Der Anbieter beschreibt das in seiner Hilfe. Vorher können Sie Ihre Daten exportieren: Wie sichere ich meine ChatGPT-Gespräche?.
Darf ich Kundendaten eingeben, wenn alles richtig eingestellt ist?
Nicht automatisch. Es kommt auf Rechtsgrundlage, Vertrag und Betriebsregel an. Eine Einordnung finden Sie unter Darf ich Kundendaten in ChatGPT eingeben?.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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