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KI im Unternehmen · Prompt Engineering

Telefonleitfaden für den Kundendienst mit KI erstellen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Telefonleitfaden ist ein Blatt mit Begrüssung, den wichtigsten Rückfragen, einer Notizstruktur und einem Abschlusssatz. Lassen Sie eine KI einen Entwurf für Ihre Branche schreiben, kürzen Sie ihn auf eine Seite und testen Sie ihn in einem Probeanruf mit einer Kollegin.

Das Problem

Das Telefon klingelt, und am anderen Ende ist jemand verärgert, in Eile oder unsicher. Sie möchten ruhig bleiben, die richtigen Fragen stellen und danach alles Wichtige notiert haben. Doch im Gespräch vergisst man schnell, nach der Auftragsnummer zu fragen, die Rückrufnummer zu bestätigen oder den Wunsch der Kundin zu wiederholen.

Das Resultat: Rückrufe, weil Angaben fehlen, Missverständnisse und Notizen, die später niemand versteht. Besonders belastend ist es bei Beschwerden oder wenn mehrere Personen im Betrieb Telefondienst machen und jede anders vorgeht.

Ein Telefonleitfaden gibt Sicherheit. Er ist kein starres Skript, sondern eine Gedächtnisstütze auf einer Seite. Eine KI kann in wenigen Minuten einen Entwurf liefern, den Sie auf Ihre Praxis zuschneiden.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Sammeln Sie typische Anrufgründe. Notieren Sie, wer warum anruft: Bestellstatus, Reklamation, Terminwunsch, Preisfrage, technische Störung. Drei bis fünf Gründe reichen für den Anfang.
  2. Legen Sie pro Anrufgrund die nötigen Angaben fest. Was brauchen Sie, um den Fall zu bearbeiten? Zum Beispiel Name, Rückrufnummer, Auftragsnummer, Beschreibung, gewünschtes Ergebnis.
  3. Schreiben Sie den Prompt. Verwenden Sie die Vorlage unten und beschreiben Sie Ihren Betrieb, Ihre Kundschaft und den gewünschten Ton. Geben Sie keine echten Kundendaten ein.
  4. Prüfen Sie den Entwurf. Passt der Ton zu Ihrem Betrieb? Sind die Fragen sinnvoll und nicht zu viele? Streichen Sie Floskeln, die Sie nie sagen würden.
  5. Kürzen Sie auf eine Seite. Ein Leitfaden, den man im Gespräch nicht überblickt, wird nicht genutzt. Gliedern Sie in: Begrüssung, Anliegen klären, Angaben erfassen, Lösung oder nächster Schritt, Abschluss.
  6. Ergänzen Sie ein Notizfeld. Datum, Uhrzeit, Name, Rückrufnummer, Anliegen, Zusage, nächste Schritte, wer ist zuständig. Das erleichtert die Übergabe.
  7. Testen Sie im Probeanruf. Spielen Sie zusammen mit einer Kollegin zwei bis drei typische Anrufe durch, auch einen schwierigen. Notieren Sie, was gefehlt hat oder zu lang war.
  8. Verteilen und pflegen Sie den Leitfaden. Legen Sie ihn am Telefonplatz aus und überarbeiten Sie ihn nach einigen Wochen, wenn neue Anrufgründe auftauchen.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt erhalten Sie einen ersten Entwurf. Passen Sie die Angaben in Klammern an.

Rolle: Du hilfst mir, einen kurzen Telefonleitfaden für den Kundendienst eines Schweizer Betriebs ([Branche]) zu erstellen.

Kontext: Wir sind [Anzahl] Personen. Unsere Kundschaft ist [Privatkundschaft / Geschäftskundschaft]. Der Ton ist [freundlich-sachlich / persönlich]. Anrede «Sie».
Typische Anrufgründe: [Grund 1], [Grund 2], [Grund 3].

Aufgabe: Erstelle einen Leitfaden auf einer Seite mit:
1. Begrüssung (ein Satz, mit Firmenname und eigenem Vornamen als Platzhalter),
2. Anliegen klären (3 offene Fragen, die ich stellen kann),
3. Pro Anrufgrund: die 3 bis 5 Angaben, die ich erfragen muss,
4. Umgang mit verärgerten Anrufenden (3 kurze Sätze, die deeskalieren, ohne etwas zu versprechen),
5. Abschlusssatz mit Zusammenfassung und nächstem Schritt,
6. Ein Notizfeld mit Feldern: Datum, Uhrzeit, Name, Rückrufnummer, Anliegen, Zusage, nächster Schritt, zuständig.

Regeln: Kurze Sätze, keine Floskeln, keine Versprechen über Preise, Fristen oder Garantien. Erfinde keine Firmenregeln.

Streichen und kürzen Sie, bis der Leitfaden in einem Blick erfassbar ist. Ein Blatt, das niemand liest, nützt nichts.

Aufbau des Leitfadens

TeilInhaltBeispiel
BegrüssungFirma, Vorname«Guten Tag, [Firma], [Vorname], was kann ich für Sie tun?»
Anliegen klärenOffene Frage, Zusammenfassen«Habe ich richtig verstanden, dass …?»
Angaben erfassenPflichtfragen je GrundAuftragsnummer, Rückrufnummer
Nächster SchrittKlare Zusage«Ich melde mich bis Freitag bei Ihnen.»
AbschlussDank, Wiederholung«Danke für Ihren Anruf.»

Worauf Sie achten müssen

  • Kein starres Ablesen. Ein Leitfaden unterstützt, ersetzt aber das Zuhören nicht. Reden Sie natürlich und nutzen Sie das Blatt als Gedächtnisstütze.
  • Keine Zusagen auf Vorrat. KI-Entwürfe enthalten manchmal Sätze wie «Das erledigen wir sofort». Streichen Sie Zusagen, die Sie nicht halten können.
  • Datenschutz bei Gesprächsnotizen. Notizen enthalten Personendaten. Bewahren Sie sie an geeigneten Orten auf und löschen Sie sie, wenn sie nicht mehr nötig sind. Hinweise bietet der EDÖB.
  • Aufnahmen nur mit Einwilligung. Gespräche aufzuzeichnen oder KI-transkribieren zu lassen, ist rechtlich und ethisch heikel. Klären Sie das vorab, siehe Meeting-Aufnahmen und Datenschutz.
  • Verschiedene Sprachen und Dialekte. Kundschaft telefoniert in Mundart oder anderen Sprachen. Planen Sie, wie Sie damit umgehen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: In einem Heizungs- und Sanitärbetrieb in Aarau übernehmen drei Personen abwechselnd das Telefon. Frau Müller stellt fest, dass jede Person andere Angaben erfragt und Notizen auf Zetteln liegen.

Vorher mussten Techniker oft zurückrufen, weil die Adresse oder Störungsbeschreibung fehlte. Nachher erstellt sie mit KI einen Entwurf für vier Anrufgründe, kürzt ihn auf eine Seite und ergänzt ein Notizfeld.

Beim Probeanruf mit einer Kollegin zeigt sich, dass die Frage nach der Anlage zu technisch klingt. Sie formuliert sie einfacher um. Danach liegt der Leitfaden am Telefonplatz, und die Zahl der Rückrufe nimmt ab.

So hilft Ihnen Alpasana

Der Kurs Prompt Engineering zeigt laut Beschreibung, wie Sie Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festlegen, Beispiele einsetzen und Prompts überarbeiten. Datenschutz wird berücksichtigt, Programmierkenntnisse sind nicht nötig, und der Online-Kurs bietet ein Zertifikat.

So erhalten Sie aus der KI Texte wie Leitfäden, die besser zu Ihrem Betrieb passen. Ein getestetes Prompt-Set für einen wiederkehrenden Prozess entsteht im Kurs.

Häufige Fragen

Wie lang darf der Leitfaden sein?

Eine Seite, besser eine halbe. Er muss im Gespräch mit einem Blick erfassbar sein. Zusatzinformationen legen Sie in ein separates Dokument.

Muss ich Anrufende über Notizen informieren?

Gesprächsnotizen für die Bearbeitung eines Anliegens sind üblich. Bei Aufnahmen oder KI-Transkription gelten strengere Anforderungen. Klären Sie das mit Ihrer Datenschutzverantwortlichen.

Wie gehe ich mit sehr verärgerten Anrufenden um?

Hören Sie zu, fassen Sie das Anliegen zusammen und nennen Sie einen klaren nächsten Schritt. Versprechen Sie nur, was Sie halten können, und holen Sie bei Bedarf Unterstützung der Leitung.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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