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Selbstcoaching mit KI · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Care-Arbeit und eigene Zeit: Aufgaben sichtbar machen

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Care-Arbeit, also Sorgearbeit für Kinder, Angehörige und den Haushalt, ist oft unsichtbar und nimmt viel Zeit. Mit KI machen Sie die Aufgaben sichtbar und bereiten ein Gespräch vor, in dem Sie Entlastung und eigene Zeit aushandeln. Das Gespräch führen Sie selbst.

Das Problem

Sie sind für den Haushalt, die Kinder, die Eltern oder den kranken Partner da. Sie organisieren Arzttermine, merken sich Schulanlässe, kaufen Geschenke, kochen, waschen, trösten. Wenn jemand fragt, was Sie «den ganzen Tag» tun, fällt die Antwort schwer, denn vieles ist unsichtbar: Planen, Daran-Denken, Koordinieren, Bereitschaft.

Diese Arbeit wird Care-Arbeit oder Sorgearbeit genannt, also die unbezahlte Arbeit für andere Menschen und für das Zusammenleben. Sie ist wertvoll, nimmt oft mehr Zeit ein, als man denkt, und wird in vielen Haushalten ungleich verteilt. Wer sie leistet, hat oft wenig Zeit für sich und fühlt sich schuldig, wenn er sie sich nimmt.

Um etwas zu verändern, hilft zunächst Sichtbarkeit: Was tun Sie alles, wie oft, wie lange? Daraus lässt sich ein Gespräch vorbereiten, in dem Entlastung ausgehandelt wird. Eine KI kann beim Ordnen und Formulieren helfen. Sie entscheidet nicht über Verteilung und kennt Ihre Familie nicht. Sorgearbeit lässt sich nicht jederzeit abgeben, und das ist legitim.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Aufgaben sammeln: Schreiben Sie eine Woche lang auf, was Sie für andere tun, auch Denkarbeit wie «Einkaufsliste führen» oder «Termine koordinieren».
  2. Aufwand schätzen: Notieren Sie grob die Zeit pro Woche. Rechnen Sie das Denken und Planen mit.
  3. Kategorien bilden: Zum Beispiel Haushalt, Kinder, Pflege, Planung, emotionale Unterstützung.
  4. Anonymisieren: Nennen Sie keine Namen, sondern Rollen («mein Partner», «meine Mutter»).
  5. KI Übersicht erstellen lassen: Nutzen Sie die Vorlage für eine Tabelle und Fragen zur Verteilung.
  6. Eigene Bedürfnisse ergänzen: Was brauchen Sie? Zum Beispiel ein Zeitfenster, das für Sie passt.
  7. Gespräch vorbereiten: Formulieren Sie mit KI-Unterstützung Anliegen und Vorschläge, ohne Vorwurf.
  8. Gespräch führen und auswerten: Führen Sie es zu einem ruhigen Zeitpunkt und vereinbaren Sie eine Überprüfung nach vier Wochen.

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte meine Alltagsaufgaben für andere (Care-Arbeit) sichtbar machen
und ein Gespräch über Entlastung vorbereiten.
Meine Aufgaben mit geschätzter Zeit pro Woche (anonym, mit Rollen):
[Aufgabe 1 – … Std.], [Aufgabe 2 – … Std.], [Planungsarbeit – … Std.], …
Meine eigenen Bedürfnisse: [z. B. ein Zeitfenster, das für mich passt].
Gesprächspartner (Rolle): [z. B. Partner/Partnerin, Geschwister].

Aufgabe:
1. Erstelle eine Tabelle: Kategorie, Aufgaben, Zeit pro Woche, Summe.
2. Stelle mir fünf Fragen, die klären, welche Aufgaben ich abgeben,
   verkleinern oder teilen könnte.
3. Formuliere drei Sätze für ein Gespräch, die meine Lage beschreiben
   und Vorschläge machen, ohne Vorwurf.
Beurteile weder die Beteiligten noch meine Rolle. Rechne nur mit meinen
Angaben. Sprache: Deutsch (Schweiz).

Wenn mehrere Personen mitbetroffen sind, bitten Sie zusätzlich um eine Variante für ein Familiengespräch.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Schuldzuweisung: Ziel ist ein Gespräch auf Augenhöhe. Vorwürfe führen oft zu Abwehr.
  • Nicht alles lässt sich teilen: Pflege oder Betreuung kann Bedingungen haben, etwa Fähigkeiten oder Verfügbarkeit. Prüfen Sie Entlastungsangebote: Gemeinde, Spitex, Entlastungsdienste. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde oder Fachstellen. Die KI kennt lokale Angebote nicht verlässlich.
  • Eigene Zeit ist nicht egoistisch: Wer dauerhaft ohne Pause arbeitet, riskiert Erschöpfung. Wenn Sie bereits erschöpft sind, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin. «Die Dargebotene Hand» ist rund um die Uhr unter 143 erreichbar.
  • Daten Dritter: Gesundheitsdaten von Kindern oder Angehörigen gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.
  • Rechnen prüfen: Prüfen Sie Summen selbst. Siehe auch Zeitbedarf prüfen.
KategorieBeispieleZeit/Woche (Schätzung)
Haushaltkochen, waschen, putzen…
KinderSchulweg, Hausaufgaben, Arzttermine…
PflegeBesuche, Medikamente organisieren…
PlanungEinkaufsliste, Termine, Anlässe…

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Verkäuferin aus Baden arbeitet 60 Prozent, betreut zwei Kinder und besucht dreimal pro Woche ihre pflegebedürftige Mutter.

Vorher: Sie fühlt sich dauernd im Einsatz, spricht aber nur in Andeutungen darüber. Ihr Partner glaubt, es laufe «ganz gut».

Nachher: Sie führt eine Woche lang Liste und lässt die KI eine Tabelle erstellen. Die Zahl überrascht sie selbst: Vor allem die Planungsarbeit war ihr nicht bewusst. Mit drei vorbereiteten Sätzen führt sie ein Gespräch mit ihrem Partner. Sie vereinbaren, dass er den Donnerstag-Einkauf und die Arzttermine der Kinder übernimmt. Für sich legt sie einen Abend pro Woche fest, den Spitex-Besuch bei ihrer Mutter plant sie mit der Gemeinde ab.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie als Pflegende oder Betreuende Ihre Grenzen klären möchten, kann ein Gespräch entlasten. my-coach.ch nennt unter seinen Themen Elternsein, Work-Life-Balance, Beziehungen, Stress und Grenzen und bietet Life Coaching sowie Mental Coaching an. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich; online schweizweit oder vor Ort in Safenwil, auch in Ukrainisch und Russisch.

Coaching ersetzt keine Pflege-, Sozial- oder Rechtsberatung. Informationen zu Entlastungsangeboten erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde.

Häufige Fragen

Wie spreche ich das Thema an, ohne Streit auszulösen?

Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt, nennen Sie Beobachtungen («Ich habe aufgeschrieben, was ich pro Woche tue») und machen Sie Vorschläge statt Vorwürfe.

Was, wenn niemand entlasten kann?

Dann prüfen Sie externe Angebote und überlegen, was Sie streichen oder verkleinern können. Hilfreich ist die Not-to-do-Liste.

Ist es egoistisch, Zeit für mich zu verlangen?

Nein. Eigene Erholung hilft auch den Menschen, für die Sie sorgen. Sie dürfen Ihre Bedürfnisse benennen.

Kann die KI die Aufgaben fair verteilen?

Sie kann Vorschläge machen, aber Fairness hängt von den Beteiligten ab. Besprechen Sie Lösungen gemeinsam.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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