Zum Inhalt springen

Recht & Ethik · Begriff · Linup: KI sicher am Arbeitsplatz

Was bedeutet Profiling durch KI für unsere Kunden?

Stand 10.10.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Profiling heisst, Personendaten automatisiert auszuwerten, um persönliche Eigenschaften wie Interessen, Verhalten oder Zuverlässigkeit zu bewerten oder vorherzusagen. KI macht das schnell und in grossem Umfang. Je stärker ein Profil die Persönlichkeit abbildet, desto strenger sind die Anforderungen an Transparenz und Einwilligung.

Definition

Profiling bedeutet nach dem Schweizer Datenschutzgesetz, Personendaten automatisiert zu bearbeiten, um bestimmte persönliche Aspekte einer Person zu bewerten, zu analysieren oder vorherzusagen. Genannt werden zum Beispiel Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten oder Aufenthaltsort. Die europäische DSGVO kennt einen ähnlichen Begriff.

Das Gesetz unterscheidet zusätzlich das Profiling mit hohem Risiko. Gemeint ist ein Profil, das Daten so verknüpft, dass sich wesentliche Aspekte der Persönlichkeit beurteilen lassen.

Einfach erklärt

Ein Onlineshop merkt, was Sie anschauen, wann Sie bestellen und wie schnell Sie auf Rabatte reagieren. Daraus berechnet eine KI, ob Sie eher ein Schnäppchenjäger oder ein treuer Stammkunde sind, und zeigt Ihnen entsprechende Angebote. Das ist Profiling: Aus vielen Einzelangaben entsteht ein Bild Ihrer Person.

Nicht jede Auswertung ist Profiling. Eine Statistik, wie viele Bestellungen pro Monat eingehen, bewertet keine Person. Heikel wird es, wenn Einzelpersonen eingestuft werden, etwa nach Zahlungsmoral, Kaufkraft oder Abwanderungsrisiko.

AnwendungProfiling?Worauf achten
Monatliche Bestellstatistiknein, keine Person bewertetDatensparsamkeit
Empfehlung nach früherem Kaufverhaltenja, einfachTransparenz in der Datenschutzerklärung
Einstufung der Zahlungsmoral einzelner Kundenja, heikelRechtsgrundlage, Richtigkeit, ggf. Vorabklärung
Persönlichkeitsprofil aus vielen Quellenja, hohes Risiko möglichEinwilligung, Folgenabschätzung, Fachprüfung

Beispiel

Ein Beispiel: Ein Fitnessstudio in Winterthur möchte mit KI vorhersagen, welche Mitglieder bald kündigen. Dafür werden Besuchshäufigkeit, Kurse und Zahlungsverhalten ausgewertet. Das ist Profiling. Das Studio informiert in seiner Datenschutzerklärung, prüft den Zweck und die Datenmenge und lässt die Einstufung von einer Fachperson für Datenschutz beurteilen, bevor es Mitglieder aufgrund der Prognose anders behandelt.

Nicht verwechseln

Profiling ist nicht dasselbe wie eine automatisierte Einzelentscheidung. Dort entscheidet allein ein System mit rechtlicher oder erheblicher Wirkung. Ob eine Folgenabschätzung nötig ist, beschreibt Wann braucht KI eine Datenschutz-Folgenabschätzung?. Einen Überblick über das Gesetz bietet Was bedeutet das revDSG für KI im Schweizer KMU?. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung: Die Einordnung im Einzelfall gehört zu Fachpersonen.

So hilft Ihnen Alpasana

Mit Linup bietet Alpasana den Online-Kurs KI sicher am Arbeitsplatz. Er behandelt in acht Modulen mit Quiz den Umgang mit Daten, die Prüfung von KI-Ergebnissen und das Erkennen von Betrugsversuchen. Pro Person entsteht ein Zertifikat mit QR-Code und eine Nachweismappe, ein kostenloser KI-Risiko-Check ist vorhanden.

Der Kurs ist eine Schulung und keine Rechtsberatung.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Massgeblich sind die geltenden Gesetzestexte.

Quellen

Weiterlesen in der Galaxie