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Interdisziplinäre Seminare: Fachbegriffe mit KI überbrücken
Kurz gesagt
In interdisziplinären Seminaren verwenden Studierende gleiche Wörter mit verschiedener Bedeutung. Eine Begriffsklärung zu Beginn verhindert Missverständnisse. Eine KI kann Vergleichstabellen und Klärungsfragen vorbereiten; ob die Definitionen stimmen, entscheiden die Fächer selbst anhand ihrer Fachliteratur.
Das Problem
Frau Keller leitet ein Seminar zum Thema «Nachhaltige Stadtentwicklung» an einer Universität. Die Teilnehmenden kommen aus Architektur, Ökonomie, Soziologie und Umweltwissenschaften. In der zweiten Sitzung streiten zwei Gruppen heftig über «Effizienz». Die Ökonomen meinen Kosten-Nutzen-Verhältnisse, die Umweltwissenschaftlerinnen Ressourcenverbrauch, die Architektin den Energiebedarf eines Gebäudes. Alle benutzen dasselbe Wort und reden aneinander vorbei.
Jede Disziplin hat eine eigene Fachsprache. Viele Begriffe tauchen in mehreren Fächern auf, aber mit verschiedener Bedeutung: «Modell», «System», «Norm», «Kapital», «Netzwerk». In interdisziplinärer Zusammenarbeit führen solche Unterschiede zu Missverständnissen, die erst spät auffallen. Wer sie früh benennt, spart Zeit und Ärger.
Eine gemeinsame Begriffsklärung hilft: Welche Begriffe sind zentral? Was meint jede Disziplin damit? Wo liegen Überschneidungen und Unterschiede? Das zu erarbeiten, ist aufwendig. KI kann Vergleichsentwürfe liefern, die die Fächer prüfen. Verbindlich sind nicht die Formulierungen der KI, sondern die Fachliteratur.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Zentrale Begriffe sammeln. Lassen Sie die Teilnehmenden zu Beginn drei bis fünf Begriffe nennen, die in ihrem Fach zentral sind und bei denen sie Missverständnisse vermuten.
- Begriffsliste erstellen. Fassen Sie sie zusammen und ergänzen Sie, was Sie aus der Planung kennen. Beschränken Sie sich auf eine Liste von zehn bis fünfzehn Begriffen.
- Vergleichsentwurf erzeugen lassen. Geben Sie der KI mit der Vorlage unten Begriffe und Fächer. Sie soll in einer Tabelle zeigen, wie jede Disziplin den Begriff typischerweise verwendet.
- Fächer prüfen lassen. Verteilen Sie die Entwürfe an die Studierenden der jeweiligen Disziplin: Stimmt die Beschreibung? Was fehlt? Sie korrigieren und ergänzen anhand ihrer Fachliteratur.
- Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Besprechen Sie gemeinsam, wo Begriffe auseinanderlaufen und wo sie sich berühren. Halten Sie Arbeitsdefinitionen für das Seminar fest.
- Gemeinsames Glossar anlegen. Erstellen Sie ein Dokument, das wächst. Jede Disziplin ergänzt, was sie meint, mit Quellenangabe.
- Begriffe im Seminar anwenden. Bauen Sie Aufgaben ein, bei denen Studierende einen Begriff erklären, wie ihn eine andere Disziplin verwenden würde.
- Reflexion am Ende. Fragen Sie: Welche Missverständnisse haben uns am meisten Zeit gekostet? Was haben wir über andere Fächer gelernt?
Vorlage zum Kopieren
Du unterstützt mich bei der Vorbereitung eines interdisziplinären Seminars. Thema: [Thema]. Beteiligte Disziplinen: [Fach 1], [Fach 2], [Fach 3]. Begriffe, die vermutlich unterschiedlich verwendet werden: [Begriff 1], [Begriff 2], [Begriff 3].
Aufgabe:
1. Erstelle eine Tabelle: Pro Begriff und Disziplin eine kurze Beschreibung, wie der Begriff dort typischerweise verwendet wird (ein bis zwei Sätze).
2. Markiere pro Begriff, wo die Bedeutungen übereinstimmen und wo sie auseinandergehen.
3. Schlage pro Begriff eine Klärungsfrage für das Seminar vor («Was meinen wir, wenn wir … sagen?»).
4. Kennzeichne jede Beschreibung, bei der du unsicher bist, mit «Fach prüfen lassen». Gib keine Quellen an, die du nicht sicher kennst.
5. Behaupte nicht, dass deine Beschreibungen verbindliche Definitionen sind.Setzen Sie Thema, Disziplinen und Begriffe ein. Lassen Sie die Beschreibungen von Angehörigen der jeweiligen Fächer prüfen.
| Begriff | Ökonomie | Umweltwissenschaft | Architektur |
|---|---|---|---|
| Effizienz | Kosten-Nutzen | Ressourcenverbrauch | Energiebedarf |
| System | Markt, Wirtschaftsordnung | Ökosystem | Gebäudetechnik |
| Norm | Regelwerk, Verhalten | Grenzwert | Bauvorschrift |
(Beispieltabelle, vereinfacht; die Fächer prüfen und ergänzen.)
Worauf Sie achten müssen
- Fachliche Richtigkeit: KI-Beschreibungen von Fachbegriffen sind vereinfacht und können fehlerhaft sein. Sie dürfen nicht als Definition gelten. Massgebend ist die Fachliteratur.
- Dominanz eines Fachs: KI-Texte neigen dazu, einzelne Perspektiven zu betonen. Achten Sie darauf, dass keine Disziplin über- oder unterrepräsentiert ist.
- Respekt vor Fachkulturen: Wertende Formulierungen («naive Sichtweise») gehören nicht in den Vergleich. Fachkulturen sind gleichwertig. Arbeiten Sie mit Fragen statt mit Urteilen.
- Datenschutz: Die Begriffsklärung braucht keine Personendaten. Geben Sie keine Beiträge einzelner Studierender in öffentliche KI-Dienste ein.
- Eigenständigkeit: Die Studierenden sollen die Begriffe ihres Fachs selbst erklären können. Lassen Sie sie nicht allein auf KI-Tabellen vertrauen.
- Sprache: Bei Mehrsprachigkeit können Begriffe in verschiedenen Sprachen unterschiedlich verwendet werden. Fragen Sie nach, wenn Missverständnisse auftreten.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Frau Keller bereitet das Seminar zur Stadtentwicklung vor. Sie sammelt zehn Begriffe und lässt sich eine Vergleichstabelle für vier Disziplinen entwerfen.
Vorher: Die Gruppen streiten über «Effizienz», ohne den Grund zu verstehen. Nachher: In der zweiten Sitzung bekommt jede Disziplin den Entwurf zu ihrem Fach. Die Architektin streicht eine Beschreibung als zu oberflächlich, der Ökonom ergänzt eine Unterscheidung. Gemeinsam halten sie fest: «Effizienz» heisst im Seminar immer «Wirkung pro eingesetzter Ressource, Ressource ist anzugeben». Ein Eintrag der KI zu «Netzwerk» war für die Soziologie falsch und wurde gestrichen. Im Verlauf des Semesters fragen sich die Gruppen häufiger: «Meinst du das ökonomisch oder ökologisch?»
So hilft Ihnen Alpasana
Brauchbare Vergleichstabellen entstehen mit klaren Aufträgen und dem Hinweis auf Unsicherheit. Der Online-Kurs Prompt Engineering von absofort übt Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, schrittweise zu arbeiten, Prompts zu überarbeiten und Ergebnisse zu prüfen. Datenschutz wird berücksichtigt, Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, und der Kurs endet mit einem Zertifikat.
Fachliche Definitionen und deren Gewichtung legen die beteiligten Disziplinen fest.
Häufige Fragen
Wie viele Begriffe sollte ich klären?
Zehn bis fünfzehn zentrale Begriffe genügen. Weitere ergeben sich im Lauf des Seminars und wandern ins gemeinsame Glossar.
Wer entscheidet, welche Definition gilt?
Im Seminar einigen sich die Beteiligten auf Arbeitsdefinitionen für den Zweck des Seminars. Das sind keine allgemeingültigen Definitionen. Die Fachliteratur bleibt die Referenz.
Hilft das auch in der Berufsmaturität?
Ja, bei der Verbindung von Fächern wie in IDAF mit KI: Fachperspektiven sinnvoll miteinander verbinden.
Kann ich das Glossar mit KI pflegen?
Als Hilfe beim Formulieren ja, als Quelle nein. Jede Eintragung braucht eine fachliche Prüfung und eine Quelle.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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