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Wie gut verstehe ich KI? Selbsttest für Einsteiger
Kurz gesagt
Gehen Sie die Checkliste auf dieser Seite durch und kreuzen Sie ehrlich an, was Sie jemandem in eigenen Worten erklären könnten. Danach lassen Sie sich von einem KI-Chat ein kurzes Quiz stellen und notieren, wo Sie unsicher waren. So wissen Sie, womit Sie weiterlernen sollten.
Das Problem
Sie haben schon einige Male mit einem KI-Chat gearbeitet, einen Zeitungsartikel gelesen und vielleicht ein Video geschaut. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl: Verstehe ich das eigentlich, oder klicke ich nur herum?
Dieses Gefühl ist verbreitet und hat einen Grund. Wer KI im Alltag benutzt, sieht nur die Oberfläche. Was dahinter passiert, warum eine Antwort falsch sein kann oder welche Daten man besser nicht eingibt, merkt man erst, wenn etwas schiefgeht.
Ohne eine ehrliche Standortbestimmung lernen viele Menschen am falschen Ende. Sie sammeln Tricks für bessere Texte, wissen aber nicht, wann sie einer Antwort misstrauen sollten. Oder sie buchen einen Kurs, der viel zu einfach oder viel zu schwer ist.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Ruhigen Moment wählen. Nehmen Sie sich zwanzig Minuten, ein Blatt Papier und einen Stift. Es geht nicht um eine Note, sondern um einen Überblick für Sie selbst.
- Checkliste ehrlich ausfüllen. Gehen Sie die Tabelle weiter unten Zeile für Zeile durch. Setzen Sie nur dann ein Häkchen, wenn Sie den Punkt einer Kollegin in zwei, drei eigenen Sätzen erklären könnten. «Schon mal gehört» zählt nicht.
- Lücken markieren. Alles ohne Häkchen kreisen Sie ein. Das ist Ihre persönliche Lernliste, keine Schwäche.
- Quiz im KI-Chat starten. Öffnen Sie einen KI-Chat Ihrer Wahl und kopieren Sie die Vorlage unten hinein. Die KI stellt Ihnen dann Fragen, eine nach der anderen.
- Ohne Nachschlagen antworten. Beantworten Sie jede Frage aus dem Kopf, auch wenn Sie unsicher sind. Schreiben Sie lieber «weiss ich nicht» als zu raten. Nur so wird das Ergebnis aussagekräftig.
- Erklärungen kritisch lesen. Die KI erklärt nach jeder Antwort, was richtig war. Diese Erklärungen sind meist hilfreich, aber nicht garantiert fehlerfrei. Notieren Sie Aussagen, die Sie überraschen, und prüfen Sie sie später in einer zweiten Quelle.
- Ergebnis festhalten. Schreiben Sie am Ende drei Themen auf, bei denen Sie am unsichersten waren. Für Begriffe, die Ihnen fremd waren, hilft der Spickzettel mit KI-Begriffen.
- Nächsten Schritt planen. Wählen Sie eines der drei Themen und lernen Sie es in der kommenden Woche gezielt. Einen Wochenplan finden Sie unter Lernplan für Anfänger. Wiederholen Sie den Selbsttest nach einem Monat.
Checkliste: Was können Sie schon erklären?
| Grundlage | Ich kann es in eigenen Worten erklären |
|---|---|
| Was ein Sprachmodell grob macht: Es sagt wahrscheinliche Wortfolgen voraus | ☐ |
| Warum KI-Antworten falsch sein können, obwohl sie überzeugend klingen | ☐ |
| Was mit «Halluzination» gemeint ist | ☐ |
| Welche Daten ich nicht in einen öffentlichen KI-Chat eingebe | ☐ |
| Wie ich einen klaren Auftrag (Prompt) formuliere | ☐ |
| Warum dieselbe Frage zweimal unterschiedliche Antworten liefern kann | ☐ |
| Dass KI einen Wissensstand hat und nicht immer aktuell ist | ☐ |
| Wie ich eine KI-Antwort mit einer zweiten Quelle prüfe | ☐ |
| Was ein Deepfake ist und woran ich Fälschungen vermuten kann | ☐ |
| Wer verantwortlich ist, wenn ich einen KI-Text weiterverwende | ☐ |
Ein Prompt ist übrigens einfach der Auftrag oder die Frage, die Sie in das Eingabefeld der KI schreiben.
Vorlage zum Kopieren
Du bist ein geduldiger Lernbegleiter für Erwachsene ohne IT-Vorwissen.
Stelle mir ein Quiz mit [Anzahl, z. B. 8] Fragen zu KI-Grundlagen.
Themen: [z. B. wie Sprachmodelle antworten, Fehler und Halluzinationen, Datenschutz, gute Prompts, Deepfakes].
Mein Vorwissen: [z. B. ich nutze seit zwei Monaten einen KI-Chat für E-Mails].
Regeln:
- Stelle immer nur eine Frage und warte auf meine Antwort.
- Mische Multiple-Choice-Fragen und offene Fragen.
- Erkläre nach jeder Antwort in höchstens drei Sätzen, was richtig ist und warum.
- Verwende einfache Sprache und Beispiele aus dem Büroalltag in der Schweiz.
- Gib mir am Schluss eine Übersicht: Welche Themen sitzen, wo soll ich weiterlernen?Passen Sie Anzahl, Themen und Vorwissen an; wenn Ihnen das Quiz zu leicht ist, schreiben Sie einfach «Bitte schwierigere Fragen».
Worauf Sie achten müssen
- Die KI ist kein offizieller Prüfer. Die Fragen und Erklärungen entstehen spontan und können Fehler enthalten. Was Ihnen merkwürdig vorkommt, prüfen Sie nach, zum Beispiel mit Wie prüfe ich KI-Antworten?.
- Die KI ist oft zu freundlich. Viele Chats loben grosszügig. Bitten Sie ausdrücklich um eine ehrliche Einschätzung, wenn Ihnen das Lob übertrieben vorkommt.
- Keine persönlichen Daten nötig. Für ein Quiz müssen Sie weder Namen noch Arbeitgeber noch interne Abläufe nennen. Allgemeine Angaben zum Vorwissen reichen.
- Selbsteinschätzung täuscht. Wer wenig weiss, überschätzt sich leicht, wer viel weiss, unterschätzt sich. Deshalb die Regel mit dem «in eigenen Worten erklären».
- Ein Test ist eine Momentaufnahme. KI-Werkzeuge ändern sich laufend. Wiederholen Sie den Selbsttest ab und zu, statt einmal abzuhaken.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Herr Bühler führt mit seiner Frau eine kleine Schreinerei im Emmental. Er nutzt einen KI-Chat für Offerttexte und hat das Gefühl, «es eigentlich zu können».
Vorher: Er weiss nicht, ob er eine Weiterbildung braucht, und schiebt die Frage seit Monaten vor sich her.
Nachher: Beim Ausfüllen der Checkliste merkt er, dass er die Punkte zu Datenschutz und zu falschen Antworten nicht erklären kann. Im Quiz bestätigt sich das: Er hätte Kundenadressen ohne Bedenken in den Chat kopiert. Er notiert «Datenschutz» und «Antworten prüfen» als erste Lernthemen und weiss jetzt, wonach er bei einem Kurs suchen soll.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn der Selbsttest Lücken zeigt, ist ein geführter Lernweg oft der einfachste nächste Schritt. Im Kurs absofort: KI-Weiterbildung mit verifizierbarem Lernnachweis gibt es Foundation-Angebote ohne Vorkenntnisse. Modul-Quizze und Abschlusskontrollen zeigen Ihnen laufend, was sitzt und was noch nicht.
Ein KI-Lerncoach beantwortet Fragen während des Lernens, und Ihr Fortschritt wird sichtbar festgehalten. Am Ende erhalten Sie ein Zertifikat mit eindeutiger ID, das andere öffentlich überprüfen können.
Häufige Fragen
Wie viele Häkchen sollte ich als Einsteigerin haben?
Dafür gibt es keine feste Grenze. Wichtiger als die Anzahl ist, dass die Punkte zu falschen Antworten und zum Datenschutz sitzen, denn dort entstehen im Alltag die teuersten Fehler.
Kann ich mir von der KI auch schwierigere Fragen stellen lassen?
Ja. Schreiben Sie im Chat zum Beispiel «Jetzt bitte Fragen für Fortgeschrittene» oder nennen Sie ein Thema wie Kontextfenster oder Trainingsdaten. Die KI passt das Niveau an.
Ersetzt ein solcher Selbsttest einen Kurs oder ein Zertifikat?
Nein. Der Selbsttest ist eine persönliche Orientierung ohne Nachweis gegen aussen. Wer gegenüber Arbeitgeber oder Kunden zeigen will, was er gelernt hat, braucht einen überprüfbaren Abschluss.
Muss ich mich für das Quiz bei einem KI-Dienst anmelden?
Das hängt vom Dienst ab. Manche lassen sich ohne Konto ausprobieren, andere verlangen eine Anmeldung. Für ein Quiz reicht in der Regel die kostenlose Version.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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