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KI-Begriffe für Anfänger: Spickzettel zum Nachschlagen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Spickzettel mit rund zwanzig Grundbegriffen reicht, um bei den meisten KI-Gesprächen mitzukommen. Die wichtigsten sind Prompt (Ihre Eingabe), Sprachmodell oder LLM (das Programm hinter dem Chat), Token (Textstückchen) und Halluzination (erfundene Angabe). Unten finden Sie die Liste zum Ausdrucken und eine Vorlage, mit der Sie neue Begriffe selbst ergänzen.

Das Problem

In der Zeitung, im Newsletter des Branchenverbands oder in der Teamsitzung fallen ständig neue Wörter: LLM, Prompt, Token, Agent, RAG. Wer nicht nachfragt, nickt und hofft, dass es niemand merkt. Wer nachfragt, bekommt oft eine Erklärung mit drei weiteren unbekannten Begriffen.

So verliert man schnell den Faden. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu falschen Entscheidungen führen, etwa wenn ein Anbieter ein Produkt als «KI-Agent» anpreist und man nicht einschätzen kann, was das bedeutet.

Ein kurzer Spickzettel neben der Tastatur hilft. Er ersetzt kein Fachbuch, aber er gibt Halt.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Die Liste unten ausdrucken. Markieren Sie die Tabelle mit der Maus, kopieren Sie sie (Ctrl+C) und fügen Sie sie in ein Word-Dokument ein (Ctrl+V). Eine Seite im Querformat reicht.
  2. Fünf Begriffe auswählen, die Sie diese Woche lernen. Nicht alle auf einmal. Beginnen Sie mit Prompt, Sprachmodell, Token, Halluzination und Datenschutz-Einstellungen.
  3. Unbekannte Begriffe im KI-Chat nachschlagen. Öffnen Sie einen KI-Chat und verwenden Sie die Vorlage weiter unten. Die KI erklärt den Begriff einfach und mit Beispiel.
  4. Die Erklärung mit einer zweiten Quelle abgleichen. Lesen Sie eine kurze Seite auf Sternwart oder einer anderen seriösen Seite zum gleichen Begriff. Weicht etwas ab, gilt im Zweifel die geprüfte Quelle.
  5. Den eigenen Satz aufschreiben. Ergänzen Sie auf Ihrem Spickzettel eine Zeile in eigenen Worten. Was man selbst formuliert hat, bleibt besser hängen.
  6. Nach zwei Wochen wiederholen. Lassen Sie sich von der KI fünf Quizfragen zu Ihren Begriffen stellen. Mehr dazu unter Wie gut kenne ich mich mit KI schon aus?.
Ablaufgrafik in 6 Schritten: 1. Die Liste unten ausdrucken; 2. Fünf Begriffe auswählen, die Sie diese Woche lernen; 3. Unbekannte Begriffe im KI-Chat nachschlagen; 4. Die Erklärung mit einer zweiten Quelle abgleichen; 5. Den eigenen Satz aufschreiben; 6. Nach zwei Wochen wiederholen.
Der Weg im Überblick: KI-Begriffe für Anfänger: Spickzettel zum Nachschlagen

Der Spickzettel

BegriffEinfach erklärt
Künstliche Intelligenz (KI)Computerprogramme, die Aufgaben lösen, für die man bisher menschliches Denken brauchte, etwa Texte schreiben oder Bilder erkennen.
Generative KIKI, die Neues erzeugt: Texte, Bilder, Musik oder Videos.
Sprachmodell, LLMDas Programm hinter einem KI-Chat. LLM heisst «Large Language Model», auf Deutsch grosses Sprachmodell.
ChatbotEin Programm, mit dem man per Textnachricht spricht. Nicht jeder Chatbot nutzt ein Sprachmodell.
PromptIhre Eingabe an die KI: Frage, Auftrag oder Anweisung.
TokenEin Textstückchen, oft ein Wortteil. KI-Dienste messen Textlängen und Kosten in Tokens.
KontextfensterWie viel Text die KI in einem Gespräch gleichzeitig berücksichtigen kann.
HalluzinationEine überzeugend klingende, aber falsche oder erfundene Angabe der KI.
TrainingDie Phase, in der ein Modell aus sehr vielen Beispielen lernt.
TrainingsdatenDie Texte, Bilder oder andere Daten, aus denen das Modell gelernt hat.
WissensstandDer Zeitpunkt, bis zu dem die Trainingsdaten reichen. Neueres kennt das Modell nicht, ausser es sucht im Internet.
MultimodalDie KI kann mehr als Text verarbeiten, zum Beispiel auch Bilder, Ton oder PDF-Dateien.
SystempromptVersteckte Grundanweisungen, die der Anbieter oder eine Firma der KI mitgibt.
KI-AssistentEine KI, die Sie bei Aufgaben unterstützt, etwa in Word oder Outlook.
KI-AgentEine KI, die selbstständig mehrere Schritte ausführt, etwa suchen, ausfüllen, abschicken. Braucht klare Grenzen.
RAGVerfahren, bei dem die KI vor der Antwort in bestimmten Dokumenten nachschlägt, zum Beispiel in Firmenunterlagen.
Open Source / offene ModelleModelle, deren Bausteine öffentlich verfügbar sind. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich stark.
Lokale KIEine KI, die auf dem eigenen Computer läuft statt beim Anbieter im Internet.
APIEine technische Schnittstelle, über die Programme miteinander sprechen, etwa Ihre Software mit einem KI-Dienst.
DeepfakeEin mit KI gefälschtes Bild, Video oder eine gefälschte Stimme, die echt wirken soll.

Vorlage zum Kopieren

Erklär mir den KI-Begriff «[Begriff]» für eine Person ohne Technikwissen.
1. Ein Satz, was es ist.
2. Ein Beispiel aus dem Büroalltag in einem kleinen Schweizer Betrieb.
3. Womit man den Begriff leicht verwechselt.
Antworte in höchstens 80 Wörtern. Wenn der Begriff je nach Zusammenhang Verschiedenes bedeutet, sag es mir.

Setzen Sie bei [Begriff] das Wort ein, das Sie nicht verstehen, und ändern Sie bei Bedarf das Beispielumfeld, etwa auf «Schule» oder «Gemeindeverwaltung».

Worauf Sie achten müssen

  • Begriffe verändern sich. Die KI-Welt entwickelt sich schnell. Was ein Anbieter «Agent» nennt, kann beim nächsten etwas ganz anderes sein. Halten Sie Ihren Spickzettel deshalb lebendig.
  • Die KI kann Begriffe falsch erklären. Besonders bei sehr neuen Ausdrücken kennt das Modell sie vielleicht noch nicht und erfindet eine plausible Erklärung. Fragen Sie nach einer Quelle oder schlagen Sie selbst nach.
  • Gleiche Abkürzung, andere Bedeutung. «Token» bedeutet in der IT-Sicherheit etwas ganz anderes, nämlich einen digitalen Zugangsschlüssel. Achten Sie auf den Zusammenhang.
  • Kein Ersatz für Grundverständnis. Ein Begriff auf einem Zettel ist erst der Anfang. Wer KI im Beruf einsetzt, sollte auch die Grenzen verstehen, etwa warum es Halluzinationen gibt. Das erklärt Was sind Halluzinationen bei KI?.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: In einem Treuhandbüro in Aarau kündigt der Chef an, man wolle «einen KI-Assistenten mit RAG auf unseren Dossiers» testen. Die Sachbearbeiterin Frau Bühler versteht nur Bahnhof.

Vorher: Sie sitzt in der Sitzung, nickt und traut sich nicht, Bedenken anzubringen.

Nachher: Mit dem Spickzettel weiss sie: Ein KI-Assistent hilft bei Aufgaben, und RAG heisst, dass er in den eigenen Dossiers nachschlägt. Ihre berechtigte Frage in der nächsten Sitzung: «Wer darf dann welche Dossiers sehen, und wo liegen die Daten?» Genau diese Frage muss bei einem solchen Projekt geklärt werden.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer vom Spickzettel zu einem soliden Grundwissen kommen möchte, findet auf der Lernplattform absofort Foundation-Angebote ohne Vorkenntnisse. Sie lernen dort im eigenen Tempo, üben mit Praxisaufgaben und Modul-Quizzen und werden von einem KI-Lerncoach begleitet.

Am Ende steht ein Zertifikat mit eindeutiger ID, das andere öffentlich überprüfen können. Details finden Sie bei der KI-Weiterbildung mit Zertifikat auf absofort.

Häufige Fragen

Muss ich alle Begriffe auswendig können?

Nein. Für den Alltag reichen fünf bis zehn Begriffe, die Sie wirklich verstehen. Die übrigen schlagen Sie nach, wenn sie auftauchen.

Warum sind so viele Begriffe Englisch?

Die meisten KI-Entwicklungen und Fachtexte stammen aus dem englischen Sprachraum. Viele Begriffe haben sich deshalb auch im Deutschen eingebürgert. Wo es ein gängiges deutsches Wort gibt, steht es in der Liste dabei.

Wo finde ich längere Erklärungen?

Zu den wichtigsten Begriffen gibt es auf Sternwart eigene Seiten, etwa Was ist ein Sprachmodell oder LLM?. Dort finden Sie Beispiele und typische Missverständnisse.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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