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Grundlagen · Begriff · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Was ist ein Deepfake einfach erklärt?

Stand 10.10.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Deepfake ist ein Bild, Video oder eine Tonaufnahme, die mit KI so verändert oder erzeugt wurde, dass eine echte Person etwas zu sagen oder zu tun scheint, was nie geschehen ist. Solche Fälschungen werden für Spass, aber auch für Betrug und Rufschädigung eingesetzt. Wichtig ist, überraschende Inhalte über einen zweiten, unabhängigen Weg zu prüfen.

Einfach erklärt

Das Wort setzt sich aus «Deep Learning» und «Fake» zusammen. Deep Learning ist eine Lernmethode der KI, bei der ein Programm aus sehr vielen Beispielen lernt, etwa aus Fotos oder Sprachaufnahmen eines Menschen. Fake heisst Fälschung.

Ein Deepfake entsteht, wenn eine KI das Gesicht, die Mimik oder die Stimme einer Person so gut nachahmt, dass das Ergebnis echt wirkt. Typische Formen sind:

  • Gesichtstausch im Video: Das Gesicht einer Person wird auf den Körper einer anderen gesetzt.
  • Lippensynchrones Video: Eine echte Person scheint Sätze zu sagen, die sie nie gesagt hat.
  • Stimmklon: Aus kurzen Aufnahmen entsteht eine künstliche Stimme, die beliebige Sätze spricht.
  • Erzeugtes Foto: Ein Bild zeigt eine Szene, die es nie gegeben hat, zum Beispiel einen Politiker bei einer Verhaftung.

Früher brauchte es dafür viel Fachwissen. Heute genügen frei erhältliche Programme. Darum begegnen Deepfakes nicht nur Prominenten, sondern auch Privatpersonen und Firmen.

Ein Beispiel

Ein Beispiel: In einem Familien-Chat in Winterthur taucht ein Video auf, in dem ein bekannter Fernsehmoderator eine «garantierte» Geldanlage empfiehlt. Mund, Stimme und Studio wirken echt.

Vorher: Die Grossmutter leitet das Video weiter und denkt über eine Einzahlung nach.

Nachher: Ihr Enkel sucht auf der offiziellen Website des Senders nach dem Beitrag und findet ihn nicht. Stattdessen stösst er auf eine Warnung vor gefälschten Werbevideos. Das Video wird gelöscht, und die Familie meldet es der Plattform.

Wie Sie verdächtige Bilder oder Stimmen genauer einordnen, lesen Sie unter KI-Bilder erkennen und Betrug mit KI-Stimmen.

Vorlage zum Kopieren

Ein KI-Chat kann einen Deepfake nicht sicher entlarven. Er hilft Ihnen aber, die richtigen Prüffragen zu stellen:

Ich habe folgendes [Video / Foto / Sprachnachricht] erhalten: [kurze Beschreibung des Inhalts, ohne Namen von Privatpersonen].
Absender beziehungsweise Fundort: [z. B. WhatsApp-Gruppe, Facebook-Werbung].
Bitte nenne mir 5 konkrete Schritte, wie ich die Echtheit über unabhängige Quellen prüfen kann,
und sag mir ehrlich, was sich ohne Fachwerkzeuge nicht feststellen lässt.

Worauf Sie achten müssen

  • Prüfen Sie Quelle und Datum: Wer hat das Video zuerst veröffentlicht?
  • Fragen Sie bei Geldforderungen immer über eine bekannte Nummer nach.
  • Melden Sie Betrugsversuche dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und bei Schaden der Polizei.
  • Der EU AI Act sieht Transparenzpflichten für bestimmte Deepfakes vor; Details und Fristen klären Sie im Einzelfall, siehe Deepfake-Kennzeichnung nach AI Act.

So hilft Ihnen Alpasana

Im Kursbereich KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort gibt es Kurse zu Phishing, Deepfakes und betrieblichen KI-Richtlinien. Sie üben dort, Täuschungen zu erkennen und im Betrieb klare Regeln für den Umgang damit festzulegen – mit Praxisaufgaben und verifizierbarem Abschluss.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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